Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

1B_115/2012Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung06.03.2012Inadmissible

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

X. filed a criminal complaint against his former wife, Y., and challenged the cantonal decision confirming the dismissal of the investigation. Before the Federal Supreme Court, he failed to present any admissible ground of appeal or to address the reasoning of the cantonal judgment with the required specificity. The court therefore held the complaint to be manifestly insufficiently reasoned and decided the matter in simplified procedure without ordering observations. The complaint was not entered into, and no court costs were charged.

Omnilex-Regeste

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a complaint to the Federal Supreme Court requires concise but specific reasoning showing how the contested decision violates law. The appellant must engage with the decisive grounds of the cantonal decision and indicate the federal or constitutional norms allegedly breached. A mere disagreement with the result, or unsupported assertions, is insufficient. Where the reasoning defect is manifest, the court may dispose of the matter by simplified procedure and decline to enter into the complaint (consid. 3).

Gesamter Gesetzestext

{T 0/2}
1B_115/2012

Urteil vom 6. März 2012
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Fonjallaz, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Verfahrensbeteiligte
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Y.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Rüdy,

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,
Hermann Götz-Strasse 24, Postfach, 8401 Winterthur.

Gegenstand
Einstellung der Untersuchung,

Beschwerde gegen den Beschluss vom 26. Januar 2012 des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer.

Erwägungen:

1.
X.________ erstattete am 13. Oktober 2008 Strafanzeige gegen seine frühere Ehefrau, Y.________, wegen Betrugs, Veruntreuung, Falschbeurkundung, Erschleichung einer falschen Beurkundung und eventuell weiterer Delikte. Mit Eingaben vom 14. April und 27. Juli 2009 ergänzte X.________ seine Strafanzeige. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland stellte mit Verfügung vom 29. August 2011 das Strafverfahren gegen Y.________ ein. Dagegen erhob X.________ Beschwerde, welche die III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich mit Beschluss vom 26. Januar 2012 abwies, soweit sie darauf eintrat.

2.
X.________ führt mit Eingabe vom 29. Februar 2012 Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss der III. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 26. Januar 2012. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.

3.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Bestimmungen von Art. 95 ff. BGG nennen die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe.

Der Beschwerdeführer, der keinen zulässigen Beschwerdegrund nennt, setzt sich mit der Begründung im obergerichtlichen Beschluss nicht rechtsgenüglich auseinander. Er legt nicht im Einzelnen dar, inwiefern die Begründung bzw. der Beschluss selber im Ergebnis rechts- bzw. verfassungswidrig sein soll. Die Beschwerde genügt daher den gesetzlichen Formerfordernissen (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. in diesem Zusammenhang BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen) nicht, weshalb auf sie nicht einzutreten ist. Der Begründungsmangel ist offensichtlich, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden kann.

4.
Auf eine Kostenauflage kann verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. März 2012
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Fonjallaz

Der Gerichtsschreiber: Pfäffli

Schlagwörter

inadmissibilityreasoning requirementscriminal proceduresimplified procedurecost waiver

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether the criminal complaint to the Federal Supreme Court was sufficiently reasoned and admissible.

Extrahierter Entscheid

The complaint did not meet the statutory reasoning requirements and could not be heard.

Extrahierte Begründung

The appellant did not invoke any admissible ground of appeal and failed to engage with the cantonal court's reasoning in a legally specific way; the deficiency was manifest, so simplified non-entry was possible.

Kernrechtsfrage

Whether court costs should be charged.

Extrahierter Entscheid

No court costs were imposed.

Extrahierte Begründung

The court exercised discretion to waive costs under the applicable provision.

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