Revision inadmissible for failure to state revision grounds

1F_3/2010Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung22.03.2010Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt with a revision request against its earlier non-entry judgment of 25 October 2007. The applicant had sent a new submission via the Bern Administrative Court, but again failed to identify any statutory ground for revision under Art. 121 ff. BGG. The Court therefore did not enter into the request without exchange of written submissions. It waived court costs under Art. 66(1) BGG, which rendered the pending legal-aid request moot. The Court also warned that further submissions in the same matter would be filed away without response.

Omnilex-Regeste

Art. 121 ff. BGG, Art. 127 BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment is admissible only if the applicant expressly invokes and substantiates a statutory ground for revision. A mere request to reconsider or annul a prior non-entry decision does not suffice. If the application fails to identify any revision ground, the Court may refuse to enter into the matter without exchange of written submissions. Where no court costs are levied under Art. 66(1) BGG, a legal-aid request becomes moot.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1F_3/2010

Urteil vom 22. März 2010
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Bundesrichter Fonjallaz, Eusebio,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Gesuchsteller,

gegen

Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern, Schermenweg 5, Postfach, 3001 Bern,
Rekurskommission des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführern,
Kramgasse 20, Postfach, 3000 Bern 8.

Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das Urteil vom 25. Oktober 2007 des Schweizerischen Bundesgerichts 1C_129/2007.
In Erwägung,
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 25. Oktober 2007 mangels einer genügenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG auf die von X.________ gegen den Entscheid der Rekurskommission des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführern vom 9. Mai 2007 (RK 074/07) erhobene Beschwerde nicht eingetreten ist (Verfahren 1C_129/2007);
dass X.________ mit einer an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern gerichteten Eingabe u.a. um Aufhebung des Entscheids der Rekurskommission des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführern vom 9. Mai 2007 (RK 074/07) ersucht hat;
dass das Verwaltungsgericht mit Schreiben vom 9. März 2010 diese Eingabe dem Bundesgericht zur allfälligen Behandlung als Revisionsgesuch gegen das in dieser Sache ergangene bundesgerichtliche Urteil zugesandt hat;
dass das Bundesgericht bereits mit Urteil vom 27. Dezember 2007 auf ein von X.________ gegen das bundesgerichtliche Urteil vom 25. Oktober 2007 erhobenes Revisionsgesuch nicht eingetreten ist (Verfahren 1F_17/2007), da der Gesuchsteller nicht dargelegt hatte, an welchem Revisionsgrund der beanstandete bundesgerichtliche Nichteintretensentscheid leiden sollte;
dass sich der Gesuchsteller auch in seiner neuen Eingabe auf keinen der gesetzlichen Revisionsgründe (Art. 121 ff. BGG) beruft und nicht darlegt, an welchem Revisionsgrund der beanstandete bundesgerichtliche Nichteintretensentscheid leiden sollte;
dass somit auf die Eingabe, die als Revisionsgesuch entgegenzunehmen ist, ohne Schriftenwechsel nicht einzutreten ist (Art. 127 BGG);
dass auf eine Kostenauflage verzichtet werden kann (Art. 66 Abs. 1 BGG), wodurch das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gegenstandslos wird;
dass der Gesuchsteller darauf hingewiesen wird, dass das Bundesgericht weitere Eingaben in dieser Sache, insbesondere weitere Revisionsgesuche, in Zukunft ohne Antwort ablegen wird;
erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, dem Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt und der Rekurskommission des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. März 2010
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Pfäffli

Schlagwörter

revisioninadmissibilitynon-entryrevision groundscourt costslegal aid

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the filing stated any statutory ground for revision of the prior Federal Supreme Court judgment.

Extrahierter Entscheid

No. The applicant did not rely on, or identify, any revision ground under the Federal Supreme Court Act.

Extrahierte Begründung

A revision petition must indicate the specific statutory ground relied upon. Because the submission failed to do so, the Court could not examine it and entered no written exchange.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged and whether legal aid remained to be decided.

Extrahierter Entscheid

No costs were charged, and the request for legal aid became moot.

Extrahierte Begründung

Given the non-entry, the Court waived costs under Art. 66(1) BGG; as a result, the legal-aid request no longer had practical significance.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.