Non-entry due to insufficiently reasoned appeal

1C_508/2010Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung15.11.2010Inadmissible

Zusammenfassung

The heirs challenged a Federal Administrative Court judgment in expropriation proceedings before the Federal Supreme Court. The Court held that the appeal only contained general criticism and did not explain in a legally sufficient way why the lower judgment violated federal or constitutional law. Because the defect was obvious, the Court decided the matter in simplified procedure and did not enter into the appeal. No costs were imposed.

Regest

Art. 42 Abs. 2 and Art. 106 Abs. 2 BGG; admissibility of a federal public law appeal requires concrete and reasoned criticism of the contested reasoning and outcome; mere general objections to the judgment or to proceedings are insufficient. Where the deficiency is manifest, the Federal Supreme Court may refuse to enter into the appeal in the simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 BGG (consid. 1). No court costs may be charged if the circumstances so justify.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1C_508/2010

Urteil vom 15. November 2010
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
Erbengemeinschaft X.________,
vertreten durch A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössische Schätzungskommission, Kreis 9, p.a. Dr. Carla Wassmer, Präsidentin.

Gegenstand
Enteignungsverfahren,

Beschwerde gegen das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung I, vom 12. Oktober 2010.

In Erwägung,
dass die Erbengemeinschaft X.________, vertreten durch A.________, gegen das am 12. Oktober 2010 betreffend Enteignungsverfahren ergangene Urteil der Abteilung I des Bundesverwaltungsgerichts mit Eingabe vom 20. Oktober (Postaufgabe: 21. Oktober) 2010 der Sache nach Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht führt;

dass das Bundesgericht davon abgesehen hat, Vernehmlassungen einzuholen;

dass die Beschwerdeführerin das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts sowie andere Verfahren ganz allgemein beanstandet, dabei aber nicht im Einzelnen darlegt, inwiefern die ihm zugrunde liegende Begründung bzw. das Urteil im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll;

dass die Beschwerde daher den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 sowie Art. 106 Abs. 2 BGG; s. in diesem Zusammenhang BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) nicht zu genügen vermag;

dass demgemäss schon aus diesem Grund auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;

dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;

dass es sich rechtfertigt, für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben;

wird erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Eidgenössischen Schätzungskommission, Kreis 9, und dem Bundesverwaltungsgericht, Abteilung I, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. November 2010
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Bopp

Schlagwörter

admissibilityreasoned appealnon-entrysimplified procedureexpropriationcourt costs