Subsidiary constitutional complaint dismissed for insufficient reasoning

1D_3/2007Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung14.05.2007Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X________ challenged the Basel-Stadt Appellationsgericht’s order dismissing his recourse in a naturalization matter and sought review by the Federal Supreme Court through a subsidiary constitutional complaint. The Federal Supreme Court held that the filing did not satisfy the statutory reasoning requirement because it failed to show any violation of constitutional rights. It therefore declined to enter into the complaint under the simplified procedure. Exceptionally, it waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2 BGG; subsidiary constitutional complaint and requirement of substantiated reasoning; non-entry under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. A federal complaint must, in concise and specific manner, indicate which constitutional rights were infringed by the challenged decision and in what respect. Mere disagreement with the outcome or unsubstantiated allegations is insufficient. If the submission manifestly fails to meet this threshold, the Federal Supreme Court may decline to enter in simplified procedure. Costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1D_3/2007 /fun

Urteil vom 14. Mai 2007
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt, Bäumleingasse 1, 4051 Basel.

Gegenstand
Nichteintreten auf das Einbürgerungsgesuch,

Subsidiäre Verfassungsbeschwerde gegen die Verfügung des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt vom 13. April 2007.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
X.________ erhob gegen einen Entscheid des Justizdepartements des Kantons Basel-Stadt vom 2. Oktober 2006 betreffend Nichteintreten auf das Einbürgerungsgesuch Verwaltungsrekurs beim Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt. Mit Verfügung vom 13. April 2007 wies das Appellationsgericht ein vom Rekurrenten eingereichtes Kostenerlassgesuch ab, wies den Rekurs aus dem Recht und schrieb das Verfahren als erledigt ab. Zur Begründung führte das Appellationsgericht zusammenfassend aus, dass der Rekurrent weder ein Kostenerlasszeugnis eingereicht noch den verlangten Kostenvorschuss geleistet habe. Ausserdem habe das Finanzdepartement als instruierende Behörde des Regierungsrats einen Rekurs gegen den Entscheid des Justizdepartements vom 2. Oktober 2006, gegen den sich auch der vorliegende Rekurs ans Verwaltungsgericht richtet, behandelt.
2.
Gegen diese Verfügung des Appellationsgerichts reichte X.________ eine als "Rekurs gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts" bezeichnete Eingabe beim Bundesgericht ein. Der Sache nach handelt es sich dabei um eine subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG). Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
3.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Vorliegend ergibt sich aus den Ausführungen des Beschwerdeführers nicht, inwiefern das Appellationsgericht ihn in seinen verfassungsmässigen Rechten verletzt haben sollte, als es seinen Rekurs mit der angefochtenen Verfügung aus dem Recht wies. Mangels einer hinreichenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG ist daher auf die Beschwerde nicht einzutreten. Da diese offensichtlich keine hinreichende Begründung enthält, kann über sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden.
4.
Ausnahmsweise kann von einer Kostenauflage abgesehen werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 14. Mai 2007
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

naturalizationsubsidiary constitutional complaintadmissibilityreasoning requirementnon-entrycourt costssummary procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the subsidiary constitutional complaint was admissible despite lacking sufficient reasoning under Art. 42(2) BGG.

Extrahierter Entscheid

The complaint did not explain how the cantonal court violated constitutional rights, so the Federal Supreme Court could not enter into the merits.

Extrahierte Begründung

A complaint must, in concise form, show how the challenged decision violates law. The submissions did not meet this minimum reasoning requirement; therefore non-entry was mandatory and the case could be decided summarily.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged to the appellant.

Extrahierter Entscheid

The court exceptionally waived the imposition of costs.

Extrahierte Begründung

Although the complaint was inadmissible, the court decided not to levy costs in the circumstances.

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