Non-entry for failure to pay court advance

1B_14/2013Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung27.03.2013Inadmissible

Zusammenfassung

The Federal Supreme Court held that the complainant had failed to pay the ordered CHF 1,000 advance even within the extended deadline and had not applied for legal aid. As a result, the court did not enter into the complaint under Art. 62(3) and Art. 108(1)(a) BGG. The court further decided not to charge costs for the federal proceedings.

Regest

Art. 62 Abs. 3 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; non-payment of the court advance after expiry of the grace period leads to non-entry on the complaint, unless relief is granted by legal aid. If the appellant is expressly informed of the advance and of the possibility of legal aid but neither pays nor applies for such aid, the court may decide by summary procedure not to entertain the matter. Costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1B_14/2013

Urteil vom 27. März 2013
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Aemisegger, präsidierendes Mitglied,
Gerichtsschreiber Bopp.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Y.________, Staatsanwaltschaft Baden, Mellingerstrasse 207, 5405 Dättwil,
Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Aargau, Frey-Herosé-Strasse 20, 5001 Aarau.

Gegenstand
Strafverfahren; Ausstand,

Beschwerde gegen den Entscheid vom 7. Dezember 2012 der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Aargau.
In Erwägung,
dass die Beschwerdeführerin den ihr auferlegten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- auch innerhalb der ihr angesetzten Nachfrist bis 26. Februar 2013 nicht geleistet hat;
dass ihr gemäss Schreiben vom 20. Februar 2013 mitgeteilt worden ist, dass der Kostenvorschuss nach Massgabe der (ihr nach ihren eigenen Ausführungen offensichtlich bekannten) gesetzlichen Bestimmungen und praxisgemäss festgesetzt worden ist;
dass sie dabei insbesondere auch auf die Möglichkeit eines Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege (Art. 64 BGG) aufmerksam gemacht worden ist;
dass sie indes nicht nur den Kostenvorschuss nicht geleistet, sondern auch kein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt hat;
dass somit gestützt auf Art. 62 Abs. 3 BGG im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;
dass davon abgesehen werden kann, für das vorliegende Verfahren Kosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 BGG);

wird erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien sowie der Oberstaatsanwaltschaft und dem Obergericht des Kantons Aargau, Beschwerdekammer in Strafsachen, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 27. März 2013
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Das präsidierende Mitglied: Aemisegger

Der Gerichtsschreiber: Bopp

Schlagwörter

court advancenon-entrylegal aidsummary procedurecosts waiver