Revision of driving license withdrawal denied

1F_1/2010Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung11.03.2010Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court considered a request to revise its judgment 1C_225/2009 concerning a driving licence withdrawal after an unsuccessful control drive. The applicant merely repeated his disagreement with the merits of the earlier judgment and alleged that the court had assessed the evidence wrongly. The Court held that such criticism does not constitute a revision ground under Arts. 121 ff. BGG. It therefore did not enter into the request and ordered the applicant to pay court costs of CHF 500.

Omnilex-Regeste

Art. 121 ff. BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment requires statutory grounds strictly limited to newly discovered decisive facts or evidence, omission to decide on a request, or inadvertent disregard of facts in the file. Mere criticism of the assessment of evidence or of the merits of the prior judgment is not a revision ground. Where no admissible revision ground is pleaded, the Court does not enter into the request; costs are borne by the unsuccessful applicant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1F_1/2010

Urteil vom 11. März 2010
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Bundesrichter Reeb, Eusebio,
Gerichtsschreiber Störi.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchsteller,

gegen

Strassenverkehrsamt des Kantons Luzern,
Verwaltungsgericht des Kantons Luzern.

Gegenstand
Sicherungsentzug des Führerscheins

Revisionsgesuch gegen das bundesgerichtliche Urteil 1C_225/2009.

Sachverhalt:

A.
Das Bundesgericht wies mit Urteil 1C_225/2009 vom 4. November 2009 die Beschwerde X.________, mit der er sich gegen den Entzug seines Führerausweises aufgrund einer nicht bestandenen Kontrollfahrt zur Wehr gesetzt hatte, ab, soweit es darauf eintrat.

B.
Mit Eingabe vom 20. Dezember 2009 kritisierte X.________ diesen bundesgerichtlichen Entscheid und legte dar, dass und weshalb er aus seiner Sicht falsch sei. Vom Bundesgericht darauf hingewiesen, dass seine Eingabe keine Revisionsgründe enthalte und dass sich die Revision eines bundesgerichtlichen Urteils nach den Art. 121 ff. BGG richte, beantragt er mit Eingabe vom 23. Februar 2010 die Revision des oben erwähnten bundesgerichtlichen Urteils.

C.
Vernehmlassungen wurden keine eingeholt.

Erwägungen:

1.
Die Revision eines Bundesgerichtsurteils kann verlangt werden, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind (Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG). Die Revision kann auch verlangt werden, wenn das Bundesgericht einzelne Anträge unbeurteilt liess (Art. 121 lit. c BGG) oder in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigte (Art. 121 lit. d BGG).

2.
Der Gesuchsteller kritisiert in seinem Revisionsgesuch wie bereits in seiner Eingabe vom 20. Dezember 2009 das Urteil des Bundesgerichts. Er wirft ihm vor, seinen Entscheid auf "Advokatengeplänkel" gestützt und dabei den Blick auf die Wirklichkeit verloren, den Prüfbericht des Verkehrsexperten überbewertet und seinem in über 52 Jahren tadellos gebliebenen automobilistischen Leumund zu wenig Rechnung getragen zu haben. Diese Kritik enthält keine Revisionsgründe im Sinne der Art. 121 ff. BGG und ist damit unzulässig.

3.
Auf das Revisionsgesuch ist nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Gesuchsteller kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach wird erkannt:

1.
Auf das Revisionsgesuch wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, dem Strassenverkehrsamt des Kantons Luzern, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Abgaberechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Strassen, Sekretariat Administrativmassnahmen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. März 2010
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Störi

Schlagwörter

revisiondriving licenceadministrative measureinadmissibilitynew factsevidencecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the request met the statutory grounds for revision of a Federal Supreme Court judgment.

Extrahierter Entscheid

The applicant invoked only criticism of the prior judgment, not any recognised revision ground.

Extrahierte Begründung

Revision under Arts. 121 ff. BGG requires newly discovered decisive facts or evidence, omitted requests, or overlooked facts in the file. The filing merely repeated objections to the merits and therefore was inadmissible.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be imposed on the applicant.

Extrahierter Entscheid

Court costs were charged to the applicant because the revision request failed.

Extrahierte Begründung

Under Art. 66(1) BGG, the unsuccessful party bears the costs.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.