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1P.609/2005 ΓÇó Challenge to federal vote inadmissible in Swiss Federal Court
1P.609/2005Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung23.09.2005Inadmissible
FPS filed a public-law complaint before the federal vote of 25 September 2005, fearing improper campaigning and manipulation through 'Vote-Discos' and the participation of federal councillors. The Federal Supreme Court held the complaint inadmissible because this remedy does not lie against federal votes and the limited political-rights review route under Art. 80 BPR was not available. The court therefore refused to enter into the case and exceptionally waived court costs.
Art. 84 Abs. 1 OG, Art. 85 lit. a OG, Art. 100 lit. p OG, Art. 80 BPR; admissibility of a public-law complaint against a federal popular vote and its campaign. The public-law complaint is confined to cantonal enactments or decisions and to cantonal elections and votes; it does not extend to federal referendums or their campaign conduct. Review under the special political-rights avenue is available only within the narrow statutory framework of Art. 80 BPR. If neither route is open, the Federal Supreme Court does not enter into the complaint; costs may exceptionally be waived (consid. 1-2).
{T 1/2}
1P.609/2005 /ggs
Urteil vom 23. September 2005
I. Öffentlichrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Bundesrichter Aemisegger, Fonjallaz,
Gerichtsschreiber Pfäffli.
Parteien
Freiheits-Partei (FPS), Beschwerdeführerin,
gegen
Bundesrat der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Bundeshaus, 3003 Bern.
Gegenstand
Staatsrechtliche Beschwerde im Zusammenhang
mit der eidgenössischen Volksabstimmung vom 25. September 2005.
Das Bundesgericht hat in Erwägung,
dass die Freiheits-Partei (FPS) im Zusammenhang mit der eidgenössischen Volksabstimmung vom 25. September 2005 am 18. September 2005 eine als staatsrechtliche Beschwerde bezeichnete Eingabe beim Bundesgericht eingereicht hat;
dass sie durch sogenannte "Vote-Discos" und die aktive Teilname von Bundesräten am Abstimmungskampf "unlauteren Stimmenfang und Manipulationen" der Abstimmung befürchtet;
dass sich eine staatsrechtliche Beschwerde nur gegen kantonale Erlasse oder Verfügungen (Art. 84 Abs. 1 OG) bzw. gegen kantonale Wahlen und Abstimmungen (Art. 85 lit. a OG) richten kann, weshalb dieses Rechtsmittel von vornherein nicht zulässig ist;
dass eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht auf dem Gebiet der politischen Rechte nur in sehr beschränktem Rahmen möglich ist (vgl. Art. 100 lit. p OG und Art. 80 des Bundesgesetzes über die politischen Rechte vom 17. Dezember 1976; BPR, SR 161.1);
dass sich die vorliegende Beschwerde unter dem Gesichtswinkel von Art. 80 BPR als unzulässig erweist;
dass demnach auf die vorliegende Beschwerde nicht eingetreten werden kann;
dass ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird;
im Verfahren nach Art. 36a OG erkannt:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin und dem Bundesrat der Schweizerischen Eidgenossenschaft schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 23. September 2005
Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: