Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

1C_350/2011Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung05.09.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant’s challenge against the grant of a building permit for a roof dormer. It held that the appeal merely raised general objections and failed to meet the specific reasoning requirements of the Federal Supreme Court Act. Because the defect was obvious, the matter was decided in simplified procedure. The appellant was ordered to pay court costs of CHF 500. No party compensation was awarded to the respondent because no compensable effort was incurred.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2 and Art. 106 Abs. 2 BGG; admissibility of a constitutional appeal before the Federal Supreme Court: a mere general criticism of the challenged decision does not satisfy the duty to substantiate, even where constitutional violations are invoked. The appellant must engage specifically with the decisive reasoning of the cantonal judgment and show, by reference to the contested findings, why and in what respect the decision is unlawful. Where this defect is manifest, the Court may dispose of the case summarily under Art. 108 Abs. 1 BGG. Costs follow the outcome pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG; no party compensation is due absent compensable effort.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1C_350/2011

Urteil vom 5. September 2011
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Fred Hofer,
Beschwerdegegnerin,

Stadtrat Brugg, Postfach 290, 5201 Brugg AG,
Departement Bau, Verkehr und Umwelt des
Kantons Aargau, Rechtsabteilung, Entfelderstrasse 22, Buchenhof, 5001 Aarau.

Gegenstand
Beschwerdeverfahren betreffend Baubewilligung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 3. Kammer,
vom 17. Juni 2011.
In Erwägung,
dass der Stadtrat Brugg vom 15. April bis 17. Mai 2010 ein von Y.________ eingereichtes Baugesuch für den Neubau einer Schleppdachlukarne auf dem bestehenden Gebäude Nr. 1301 auf der Parzelle Nr. 1720 am A.________ in Brugg öffentlich auflegte;

dass X.________ am 4. Mai 2010 verschiedene Einwendungen gegen dieses Vorhaben anmeldete;

dass der Stadtrat Brugg das Vorhaben mit Beschluss vom 18. Juni 2010 unter Bedingungen und Auflagen bewilligte, wobei er auf die dagegen erhobenen Einwendungen nicht eintrat;

dass das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt seinerseits eine von X.________ in der Folge erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 6. September 2010 abwies, soweit darauf eingetreten wurde;

dass ebenso erfolglos eine von X.________ beim kantonalen Verwaltungsgericht eingereichte Beschwerde blieb, welche dessen 3. Kammer mit Urteil vom 17. Juni 2011 abgewiesen hat;

dass X.________ gegen dieses Urteil Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht führt;

dass das Bundesgericht davon abgesehen hat, Vernehmlassungen einzuholen;

dass der Beschwerdeführer das angefochtene, einlässlich begründete Urteil - insbesondere auch hinsichtlich des prozentualen Ausmasses der Kubatur der in Frage stehenden Schlepplukarne - nur ganz allgemein beanstandet, dabei aber nicht im Einzelnen darlegt, inwiefern die ihm zugrunde liegenden Erwägungen bzw. das Urteil selber im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein sollen;

dass die Beschwerde daher den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; s. in diesem Zusammenhang BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) nicht zu genügen vermag;

dass demgemäss schon aus diesem Grund auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;

dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;

dass dem Ausgang des Verfahrens entsprechend die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);

dass der Beschwerdegegnerin durch das vorliegende Verfahren kein Aufwand entstanden und daher keine Parteientschädigung zuzusprechen ist;

wird erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Stadtrat Brugg, dem Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons Aargau, sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. September 2011
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Bopp

Schlagwörter

building permitroof dormeradmissibilityreasoning requirementsummary procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal appeal met the statutory pleading and reasoning requirements.

Extrahierter Entscheid

No. The appeal only made general objections and did not show in a concrete manner why the challenged reasoning or judgment was unlawful or unconstitutional.

Extrahierte Begründung

The complaint did not satisfy Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG; the defect was obvious, so the court could decide in simplified procedure under Art. 108(1) BGG.

Kernrechtsfrage

Allocation of federal court costs.

Extrahierter Entscheid

The appellant must bear the federal court costs of CHF 500.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome of the proceedings under Art. 66(1) BGG.

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