Correction of mistaken dispositive number in planning approval judgment

1G_5/2012Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung29.08.2012Granted

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court granted the heirs’ correction request concerning its prior judgment of 19 June 2012. It held that the reference to dispositive item 8 in the earlier decision was a drafting error, because the planning approval contained only seven items and the heirs’ objection was dealt with in item 6. The court therefore corrected the judgment so that item 6 of planning approval No. 533-331 of 16 February 2011 was amended. No costs were charged, and the applicants received CHF 500 compensation from the court fund.

Regest

Art. 129 BGG; correction of a clerical error in the dispositive of a federal judgment; a correction is admissible where the wording of the judgment does not correspond to the clear intent and the record reveals an obvious drafting mistake. The court may amend the dispositive ex officio or on application when the error is manifest, without reopening the merits. In correction proceedings, no court costs are ordinarily levied; appropriate compensation may be awarded from the court fund (consid. 1-3).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1G_5/2012

Urteil vom 29. August 2012
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Aemisegger, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Merkli, Eusebio,
Gerichtsschreiberin Gerber.

Verfahrensbeteiligte
Erbengemeinschaft A.________, bestehend aus:

  1. B.________,
  2. C.________,
  3. D.________,
    Gesuchsteller, alle vertreten durch Rechtsanwalt
    Stefan Keiser,

gegen

Bundesamt für Strassen,
Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation,
Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I.

Gegenstand
Berichtigungsgesuch betreffend das Urteil vom 19. Juni 2012 des Schweizerischen Bundesgerichts 1C_74/2012.

Erwägungen:
Mit Urteil 1C_74/2012 vom 19. Juni 2012 hiess das Bundesgericht die Beschwerde der Erbengemeinschaft A.________ gegen das Bundesamt für Strassen (ASTRA) und das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) teilweise gut und änderte Dispositiv-Ziff. 8 der Plangenehmigung Nr. 533-331 vom 16. Februar 2011 in dem Sinne, dass allfällige erhebliche Mehrkosten zur Einhaltung der Immissionsgrenzwerte bei der Überbauung der Parzellen Nrn. 1386, 2388 und 2390 Grundbuch Alpnach vom Bund (ASTRA) zu tragen seien.

Am 17. Juli 2012 reichten die Mitglieder der Erbengemeinschaft A.________ (im Folgenden: die Gesuchsteller) ein Berichtigungsgesuch ein. Sie machen geltend, das Dispositiv der Plangenehmigung des UVEK umfasse nur sieben Ziffern; die Einsprache der Gesuchsteller werde in Ziff. 6 (nicht 8) behandelt. Bei der in Ziff. 1 des Urteils vom 19. Juni 2012 erwähnten Ziff. 8 handle es sich somit um einen Redaktionsfehler: Richtigerweise müsse Ziff. 6 geändert werden, nicht die (nicht existierende) Ziff. 8.

Dem ASTRA und dem UVEK wurde Gelegenheit gegeben, sich zum Berichtigungsgesuch zu äussern.

Die Ausführungen der Gesuchsteller treffen zu, weshalb das Urteil 1C_74/2012 antragsgemäss zu berichtigen ist.

Hierfür sind keine Kosten zu erheben. Den Beschwerdeführern ist für die Kosten des Berichtigungsverfahrens eine Entschädigung aus der Bundesgerichtskasse zuzusprechen (ELISABETH ESCHER, Basler Kommentar zum BGG, 2. Auflage, N. 7 zu Art. 129 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Dispositiv-Ziff. 1 des Urteils des Bundesgerichts 1C_74/2012 vom 19. Juni 2012 wird wie folgt berichtigt:
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dispositiv-Ziff. 6 der Plangenehmigung Nr. 533-331 vom 16. Februar 2011 wird wie folgt geändert: "Allfällige erhebliche Mehrkosten zur Einhaltung der Immissionsgrenzwerte bei der Überbauung der Parzellen Nrn. 1386, 2388 und 2390 Grundbuch Alpnach sind vom Bund (ASTRA) zu tragen. Im Übrigen ist die Einsprache der Erbengemeinschaft Paul Fischer sel. vom 8. Mai 2010 abzuweisen".
Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Die Gesuchsteller werden für das Berichtigungsverfahren aus der Bundesgerichtskasse mit Fr. 500.-- entschädigt.

4.
Dieses Urteil wird den Gesuchstellern, dem Bundesamt für Strassen, dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation sowie dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 29. August 2012
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Aemisegger

Die Gerichtsschreiberin: Gerber

Schlagwörter

judgment correctionclerical errorplanning approvalcostscompensationdispositive correction