Revision request inadmissible for lack of statutory grounds

1F_13/2007Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung28.08.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X.________ sought revision of a Federal Supreme Court judgment of 3 March 2004. He mainly challenged the earlier court's factual findings and legal assessment, but did not rely on any statutory ground for revision under the Federal Supreme Court Act. The court held that such mere disagreement is not a revision ground and that no overlooked decisive fact was shown. The request was therefore dismissed as inadmissible without written exchange. Court costs of CHF 500 were imposed on the applicant.

Omnilex-Regeste

Art. 121 ff. BGG; revision of a final Federal Supreme Court judgment requires a statutory ground, and mere criticism of the court's factual findings or legal assessment is inadmissible. In particular, a party must substantiate an overlooked decisive fact in the record under Art. 121 lit. d BGG or another specific revision ground; a different view of the merits does not suffice. If no arguable ground is invoked, the court may refuse entry without exchange of submissions under Art. 127 BGG. Costs are allocated according to the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1F_13/2007 /daa

Urteil vom 28. August 2007
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Bundesrichter Aeschlimann, Eusebio,
Gerichtsschreiber Bopp.

Parteien
X.________, Gesuchsteller,

gegen

Y.________, Gesuchsgegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin Jacqueline Moser,
Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden, Sennhofstrasse 17, 7001 Chur,
Kantonsgericht von Graubünden, Kantonsgerichtsausschuss, Poststrasse 14,
7002 Chur.

Gegenstand
Revisionsgesuch gegen das bundesgerichtliche Urteil 1P.494/2003 vom 3. März 2004.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Mit Urteil vom 3. März 2004 wies das Bundesgericht eine von X.________ gegen ein am 26. März 2003 ergangenes Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden erhobene staatsrechtliche Beschwerde ab, soweit darauf eingetreten wurde (Verfahren 1P.494/2003).

Mit Revisionsgesuch vom 14. August 2007 beantragt X.________, das Urteil sei aufzuheben.
2.
In Bezug auf ein Revisionsgesuch, das wie vorliegend erst nach dem per 1. Januar 2007 in Kraft gesetzten Bundesgerichtsgesetz (BGG; SR 173.110) eingereicht worden ist, sind die Art. 121 ff. dieses Gesetzes anwendbar (Art. 132 Abs. 1 BGG).
3.
Die Aufhebung oder Abänderung eines wie hier in Rechtskraft erwachsenen Bundesgerichtsurteils ist nur bei Vorliegen eines Revisionsgrundes gemäss Art. 121 ff. BGG möglich.

Der Gesuchsteller beschränkt sich im Wesentlichen darauf, Kritik an den Gegenstand des früheren bundesgerichtlichen Verfahrens bildenden Sachverhaltsfeststellungen bzw. an der dem angefochtenen Urteil zugrunde liegenden rechtlichen Würdigung sowie an der rechtlichen Beurteilung durch die kantonalen Instanzen zu üben, indem er seine anderslautende Sicht der Dinge gegenüberstellt. Solche Kritik ist jedoch im Revisionsverfahren nicht zu hören. Dabei unterlässt es der Gesuchsteller, sich auf einen der gesetzlichen Revisionsgründe (Art. 121-123 BGG) zu berufen. Namentlich legt er nicht dar, dass das Bundesgericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hätte (Art. 121 lit. d BGG). Der blosse Umstand, dass das Bundesgericht den rechtlich relevanten Sachverhalt anders gewürdigt hat als der Gesuchsteller, stellt keinen Revisionsgrund dar.

Auf das Revisionsgesuch ist daher ohne Schriftenwechsel (Art. 127 BGG) nicht einzutreten. Unter den gegebenen Umständen kann offenbleiben, ob das Gesuch überhaupt rechtzeitig eingereicht worden ist (s. Art. 124 BGG).
4.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 121 ff. BGG:
1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden sowie dem Kantonsgericht von Graubünden, Kantonsgerichtsausschuss, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 28. August 2007
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

revisioninadmissibilitystatutory groundsfinal judgmentcosts

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the revision request met a statutory ground under Arts. 121-123 BGG, in particular omission of decisive facts under Art. 121 lit. d BGG.

Extrahierter Entscheid

No statutory revision ground was shown; mere disagreement with the court's factual and legal assessment is insufficient.

Extrahierte Begründung

The applicant only restated his own view of the facts and legal evaluation, without invoking or substantiating any legal revision ground, especially no overlooked decisive fact in the record.

Kernrechtsfrage

Whether the revision request should be decided without exchange of written submissions.

Extrahierter Entscheid

Yes, because the request was inadmissible.

Extrahierte Begründung

Given the absence of any arguable revision ground, the court could dismiss it summarily without a response from the other parties.

Kernrechtsfrage

Allocation of federal court costs.

Extrahierter Entscheid

Costs were imposed on the applicant.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome of the proceeding.

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