Non-entry for insufficiently reasoned appeal against extension of substitute measures

1B_4/2009Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung15.01.2009Inadmissible

Zusammenfassung

X. appealed to the Federal Supreme Court against the Horgen district court judge’s order extending substitute measures. The Court held that the appeal did not satisfy the statutory reasoning requirements because X. failed to explain how the order violated federal or constitutional law. It therefore did not enter into the appeal in simplified procedure. As an exception, the Court ordered that no costs be charged.

Regest

Art. 42 Abs. 2 and Art. 106 Abs. 2 BGG; admissibility of a constitutional or criminal appeal depends on specific, substantiated criticism of the challenged decision. A mere assertion that the decision is unlawful is insufficient. Where the deficiency in reasoning is manifest, the Federal Supreme Court may decide by simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG and enter a non-entry order. Costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1B_4/2009

Urteil vom 15. Januar 2009
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich, Gewaltdelikte, Molkenstrasse 15/17, Postfach 2251, 8026 Zürich.

Gegenstand
Verlängerung der Ersatzmassnahmen,

Beschwerde gegen die Verfügung vom 10. Dezember 2008 des Bezirksgerichts Horgen, Haftrichter.
In Erwägung,
dass X.________ gegen die am 10. Dezember 2008 betreffend Verlängerung von Ersatzmassnahmen ergangene Verfügung des Haftrichters des Bezirksgerichts Horgen der Sache nach Beschwerde in Strafsachen führt;
dass der Beschwerdeführer nicht darlegt, inwiefern die Verfügung rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll;

dass die Beschwerde daher den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG, s. in diesem Zusammenhang BGE 133 II 249 insb. E. 1.4 S. 254) nicht zu genügen vermag;

dass somit mangels einer genügenden Begründung auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;

dass der Begründungsmangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann;

dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, ausnahmsweise keine Kosten zu erheben (s. Art. 66 Abs. 1 BGG);

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich und dem Bezirksgericht Horgen, Haftrichter, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. Januar 2009
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Féraud Bopp

Schlagwörter

admissibilityreasoned appealsubstitute measuresnon-entrycost waiversimplified procedure