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1C_545/2008 ΓÇó Non-entry for insufficiently reasoned appeal in facilitated naturalization case
1C_545/2008Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung06.01.2009Inadmissible
The Municipal Council of Kirchberg filed a precautionary appeal against a Federal Administrative Court judgment concerning facilitated naturalization, but did not submit any reasoning within the statutory deadline. The Federal Supreme Court held that the deadline could not be extended and that the appeal failed to meet the mandatory reasoning requirement. It therefore declined to enter into the appeal in simplified proceedings and ordered that no costs be charged.
Art. 42 Abs. 2, Art. 47 Abs. 1 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of an appeal and non-extendable statutory time limits. An appeal must, in concise form, indicate how the challenged decision violates law; a merely precautionary filing without reasons is insufficient. The appellant bears the burden of substantiating the contested legal error. Where the reasoning defect is manifest, the court may decide in simplified proceedings and declare the appeal inadmissible without calling for observations. Under Art. 47 Abs. 1 BGG, statutory deadlines cannot be extended. Court costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 and 4 BGG.
{T 0/2}
1C_545/2008
Urteil vom 6. Januar 2009
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.
Parteien
Gemeinderat Kirchberg, Beschwerdeführer,
gegen
X.________, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Peter Nideröst,
Bundesamt für Migration, Quellenweg 6, 3003 Bern.
Gegenstand
Erleichterte Einbürgerung,
Beschwerde gegen das Urteil vom 4. November 2008 des Bundesverwaltungsgericht, Abteilung III.
Erwägungen:
1.
Der Gemeinderat Kirchberg erhob mit Eingabe vom 1. Dezember 2008 "vorsorglich Beschwerde" gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III, vom 4. November 2008. Gleichzeitig ersuchte er um Erstreckung der Beschwerdefrist bis 31. Dezember 2008 zur Einreichung einer Beschwerdebegründung. Das Bundesgericht teilte dem Gemeinderat mit Schreiben vom 2. Dezember 2008 mit, dass die Beschwerdefrist als eine gesetzlich bestimmte Frist nicht erstreckt werden könne (Art. 47 Abs. 1 BGG). In der Folge reichte der Gemeinderat innert der Beschwerdefrist keine Beschwerdeergänzung mehr ein. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
2.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Art. 95 ff. BGG nennt die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.
Die Eingabe vom 1. Dezember 2008 enthält keine Beschwerdebegründung. Der Beschwerdeführer legt folglich nicht dar, inwiefern das Bundesverwaltungsgericht Recht verletzt haben sollte, als es die Beschwerde der Gemeinde abwies. Mangels einer genügenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG ist somit auf die Beschwerde nicht einzutreten. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.
3.
Kosten sind keine zu erheben (Art. 66 Abs. 1 und 4 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesamt für Migration und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung III, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 6. Januar 2009
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Féraud Pfäffli