Non-entry for insufficiently reasoned criminal appeal

1B_209/2007Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung20.09.2007Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The appellant challenged a cantonal procedural decision concerning the execution of a prison sentence and the stay of execution. The Federal Supreme Court held that his complaint did not comply with the duty to state reasons because it failed to engage with the cantonal court’s reasoning or explain a violation of law. The defect was obvious, so the case was decided in simplified procedure. The court therefore declined to enter into the complaint and waived court costs.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; inadmissibility of a federal complaint for lack of reasoning. A complaint must, in concise form, indicate with reference to the contested decision why it infringes federal law; a merely appellatory submission or a filing that does not address the decisive reasoning does not satisfy the duty to state reasons. Where the deficiency is manifest, the Federal Supreme Court may decide in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG and declare the complaint inadmissible without entering into the merits. Art. 66 Abs. 1 BGG permits waiver of costs where the circumstances justify it.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1B_209/2007 /fun

Urteil vom 20. September 2007
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Abteilung Verwaltungspolizei des Kantons Glarus, Postgasse 29, 8750 Glarus,
Departement Sicherheit und Justiz des Kantons Glarus, Postgasse 29, 8750 Glarus,
Verwaltungsgericht des Kantons Glarus, Präsident, Spielhof 1, 8750 Glarus.

Gegenstand
Rückversetzung in den Strafvollzug; Zwischenentscheid betreffend aufschiebende Wirkung,

Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung
des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus, Präsident, vom 5. September 2007.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Die Verwaltungspolizei des Kantons Glarus hielt mit Verfügung vom 21. August 2007 wiedererwägungsweise daran fest, dass X.________ sich am 3. September 2007 im Kantonsgefängnis Glarus zum Strafantritt einzufinden habe. Gegen den Wiedererwägungsentscheid erhob X.________ am 27. August 2007 Beschwerde und ersuchte um Gewährung der aufschiebenden Wirkung. Mit Verfügung vom 29. August 2007 erteilte das Departement Sicherheit und Justiz des Kantons Glarus der Beschwerde die aufschiebende Wirkung mit dem Hinweis, dass bei einer allfälligen Abweisung der Beschwerde der Termin für den Strafantritt neu festzusetzen sei. Gegen den Zwischenentscheid erhob X.________ Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Glarus. Das Verwaltungsgericht trat mit Verfügung vom 5. September 2007 mangels eines nicht wiedergutzumachenden Nachteils auf die Beschwerde nicht ein.
2.
X.________ führt mit Eingabe vom 15. September 2007 (Postaufgabe 17. September 2007) Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff. BGG) gegen die Verfügung des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
3.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Vorliegend setzt sich der Beschwerdeführer nicht mit den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung auseinander und legt nicht dar, inwiefern die angefochtene Verfügung Recht verletzen sollte. Da keine sachbezogenen Ausführungen vorliegen, ist mangels einer hinreichenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.
4.
Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer sowie der Abteilung Verwaltungspolizei, dem Departement Sicherheit und Justiz und dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus, Präsident, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 20. September 2007
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schlagwörter

criminal enforcementsuspensive effectnon-entryreasoned appealsimplified procedurecourt costs

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the criminal complaint was sufficiently reasoned under Art. 42(2) BGG

Extrahierter Entscheid

The complaint did not contain any case-specific reasoning showing how the challenged decision violated federal law.

Extrahierte Begründung

The appellant failed to engage with the cantonal decision and to explain, in a concise manner, why it was unlawful; the defect was manifest.

Kernrechtsfrage

Whether costs should be imposed

Extrahierter Entscheid

No court costs were charged.

Extrahierte Begründung

The Federal Supreme Court exercised its discretion to waive costs.

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