Revision request inadmissible for lack of grounds

1F_26/2010Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung16.12.2010Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dismissed a revision request against its own earlier judgment of 29 September 2010 concerning a preventive driver’s license withdrawal. The applicant merely criticized the prior legal assessment and did not invoke any statutory ground for revision under the BGG. The Court therefore declined to enter into the request without exchanging submissions. Federal court costs of CHF 500 were imposed on the applicant.

Omnilex-Regeste

Art. 121 ff. BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment requires invocation and substantiation of a statutory ground; mere criticism of the legal assessment is inadmissible. A revision petition that does not identify such a ground is not entered into without exchange of submissions (Art. 127 BGG). Costs follow the outcome and are imposed on the unsuccessful applicant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1F_26/2010

Urteil vom 16. Dezember 2010
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Bundesrichter Aemisegger, Eusebio,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchsteller,

gegen

Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern, Schermenweg 5, Postfach, 3001 Bern,
Rekurskommission des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführern, Speichergasse 12, 3011 Bern.

Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 1C_430/2010 vom 29. September 2010.
Erwägungen:

1.
Mit Urteil vom 29. September 2010 ist das Bundesgericht auf eine von X.________ gegen einen am 21. April 2010 betreffend Sicherungsentzug des Führerausweises ergangenen Entscheid der Rekurskommission des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführern erhobene Beschwerde nicht eingetreten (Verfahren 1C_430/2010).
Mit Revisionsgesuch vom 29. November 2010 beantragt X.________, das bundesgerichtliche Urteil vom 29. September 2010 sei aufzuheben.

2.
Die Aufhebung oder Abänderung eines wie hier nach Art. 61 BGG in Rechtskraft erwachsenen Bundesgerichtsurteils ist nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes gemäss Art. 121 ff. BGG möglich.
Der Gesuchsteller kritisiert das genannte bundesgerichtliche Urteil ganz allgemein. Er unterlässt es allerdings dabei, sich auf einen der gesetzlichen Revisionsgründe (Art. 121 ff. BGG) zu berufen, auf die er bereits in früheren Verfahren hingewiesen worden ist. Was er in seinem Revisionsgesuch vorbringt, beschränkt sich im Wesentlichen auf eine Kritik an der dem Urteil zugrunde liegenden rechtlichen Würdigung. Solche Kritik ist jedoch im Revisionsverfahren nicht zu hören. Der Gesuchsteller wäre gehalten gewesen, in seiner Eingabe einen Revisionsgrund darzulegen, was er indes unterlassen hat. Auf sein Gesuch ist daher ohne Schriftenwechsel (Art. 127 BGG) nicht einzutreten. Weitere Eingaben in dieser Sache, insbesondere weitere Revisionsgesuche, werden in Zukunft ohne Antwort abgelegt.

3.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach wird erkannt:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, dem Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des Kantons Bern sowie der Rekurskommission des Kantons Bern für Massnahmen gegenüber Fahrzeugführern schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 16. Dezember 2010

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Bopp

Schlagwörter

revisioninadmissibilitydriver's licensecourt costsnon-entry

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the request for revision of the Federal Supreme Court judgment met any statutory revision ground and was admissible

Extrahierter Entscheid

The request did not invoke any statutory revision ground and merely challenged the legal assessment of the prior judgment; it was therefore inadmissible without exchange of submissions.

Extrahierte Begründung

A final Federal Supreme Court judgment can only be altered on revision if a ground under Art. 121 ff. BGG is shown. General criticism of the prior legal reasoning is not a revision ground, and the applicant failed to identify any such ground despite prior instructions.

Kernrechtsfrage

Who bears the court costs of the revision proceedings

Extrahierter Entscheid

The applicant must bear the federal court costs.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome of the proceedings under Art. 66 Abs. 1 BGG.

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