Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

1C_315/2008Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung16.07.2008Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged a Lucerne administrative court decision that had found his complaint against a 12-month driving licence withdrawal to be late. The Federal Supreme Court held that the appeal did not meet the reasoning requirement because it failed to address the cantonal court’s grounds for non-entry. As the deficiency was obvious, the matter was decided in simplified procedure without calling for responses. The appeal was therefore not entered into, and court costs of CHF 300 were charged to the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2 BGG; requirement of substantiated reasoning in a federal appeal. A complaint before the Federal Supreme Court must, in concise form, engage with the decisive reasons of the challenged decision and indicate how it infringes federal law; mere repetition of earlier arguments or abstract criticism is insufficient. If the appeal does not address the ratio decidendi of a non-entry decision, the Court will not examine the underlying dispute. An obvious lack of reasoning permits decision in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Court costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1C_315/2008 /fun

Urteil vom 16. Juli 2008
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Aemisegger, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Strassenverkehrsamt des Kantons Luzern, Abteilung Massnahmen, Postfach 162, 6000 Luzern 4.

Gegenstand
Führerausweisentzug,

Beschwerde gegen das Urteil vom 20. Juni 2008 des Präsidenten der Abgaberechtlichen Abteilung des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern.

Erwägungen:

1.
Das Strassenverkehrsamt Luzern, Abteilung Massnahmen, entzog X.________ mit Verfügung vom 23. April 2008 den Führerausweis für 12 Monate. Am 24. April 2008 verweigerte X.________ die Annahme der als Einschreiben versandten Entzugsverfügung. Die Zustellung wurde am 29. April 2008 mit A-Post wiederholt. Dagegen erhob X.________ am 20. Mai 2008 Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Der Präsident der Abgaberechtlichen Abteilung des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern trat mit Urteil vom 20. Juni 2008 wegen verspäteter Beschwerdeeinreichung auf die Beschwerde nicht ein. Der Beschwerdeführer habe die Annahme einer eingeschrieben versandten Originalverfügung ausdrücklich verweigert. Er müsse sich deshalb deren Zustellung mit der Erstsendung entgegenhalten lassen. Die zwanzigtägige Beschwerdefrist habe mit der Erstzustellung der Entzugsverfügung am 24. April 2008 zu laufen begonnen und endete am 14. Mai 2008. Die am 20. Mai 2008 der Post übergebene Beschwerde erweise sich daher als verspätet.

2.
X.________ führt mit Eingabe vom 9. Juli 2008 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Art. 95 ff. BGG nennt die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.

Der Beschwerdeführer setzt sich nicht mit den Ausführungen des Verwaltungsgerichts auseinander, welche zum Nichteintreten auf seine Verwaltungsgerichtsbeschwerde führten. Er vermag folglich nicht darzulegen, inwiefern der verwaltungsgerichtliche Nichteintretensentscheid Recht verletzen sollte. Da die vorgebrachten Ausführungen keine hinreichende Auseinandersetzung mit den Entscheidgründen des angefochtenen Urteils darstellen, ist mangels einer genügenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.

4.
Entsprechend dem Verfahrensausgang trägt der Beschwerdeführer die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das präsidierende Mitglied:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer sowie dem Strassenverkehrsamt und dem Präsidenten der Abgaberechtlichen Abteilung des Verwaltungsgerichtes des Kantons Luzern schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 16. Juli 2008
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Aemisegger Pfäffli

Schlagwörter

driving licence withdrawalinadmissibilitylate filingreasoned appealsimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeal against the cantonal non-entry decision was sufficiently reasoned under Art. 42(2) BGG

Extrahierter Entscheid

The appellant did not engage with the cantonal court's reasoning and therefore failed to show any violation of federal law.

Extrahierte Begründung

A federal appeal must explain in a concise manner how the challenged decision violates the law. Since the submissions did not address the reasons for the non-entry decision, the pleading requirement was not met.

Kernrechtsfrage

Whether the appellant could challenge the late-filing finding and the licence-withdrawal proceedings

Extrahierter Entscheid

No substantive review was possible because the federal appeal was not admissible.

Extrahierte Begründung

The lack of sufficient reasoning meant the Court could not examine the underlying timeliness issue or the merits of the licence withdrawal.

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