Inadmissibility for insufficient reasoning in protection-order appeal

1C_25/2008Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung25.01.2008Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court considered a complaint against a decision of the Horgen District Court judge that had declared the proceedings for judicial review of police protection measures under the Violence Protection Act closed after withdrawal of the request. The appellant did not substantiate any admissible ground of complaint under the BGG. The court therefore refused to enter into the matter in simplified proceedings and waived court costs.

Regest

Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 95 ff. BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirements of reasoning for a complaint to the Federal Supreme Court. A complaint must, in condensed form, set out in what respect the challenged decision is alleged to violate law and must engage with the admissible grounds of appeal. Where no cognizable ground is pleaded and the deficiency is manifest, the court may decline to enter in simplified proceedings. Under Art. 66 Abs. 1 BGG, costs may exceptionally be waived.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1C_25/2008

Urteil vom 25. Januar 2008
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Y.________, Beschwerdegegnerin,
Kantonspolizei Zürich, Fachstelle Häusliche Gewalt, Postfach, 8021 Zürich.

Gegenstand
Gerichtliche Beurteilung der Anordnung von Massnahmen gemäss Gewaltschutzgesetz,

Beschwerde gegen die Verfügung vom 31. Dezember 2007 des Bezirksgerichts Horgen, Haftrichter.

Erwägungen:

1.
Mit Verfügung vom 24. Dezember 2007 ordnete die Kantonspolizei Zürich Schutzmassnahmen gemäss Gewaltschutzgesetz in der Form einer Wegweisung, eines Betretungsverbots (Rayonverbots) und eines Kontaktverbots gegen X.________ bis 7. Januar 2008 an. X.________ verlangte die gerichtliche Beurteilung der mit dieser Verfügung angeordneten Schutzmassnahmen. Der Haftrichter des Bezirksgerichts Horgen schrieb das Verfahren mit Verfügung vom 31. Dezember 2007 infolge Rückzugs des Gesuchs um gerichtliche Beurteilung als erledigt ab und auferlegte X.________ die Gerichtsgebühr von Fr. 150.--.

2.
Gegen diese Verfügung des Haftrichters reichte X.________ beim Bezirksgericht Horgen eine als Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten bezeichnete Eingabe ein. Das Bezirksgericht Horgen überwies die Eingabe mit Schreiben vom 18. Januar 2008 dem Bundesgericht zur weiteren Behandlung. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Art. 95 ff. BGG nennt die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.

Der Beschwerdeführer legt nicht dar, inwiefern die Verfügung des Haftrichters an einem Beschwerdegrund im Sinne von Art. 95 ff. BGG leiden sollte. Mangels einer genügenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG ist daher auf die Beschwerde nicht einzutreten. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.

4.
Auf eine Kostenauflage kann vorliegend verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Kantonspolizei Zürich, Fachstelle Häusliche Gewalt, und dem Bezirksgericht Horgen, Haftrichter, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 25. Januar 2008
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Pfäffli

Schlagwörter

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