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1B_138/2008 ΓÇó Non-entry for failure to produce the challenged detention decision
1B_138/2008Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung29.05.2008Inadmissible
X. filed a complaint against a detention order but did not enclose the challenged decision. The Federal Supreme Court invited him to submit it by 29 May 2008, warning of non-entry under Art. 42(5) BGG. The mailing was returned because he had left without leaving a new address. The Court held that it was his duty to remain reachable and that it had no duty to search for him. It therefore did not enter into the appeal in simplified procedure and waived court costs.
Art. 42 Abs. 5 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG; non-entry for failure to cure a formal defect in the appeal. Where the appellant omits the challenged decision despite a judicial invitation, the court may decline to enter if the defect is not remedied within the set time limit. It is the appellant’s duty, after filing the appeal, to ensure that he remains reachable for service of judicial acts; the Federal Supreme Court is under no obligation to investigate an undisclosed new address. In such circumstances, the court may proceed in simplified procedure and, depending on the case, waive costs.
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1B_138/2008 /fun
Urteil vom 29. Mai 2008
I. öffentlich-rechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Bopp.
Parteien
X.________, Beschwerdeführer,
gegen
Justizkommission des Obergerichts des Kantons Zug, Aabachstrasse 3, Postfach 760, 6301 Zug.
Gegenstand
Haftbeschwerde.
In Erwägung,
dass X.________ mit Schreiben vom 12. Mai 2008 gegen einen ihn betreffenden Haftentscheid der Sache nach Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff. BGG) erhoben hat;
dass das Bundesgericht den Beschwerdeführer mit - an die von ihm angegebene Adresse gerichtetem - Schreiben vom 19. Mai 2008 einlud, den von ihm erwähnten, der Beschwerde allerdings nicht bereits beigelegten Entscheid bis am 29. Mai 2008 nachzureichen, ansonsten auf seine Rechtsschrift nicht eingetreten werden könne (Art. 42 Abs. 5 BGG);
dass die betreffende Gerichtsurkunde dem Beschwerdeführer nicht zugestellt werden konnte und ans Bundesgericht retourniert worden ist mit dem Hinweis "Abgereist ohne Adressangabe";
dass es nicht Sache des Bundesgerichts ist, nach einem ihm nicht mitgeteilten neuen Aufenthaltsort des Beschwerdeführers zu forschen;
dass vielmehr dieser selber nach allgemeinen prozessualen Grundsätzen gehalten gewesen wäre, nach erhobener Beschwerde dafür zu sorgen, dass ihm behördliche Akte zugestellt werden können (vgl. etwa BGE 130 III 396 E. 1.2.3 S. 399);
dass der Beschwerdeführer den genannten Mangel somit nicht behoben hat und demzufolge auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist;
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, für das bundesgerichtliche Verfahren keine Kosten zu erheben;
erkennt der Präsident:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und der Justizkommission des Obergerichts des Kantons Zug schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 29. Mai 2008
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
Féraud Bopp