Non-entry for insufficiently reasoned appeals in legal aid matter

1C_142/2010Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung16.03.2010Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dealt jointly with two appeals concerning a cantonal legal-aid order and a later non-entry judgment for failure to pay the advance on costs. It held that the appellant merely criticized the decisions in general terms and failed to show any violation of law or constitutional rights. Because the appeals did not satisfy the reasoning requirements of the Federal Supreme Court Act, the court did not enter into them under simplified procedure. The suspensive-effect request became moot, and no court costs were levied, rendering the legal-aid request moot as well.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2 and Art. 106 Abs. 2 BGG; admissibility of an appeal requires reasoned submissions identifying, in a substantiated manner, the allegedly infringed federal law or constitutional rights. Mere general criticism is insufficient. Where this deficiency is manifest, the Federal Supreme Court may refuse entry in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 BGG without obtaining observations. If no costs are charged, requests for legal aid become moot; ancillary requests such as suspensive effect likewise fall away once the main appeal is not entered upon.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1C_142/2010, 1C_144/2010

Urteil vom 16. März 2010
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Departement des Innern des Kantons Solothurn, Ambassadorenhof, 4509 Solothurn.

Gegenstand
Unentgeltliche Rechtspflege,

Beschwerde gegen die Verfügung vom 29. Januar 2010 und das Urteil vom 1. März 2010 des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn.
In Erwägung,
dass X.________ mit Eingaben vom 25./26. Februar und 4. März 2010 gegen eine am 29. Januar 2010 betreffend unentgeltliche Rechtspflege ergangene Verfügung und einen am 1. März 2010 wegen Nichtleisten des Kostenvorschusses ergangenen Nichteintretensentscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn der Sache nach Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) ans Bundesgericht führt;
dass das Bundesgericht davon abgesehen hat, zu den Beschwerden Vernehmlassungen einzuholen;
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, die Beschwerden gegen die zwei genannten Entscheide gemeinsam zu behandeln;
dass der Beschwerdeführer die Entscheide ganz allgemein kritisiert und dabei aber nicht darlegt, inwiefern sie rechts- bzw. verfassungswidrig sein sollen;
dass die Beschwerden daher den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG, s. in diesem Zusammenhang BGE 134 II 349 E. 3 S. 351 f. sowie 133 II 249 insb. E. 1.4 S. 254) nicht zu genügen vermögen;
dass daher schon aus diesem Grund auf die Beschwerden nicht einzutreten ist, womit das im Verfahren betreffend das Urteil vom 1. März 2010 gestellte Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos wird;
dass es sich somit erübrigt, die weiteren Eintretensvoraussetzungen zu erörtern;
dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerden im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;
dass es sich rechtfertigt, vorliegend keine Kosten zu erheben, womit das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gegenstandslos wird;
wird erkannt:

1.
Auf die Beschwerden wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer sowie dem Departement des Innern und dem Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 16. März 2010
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Bopp

Schlagwörter

legal aidadmissibilityreasoned appealconstitutional complaintcost advancenon-entrysuspensive effectsimplified procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the appeals were sufficiently reasoned to meet the admissibility requirements.

Extrahierter Entscheid

No. The appellant only criticized the decisions in general terms and did not explain how they violated law or constitutional rights.

Extrahierte Begründung

The submissions did not satisfy Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG; the deficiency was obvious, so the court could decide summarily without inviting responses.

Kernrechtsfrage

Whether the request for suspensive effect in the appeal against the March 1, 2010 judgment remained relevant.

Extrahierter Entscheid

No. Since the appeal was not entered upon, the request became moot.

Extrahierte Begründung

Non-entry on the appeal removed any need to decide provisional relief.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged and whether legal aid should be granted.

Extrahierter Entscheid

No costs were levied, so the legal-aid request became moot.

Extrahierte Begründung

Given the circumstances, the court waived costs; therefore no ruling on legal aid was necessary.

Setzen Sie Ihre Recherche in ChatGPT oder Claude fort

Verbinden Sie Omnilex, um den Rechtskorpus über Ihren KI-Assistenten zu durchsuchen.