Non-entry for insufficiently reasoned complaint against refusal to authorize investigation

1C_143/2012Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung09.03.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The complainant challenged a cantonal decision refusing authorization to open a criminal investigation for lack of any initial suspicion. The Federal Supreme Court held that the appeal did not comply with the reasoning requirements of the Federal Supreme Court Act because it did not identify a valid ground of appeal or engage with the cantonal reasoning. The Court therefore did not enter into the appeal in simplified procedure and waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; requirements of reasoning in appeals to the Federal Supreme Court. An appeal must, in concise but sufficiently specific form, show in what respect the challenged decision violates law; mere criticism or a repetition of the previous case presentation is insufficient. The appellant must address the decisive reasoning of the cantonal judgment and, where constitutional rights are invoked, comply with the qualified pleading burden. If the complaint is manifestly unreasoned, the Court may decide in simplified procedure and decline to enter upon it (consid. 3).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1C_143/2012

Urteil vom 9. März 2012
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________, Beschwerdegegner,

Staatsanwaltschaft See/Oberland, Weiherallee 15, Postfach, 8610 Uster,
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Ermächtigung zur Eröffnung einer Strafuntersuchung,

Beschwerde gegen den Beschluss vom 24. Februar 2012 des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer.

Erwägungen:

1.
Am 2. Februar 2012 überwies die Staatsanwaltschaft See/Oberland die von X.________ gegen Y.________ erhobene Strafanzeige wegen Erpressung dem Obergericht des Kantons Zürich, um über die Ermächtigung zur Eröffnung einer Strafuntersuchung zu entscheiden. Die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich erteilte der Staatsanwaltschaft mit Beschluss vom 24. Februar 2012 die Ermächtigung zum Entscheid über die Untersuchungseröffnung bzw. die Nichtanhandnahme des Verfahrens gegen den Gesuchsgegner nicht. Die Strafkammer führte zusammenfassend aus, dass es an jeglichem Anfangsverdacht gegen den angezeigten Beistand fehle.

2.
X.________ führt mit Eingabe vom 4. März 2012 (Postaufgabe 5. März 2012) Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Beschluss der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.
Die Beschwerdeführerin nennt keinen zulässigen Beschwerdegrund und setzt sich mit der Begründung des angefochtenen Beschlusses nicht auseinander. Aus ihrer Beschwerde ergibt sich nicht, inwiefern die Begründung, die zur Verweigerung der Ermächtigung zur Eröffnung einer Strafuntersuchung führte, bzw. der Beschluss selber im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt daher den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. in diesem Zusammenhang BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) nicht, weshalb auf sie nicht einzutreten ist. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.

4.
Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft See/Oberland sowie der Oberstaatsanwaltschaft und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. März 2012
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli

Schlagwörter

inadmissibilityreasoning requirementssimplified procedurecriminal investigation authorizationno initial suspicioncourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint met the Federal Supreme Court's reasoning requirements

Extrahierter Entscheid

The complaint did not meet the statutory reasoning requirements because it failed to identify an admissible ground of appeal or engage with the cantonal court's reasoning.

Extrahierte Begründung

Under Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG, an appeal must explain in a concise manner how the challenged decision violates law. The appellant did not address the reasoning refusing authorization and did not show why the decision was unlawful or unconstitutional.

Kernrechtsfrage

Whether to review the cantonal refusal to authorize the opening of a criminal investigation

Extrahierter Entscheid

No review on the merits was undertaken because the appeal was not entered upon.

Extrahierte Begründung

The reasoning defect was obvious, allowing the matter to be decided in simplified procedure under Art. 108(1)(b) BGG.

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