Inadmissibility of appeal for insufficient reasoning

1B_298/2011Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung27.06.2011Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X. appealed to the Federal Supreme Court against the Zurich High Court’s refusal to appoint free legal counsel. The Court held that the appeal did not satisfy the mandatory reasoning requirements because it only made general objections and did not identify why the lower court’s decision was unlawful or unconstitutional. As the defect was manifest, the Court decided the matter in simplified proceedings and declined to enter into the appeal. No costs were charged.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2 and Art. 106 Abs. 2 BGG; admissibility of a federal appeal requires substantiated reasoning directed against the contested grounds of the decision. A merely general criticism of the cantonal judgment, without showing in concrete terms why it is unlawful or unconstitutional, is insufficient. If the defect is obvious, the Federal Supreme Court may refuse to enter into the appeal in simplified proceedings under Art. 108 Abs. 1 BGG and may waive costs under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1B_298/2011

Urteil vom 27. Juni 2011
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Florhofgasse 2, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Bestellung eines unentgeltichen Rechtsbeistands,

Beschwerde gegen den Beschluss vom 12. Mai 2011 des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer.

In Erwägung,
dass die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich mit Beschluss vom 12. Mai 2011 eine von X.________ betreffend unentgeltliche Rechtsbeistandschaft erhobene Beschwerd abgewiesen hat;

dass X.________ hiergegen mit Eingabe vom 10. Juni (Postaufgabe: 13. Juni) 2011 der Sache nach Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff. BGG) ans Bundesgericht führt;

dass das Bundesgericht davon abgesehen hat, Vernehmlassungen einzuholen;

dass der Beschwerdeführer den angefochtenen Beschluss ganz allgemein beanstandet, dabei aber nicht im Einzelnen darlegt, inwiefern die zugrunde liegenden Erwägungen bzw. der Beschluss im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein sollen;

dass die Beschwerde daher den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 sowie Art. 106 Abs. 2 BGG; s. in diesem Zusammenhang BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53 und 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) nicht zu genügen vermag;

dass demgemäss schon aus diesem Grund auf die Beschwerde nicht einzutreten ist, womit es sich erübrigt, die weiteren Eintretensvoraussetzungen zu erörtern;

dass der genannte Mangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG entschieden werden kann;

dass von einer Kostenauflage abgesehen werden kann (Art. 66 Abs. 1 BGG);

wird erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer sowie der Oberstaatsanwaltschaft und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 27. Juni 2011
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Fonjallaz Bopp

Schlagwörter

inadmissibilityreasoned appealfree legal assistancecriminal appealsummary procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the federal appeal met the formal reasoning requirements for admissibility.

Extrahierter Entscheid

No. The appellant merely criticized the challenged decision in general terms and did not explain concretely why it was unlawful or unconstitutional.

Extrahierte Begründung

The submission failed to comply with Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG; the defect was obvious, so the court could decide summarily and decline to examine further admissibility conditions.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged.

Extrahierter Entscheid

No costs were charged.

Extrahierte Begründung

Given the obvious deficiency, the court exercised its discretion to waive costs under Art. 66(1) BGG.

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