Revision dismissed for lack of revision grounds

1P.359/2002Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung28.08.2002Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court considered a request for revision of its judgment of 1 May 2002. It held that revision is not a rehearing and cannot serve to reargue the merits. The applicant did not specify any main requests allegedly left undecided, nor any decisive facts in the file that the Court had overlooked by mistake. The revision was therefore dismissed insofar as admissible. Because the request was plainly hopeless, free legal aid was refused, and the applicant was ordered to pay a court fee of CHF 500.

Omnilex-Regeste

Art. 136 lit. c et d OG; revision of a Federal Supreme Court judgment requires a genuine revision ground. Revision is not a substitute for an appeal and may not be used to criticize the legal assessment in the earlier decision. Under Art. 136 lit. c OG, only omitted main requests, not procedural motions, are relevant; the applicant must identify the specific unresolved request. Under Art. 136 lit. d OG, the applicant must specify the decisive record evidence allegedly overlooked by mistake. If no such ground is substantiated, the request is dismissed insofar as admissible. Manifestly hopeless revision requests do not justify free legal aid under Art. 152 OG; costs are borne by the losing party under Art. 156 Abs. 1 OG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1P.359/2002 /bmt

Urteil vom 28. August 2002
I. Öffentlichrechtliche Abteilung

Bundesgerichtsvizepräsident Aemisegger, Präsident
Bundesrichter Nay, Aeschlimann,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

X.________,
Gesuchsteller,

gegen

Y.________,
Gesuchsgegnerin,
Geschäftsleitung des Kantonsrates des Eidgenössischen Standes Zürich, Kaspar Escher-Haus, 8090 Zürich.

Revision des bundesgerichtlichen Urteils 1P.221/2002 vom 1. Mai 2002.

Das Bundesgericht hat in Erwägung,
dass X.________ mit Eingabe vom 1. Juli 2002 ein Revisionsgesuch gegen das Urteil des Bundesgerichts vom 1. Mai 2002 eingereicht hat,
dass das Revisionsverfahren nicht einer Neuprüfung der vor Bundesgericht abgeschlossenen Rechtssache dient,
dass es im Revisionsverfahren unzulässig ist, rechtliche Kritik an der dem früheren Entscheid zugrunde liegenden rechtlichen Würdigung vorzubringen,
dass das Bundesgericht nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes (Art. 136 ff. OG) auf ein bereits gefälltes Urteil zurückkommen kann,
dass sich der Gesuchsteller auf Art. 136 lit. c und d OG beruft,
dass nach Art. 136 lit. c OG die Revision eines Entscheides zulässig ist, wenn einzelne Anträge unbeurteilt geblieben sind,
dass unter dem Begriff des Antrages im Sinne von Art. 136 lit. c OG grundsätzlich nur ein Antrag in der Hauptsache, nicht aber ein Verfahrensantrag zu verstehen ist (BGE 101 Ib 220 E. 2),
dass sich aus der Eingabe des Gesuchstellers nicht ergibt, welche Anträge in der Hauptsache unbeurteilt geblieben sein sollen,
dass nach Art. 136 lit. d OG die Revision eines Entscheides zulässig ist, wenn das Bundesgericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat,
dass sich aus dem Revisionsgesuch nicht ergibt, welche in den Akten liegende erhebliche Tatsache das Bundesgericht bei seinem Entscheid aus Versehen nicht berücksichtigt haben sollte,
dass demnach das Revisionsgesuch abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann,
dass angesichts der offensichtlichen Aussichtslosigkeit der vorliegenden Revision dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege nicht entsprochen werden kann (Art. 152 OG),
dass der unterliegende Gesuchsteller deshalb die Kosten zu tragen hat (Art. 156 Abs. 1 OG),
dass sich das Bundesgericht vorbehält, weitere Revisionsgesuche oder sonstige Eingaben des Gesuchstellers in der vorliegenden Angelegenheit ohne förmliche Behandlung abzulegen,

im Verfahren nach Art. 143 Abs. 1 OG erkannt:

1.
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
3.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Gesuchsteller auferlegt.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien und der Geschäftsleitung des Kantonsrates des Eidgenössischen Standes Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 28. August 2002
Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

revisionlegal aidcourt costsoverlooked factsinadmissibility

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the revision request met the requirements of Art. 136 lit. c and d OG.

Extrahierter Entscheid

No. The applicant did not show any main request left undecided or any material fact in the record overlooked by mistake.

Extrahierte Begründung

Revision is not a rehearing and cannot be used to challenge the prior legal assessment. The application failed to identify any unresolved main claim or any overlooked decisive fact.

Kernrechtsfrage

Whether legal aid should be granted for the revision proceedings.

Extrahierter Entscheid

No. The revision was manifestly without prospects of success.

Extrahierte Begründung

Because the revision was obviously futile, the condition for fee waiver/legal aid under Art. 152 OG was not met.

Kernrechtsfrage

How the court costs should be allocated.

Extrahierter Entscheid

The unsuccessful applicant must bear the court fee of CHF 500.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome, and the losing applicant is liable for the fee under Art. 156 Abs. 1 OG.

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