Non-entry for lack of last instance in criminal complaint

1B_437/2012Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung26.07.2012Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The complainant challenged a Zurich public prosecutor’s non-entry order directly before the Federal Supreme Court. The Court held that the complaint was not last-instance because an appeal to the Zurich Cantonal Court of Appeal was still available under the notice of remedies. It therefore did not enter into the complaint and sent it to the III. Criminal Chamber of the Zurich Cantonal Court of Appeal for further handling. Because the filing was manifestly hopeless, the request for legal aid was denied, and no court costs were charged.

Omnilex-Regeste

Art. 80 BGG; admissibility requires exhaustion of the cantonal remedies and a last-instance decision. Where the contested decision is accompanied by a correct notice of appeal to a higher cantonal court, a direct complaint to the Federal Supreme Court is inadmissible. A manifestly inadmissible complaint is also obviously devoid of prospects, so legal aid must be refused under Art. 64 BGG. In such circumstances, however, the Court may waive the levying of costs pursuant to Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1B_437/2012

Urteil vom 26. Juli 2012
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Strafverfahren; Nichtanhandnahme,

Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. Juli 2012.

In Erwägung,
dass X.________ gegen die am 20. Juli 2012 in Anwendung von Art. 310 StPO ergangene Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland mit Eingabe vom 24. Juli 2012 Beschwerde ans Bundesgericht führt;

dass gemäss der der Verfügung beigefügten Rechtsmittelbelehrung dagegen zunächst das Rechtsmittel der Beschwerde ans Obergericht des Kantons Zürich offen steht, wie dies der Beschwerdeführerin denn auch aus andern, ähnlich gelagerten Fällen bestens bekannt ist;

dass somit wegen fehlender Letztinstanzlichkeit auf die vorliegende Beschwerde nicht einzutreten (s. Art. 80 BGG) und diese ans Obergericht des Kantons Zürich zur weiteren Behandlung zu überweisen ist;

dass die vorliegende Beschwerde nach dem Gesagten offensichtlich unzulässig ist und daher über sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;

dass bei somit offensichtlich aussichtsloser Beschwerde das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung abzuweisen ist (Art. 64 BGG);

dass es sich indes bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, für das bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
Die gegen die am 20. Juli 2012 ergangene Nichtanhandnahmeverfügung gerichtete Beschwerde vom 24. Juli 2012 geht an die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich zur weiteren Behandlung.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Es werden keine Kosten erhoben.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft See/Oberland und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 26. Juli 2012

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Bopp

Schlagwörter

inadmissibilitylast-instance requirementnon-entry decisionlegal aidcost waivercriminal procedure

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the complaint against the prosecutor’s non-entry decision was admissible before the Federal Supreme Court

Extrahierter Entscheid

The complaint was inadmissible because the cantonal appellate remedy to the Zurich Cantonal Court of Appeal had not been exhausted.

Extrahierte Begründung

The decision was not final within the meaning of Art. 80 BGG, as the remedy to the Obergericht des Kantons Zürich was still available and known to the complainant.

Kernrechtsfrage

Whether legal aid should be granted

Extrahierter Entscheid

Legal aid was refused because the complaint was obviously hopeless.

Extrahierte Begründung

Since the filing was manifestly inadmissible, it lacked prospects of success under Art. 64 BGG.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged

Extrahierter Entscheid

No costs were levied for the federal proceedings.

Extrahierte Begründung

The court considered the circumstances justified waiving costs under Art. 66(1) BGG.

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