No federal jurisdiction over detention-release complaint

1B_395/2013Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung12.11.2013Inadmissible

Zusammenfassung

The accused challenged a detention-release decision and sought release from security detention directly before the Federal Supreme Court. The Court held that the challenged Winterthur coercive-measures court decision was not a last cantonal instance decision, since an appeal was still available to the Zurich Cantonal Court, Criminal Chamber. Applying the simplified procedure, it did not enter into the complaint, transmitted the filings to the competent cantonal court, and waived court costs.

Regest

Art. 80 Abs. 1 BGG; admissibility of a complaint in criminal matters requires a decision of the last cantonal instance. Where the impugned decision is, according to the remedy instruction, still open to cantonal appellate review, the Federal Supreme Court lacks jurisdiction and will not enter into the complaint in summary procedure under Art. 108 Abs. 1 BGG (consid. 2). If appropriate, the submissions are to be transmitted to the competent cantonal authority. Costs may be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 3).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}

1B_395/2013

Urteil vom 12. November 2013

I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich, Molkenstrasse 15/17, Postfach 2251, 8026 Zürich.

Gegenstand
Haftentlassungsgesuch,

Beschwerde gegen den Entscheid vom 18. Oktober 2013 des Zwangsmassnahmengerichts des Bezirkes Winterthur.

Erwägungen:

1.

X.________ erhob mit Eingabe vom 28. Oktober 2013 (Postaufgabe 31. Oktober 2013) Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht und beantragte seine Entlassung aus der Sicherheitshaft. Da der angefochtene Entscheid der Eingabe nicht beilag, forderte das Bundesgericht X.________ mit Verfügung vom 4. November 2013 auf, diesen nachzureichen, ansonsten die Rechtsschrift unbeachtet bleibe (Art. 42 Abs. 5 BGG). Am 11. November 2013 reichte X.________ eine Beschwerdeergänzung sowie eine Verfügung des Bezirksgerichts Winterthur, Zwangsmassnahmengericht, vom 18. Oktober 2013 ein, gegen welche sich die vorliegende Beschwerde richten sollte. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

2.

Die Beschwerde ans Bundesgericht ist gemäss Art. 80 Abs. 1 BGG zulässig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen. Gegen die vorliegend angefochtene Verfügung des Bezirksgerichts Winterthur, Zwangsmassnahmengericht, steht indessen gemäss der Rechtsmittelbelehrung die Beschwerde an die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich offen. Mangels eines letztinstanzlichen kantonalen Entscheids ist somit auf die vorliegende Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten. Die Eingaben des Beschwerdeführers sind an die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich zu überweisen.

3.

Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Kosten erhoben.

3.

Die Eingaben des Beschwerdeführers werden an die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich überwiesen.

4.

Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich, dem Zwangsmassnahmengericht des Bezirkes Winterthur und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 12. November 2013

Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli

Schlagwörter

detentionadmissibilitylast cantonal instancetransfercourt costs