Revision request against Federal Supreme Court judgment rejected

1F_5/2013Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung10.06.2013Dismissed

Zusammenfassung

X. sought revision of Federal Supreme Court judgment 1B_45/2012, which had rejected her complaint concerning denial of free legal aid. The Court held that her filing raised only appellate-style objections and failed to establish any statutory revision ground under Arts. 121-123 BGG. It therefore dismissed the revision request to the extent admissible. The associated request for free judicial assistance was refused because the revision was hopeless. Exceptionally, the Court waived court costs.

Regest

Arts. 121-128 BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment; scope of review and summary procedure. Revision is an extraordinary remedy requiring the invocation and substantiation of a statutory ground; it cannot serve as a substitute for a renewed appeal on the merits. Appellate-style criticism of a final judgment is insufficient. Allegations that submissions were drafted by a third person and merely signed by the party do not, without more, establish a revision ground. Where the revision request is manifestly hopeless, free judicial assistance must be refused; the Court may exceptionally waive costs despite that refusal (consid. 1-3).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

1F_5/2013

Urteil vom 10. Juni 2013

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Bundesrichter Merkli, Chaix,
Gerichtsschreiber Forster.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchstellerin,

gegen

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,
vertreten durch die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich,
Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer.

Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 1B_45/2012 vom 8. Juni 2012.

In Erwägung,
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 8. Juni 2012 eine Beschwerde von X.________ gegen die Abweisung ihres Gesuches um unentgeltliche Rechtsverbeiständung abwies (Verfahren 1B_45/2012);

dass X.________ mit Eingabe vom 28. Januar 2013 ein Revisionsgesuch gegen das genannte Bundesgerichtsurteil eingereicht hat;

dass das Bundesgericht bei Einstimmigkeit in Dreierbesetzung und mit summarischer Begründung über die Abweisung offensichtlich unbegründeter Beschwerden entscheidet (Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG) und diese Verfahrensregelung auch für Revisionsgesuche (Art. 121-128 BGG) sinngemäss gilt;

dass die Gesuchstellerin appellatorische materielle Rügen in der bereits rechtskräftig beurteilten Sache vorbringt;
dass sie zwar geltend macht, ihr Lebenspartner habe diverse (von ihr unterzeichnete) Prozesseingaben verfasst, dass damit ein gesetzlicher Revisionsgrund (Art. 121-123 BGG) aber offensichtlich weder dargelegt, noch erfüllt ist;

dass offen bleiben kann, ob die gesetzlichen Voraussetzungen für ein Eintreten auf das Revisionsgesuch gegeben wären;

dass bei dieser Sachlage bei den verfahrensbeteiligten Behörden keine Stellungnahmen einzuholen sind (Art. 127 BGG);

dass das Revisionsgesuch abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten werden kann;

dass das von der Gesuchstellerin erhobene Begehren um unentgeltliche Prozessführung zwar ebenfalls abzuweisen ist (da das Revisionsgesuch zum Vornherein aussichtslos war), auf die Erhebung von Gerichtskosten hier jedoch - ausnahmsweise - nochmals verzichtet werden kann (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),

erkennt das Bundesgericht:

1.

Das Revisionsgesuch wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2.

Das Begehren um unentgeltliche Prozessführung wird abgewiesen.

3.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.

Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 10. Juni 2013

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Forster

Schlagwörter

revisionfree legal aidsummary procedureadmissibilitycostsstatutory ground