projekte
1F_23/2008 ΓÇó Revision inadmissible for lack of statutory grounds
1F_23/2008Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung15.12.2008Dismissed
X. asked the Federal Supreme Court to revisit its judgment of 24 October 2008 concerning his detention complaint. The court treated the new filing as a revision request, but held that it merely repeated criticism of the detention without invoking any statutory ground for revision under Arts. 121 ff. BGG. The request was therefore inadmissible without exchange of submissions. Because no costs were charged, the pending request for legal aid became moot.
Art. 61 BGG, Art. 121 ff. BGG, Art. 127 BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment is admissible only if the applicant expressly invokes a statutory ground for revision. Mere repetition of objections against the underlying decision, in particular criticism of detention, does not satisfy this requirement. If no revision ground is pleaded, the court may decline to enter into the matter without exchange of submissions. Where costs are waived, a pending request for legal aid becomes moot.
{T 0/2}
1F_23/2008
Urteil vom 15. Dezember 2008
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Bundesrichter Aemisegger, Fonjallaz,
Gerichtsschreiber Bopp.
Parteien
X.________, Gesuchsteller,
gegen
Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,
Hermann Götzstrasse 24, Postfach, 8401 Winterthur.
Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das bundesgerichtliche Urteil 1B_260/2008 vom 24. Oktober 2008.
Erwägungen:
1.
Mit Urteil vom 24. Oktober 2008 ist das Bundesgericht auf eine von X.________ gegen eine am 8. September 2008 ergangene Haftverfügung des Haftrichters des Bezirksgerichts Winterthur erhobene Beschwerde in Strafsachen nicht eingetreten (Verfahren 1B_260/2008).
Mit "Beschwerde" vom 3./6. November 2008 hat X.________ auf dieses Urteil Bezug genommen und weiterhin Kritik an seiner Inhaftierung geübt. Bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt es sich, diese Eingabe als sinngemässes Revisionsgesuch entgegenzunehmen.
Mit Schreiben vom 24. bzw. 26. November 2008 hat sich X.________ abermals ans Bundesgericht gewandt. Auf diese gegen eine weitere Haftverfügung gerichtete Beschwerde ist das Bundesgericht mit Urteil vom 5. Dezember 2008 nicht eingetreten (Verfahren 1B_310/2008).
2.
Die Aufhebung oder Abänderung eines wie hier nach Art. 61 BGG in Rechtskraft erwachsenen Bundesgerichtsurteils ist nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes gemäss Art. 121 ff. BGG möglich, worauf der Gesuchsteller gemäss Schreiben vom 14. November 2008 aufmerksam gemacht worden ist.
Der Gesuchsteller kritisiert abermals seine Inhaftierung, ohne sich aber in Bezug auf den genannten Nichteintretensentscheid vom 24. Oktober 2008 auf einen der gesetzlichen Revisionsgründe (Art. 121 ff. BGG) zu berufen, worauf er - wie erwähnt - hingewiesen worden ist. Auf sein Gesuch ist daher ohne Schriftenwechsel (Art. 127 BGG) nicht einzutreten. Weitere Eingaben in dieser Sache werden in Zukunft ohne Antwort abgelegt.
3.
Unter den gegebenen Umständen rechtfertigt es sich, für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben, wodurch das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gegenstandslos wird.
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland und dem Bezirksgericht Winterthur, Haftrichter, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 15. Dezember 2008
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Féraud Bopp