Non-entry for lack of substantiation under Art. 93 BGG

1B_601/2011Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung04.11.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X.________ challenged an order of the Zurich High Court that had forwarded his complaint against a prosecutorial discontinuance decision to the prosecutor for comments and the file. The Federal Supreme Court held that the challenged ruling was an interlocutory decision. Because the appellant did not even attempt to demonstrate an irreparable harm within the meaning of Art. 93(1)(a) BGG, the appeal was inadmissible and the Court decided it in simplified proceedings. No costs were charged.

Omnilex-Regeste

Art. 93 BGG; admissibility of an appeal against an interlocutory decision and burden to demonstrate irreparable harm. An appeal against a non-final decision is admissible only under the statutory exceptions. Where neither jurisdiction nor recusal is concerned, the appellant must specifically allege and substantiate the existence of irreparable prejudice; the Federal Supreme Court does not investigate this point ex officio. If the appeal manifestly lacks such substantiation, it is not entered into and may be decided under Art. 108(1) BGG. Costs may exceptionally be waived under Art. 66(1) BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1B_601/2011

Urteil vom 4. November 2011
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl, Stauffacherstrasse 55, Postfach, 8026 Zürich.

Gegenstand
Strafverfahren; Kosten und Entschädigungsfolgen,

Beschwerde gegen die Verfügung vom 23. September 2011 des Obergerichts des Kantons Zürich,
III. Strafkammer.

Erwägungen:

1.
Die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich übermittelte mit Verfügung vom 23. September 2011 die von X.________ gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl erhobene Beschwerde der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl zur Stellungnahme und Einsendung der Akten innert 10 Tagen.

2.
X.________ führt mit Eingabe vom 20. Oktober 2011 (Postaufgabe 22. Oktober 2011) Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.
Bei der angefochtenen Verfügung der III. Strafkammer handelt es sich nicht um einen Endentscheid im Sinne des BGG, sondern um einen Zwischenentscheid. Gegen Vor- und Zwischenentscheide, die weder die Zuständigkeit noch den Ausstand betreffen (s. dazu Art. 92 BGG), ist die Beschwerde ans Bundesgericht gemäss Art. 93 Abs. 1 BGG zulässig, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (lit. a) oder - was indes hier von vornherein ausser Betracht fällt - wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (lit. b).
Dabei ist es Sache des Beschwerdeführers, die Eintretensvoraussetzungen von Art. 93 BGG darzulegen. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, von Amtes wegen Nachforschungen anzustellen, inwiefern ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG gegeben sein sollte (BGE 134 III 426 E. 1.2; 133 III 629 E. 2.3.1).
Der Beschwerdeführer legt nicht ansatzweise dar und es ist denn auch nicht ersichtlich, inwiefern die angefochtene Verfügung einen solchen Nachteil gemäss Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirken könnte. Auf die Beschwerde ist somit nicht einzutreten. Da diese in Bezug auf Art. 93 BGG offensichtlich keine hinreichende Begründung enthält, kann über sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden.

4.
Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. November 2011
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli

Schlagwörter

interlocutory decisioninadmissibilityirreparable harmburden of substantiationsimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint against the cantonal interlocutory order was admissible under Art. 93 BGG

Extrahierter Entscheid

The decision was an interlocutory order, and the appellant failed to show any irreparable harm; the Federal Supreme Court therefore would not entertain the appeal.

Extrahierte Begründung

Under Art. 93 BGG, an appeal against a non-final decision is only admissible in limited cases. The burden is on the appellant to explain why the conditions are met. No such showing was made, and none was apparent.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged

Extrahierter Entscheid

No costs were imposed.

Extrahierte Begründung

The Court exercised its discretion to waive costs under Art. 66(1) BGG.

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