Project zone for airport approach path not permissible

1A.260/2006Bundesgericht / I. öffentlich-rechtliche Abteilung12.12.2006Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

The Federal Supreme Court dismissed Flughafen Zürich AG's administrative law appeal against the decision of the infrastructure and environment appeals commission, which had annulled a BAZL order establishing a project zone for securing approaches to runway 28. The court held that Art. 37n LFG is not the proper basis for securing approach and departure paths; obstacle limitation and safety-zone rules must be used instead. It also rejected the claim of a denial of the right to be heard and imposed the court fee on the appellant.

Omnilex-Regeste

Art. 37n LFG; project zone for safeguarding airport approach paths; scope of the instrument. A project zone under Art. 37n LFG is not intended to secure approach and departure corridors of an airport. For that purpose, the legal regime governing air-navigation obstacles and safety zones applies, in particular Art. 41 and Art. 42 Abs. 1 lit. a LFG as well as Arts. 59 ff. and 71 ff. VIL. A remittal for a new decision is not warranted where the lower authority has considered the parties' arguments and merely disagreed with them; no denial of the right to be heard arises in such a situation (consid. 2). In summary proceedings under Art. 36a OG, an appeal that is manifestly unfounded is to be dismissed, with costs following the outcome.

Gesamter Gesetzestext

{T 1/2}
1A.260/2006 /ggs

Urteil vom 12. Dezember 2006
I. Öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Bundesrichter Aemisegger, Aeschlimann,
Gerichtsschreiberin Schilling.

Parteien
Flughafen Zürich AG, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwälte Dr. Roland Gfeller und
Roman Geissmann,

gegen

  • Stadt Kloten, handelnd durch den Stadtrat,
    Kirchgasse 7, 8302 Kloten, dieser vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Christoph Schaub,
  • Armin und Silvia Albrecht und Mitbeteiligte,vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Urs Jordi,
  • Bürgerprotest Fluglärm Ost und Mitbeteiligte, vertreten durch Fritz Kauf, Vizepräsident, und Ralph Weidmann, Vorstand,
  • Gemeinde Bassersdorf, handelnd durch den Gemeinderat, Karl Hügin-Platz 1, 8303 Bassersdorf,
    Gemeinde Nürensdorf, handelnd durch den Gemeinderat, Kanzleistrasse 2, Postfach,
    8309 Nürensdorf,
    Stadt Illnau-Effretikon, handelnd durch den Stadtrat, Märtplatz 29, 8307 Effretikon,
    Gemeinde Lindau, handelnd durch den Gemeinderat, Tagelswangerstrasse 2, 8315 Lindau,
    Gemeinde Kyburg, handelnd durch den Gemeinderat, 8314 Kyburg,
    Gemeinde Weisslingen, handelnd durch den Gemeinderat, Dorfstrasse 40, 8484 Weisslingen,
    Gemeinde Zell, handelnd durch den Gemeinderat Zell, Spiegelacker 5, 8486 Rikon im Tösstal,
    alle sieben Gemeinden vertreten durch Rechtsanwältinnen PD Dr. Isabelle Häner und
    Monika Mörikofer,
  • Fluglärmsolidarität und Mitbeteiligte, vertreten durch Rechtsanwalt Kurt Klose,
    Beschwerdegegner,

Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL),
Maulbeerstrasse 9, 3003 Bern,
Eidgenössische Rekurskommission für Infrastruktur und Umwelt, Schwarztorstrasse 53, Postfach 336,
3000 Bern 14.

Gegenstand
Flughafen Zürich, Festlegung einer Projektierungszone betr. Hindernisbegrenzung im Anflug Piste 28; Verfügung des BAZL vom 20. Februar 2006,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid der Eidgenössischen Rekurskommission für Infrastruktur und Umwelt vom 21. November 2006.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
dass das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) auf Gesuch der Flughafen Zürich AG mit Verfügung vom 20. Februar 2006 eine Projektierungszone zur vorläufigen Sicherung der Anflüge auf die Piste 28 erliess,
dass die betroffenen Gemeinden und verschiedene Private bei der Eidgenössischen Rekurskommission für Infrastruktur und Umwelt (Rekurskommission INUM) Beschwerde erhoben,
dass die Rekurskommission INUM die Beschwerden mit Entscheid vom 21. November 2006 gutgeheissen und die Verfügung des BAZL vom 20. Februar 2006 aufgehoben hat,
dass die Flughafen Zürich AG gegen den Entscheid der Rekurskommission INUM Verwaltungsgerichtsbeschwerde führt mit dem HauptAntrag, die vom BAZL festgelegte Projektierungszone vollumfänglich zu bestätigen,
dass die Beschwerdeführerin den Eventualantrag stellt, die Sache zum Neuentscheid unter Berücksichtigung sämtlicher Vorbringen an die Vorinstanz zurückzuweisen,
dass in prozessualer Hinsicht beantragt wird, der Beschwerde sei in einem ersten Schritt superprovisorisch ohne Anhörung der Gegenparteien aufschiebende Wirkung beizulegen,
dass sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde indes als offensichtlich unbegründet erweist und im Verfahren nach Art. 36a OG abzuweisen ist, was eine superprovisorische Anordnung erübrigt,
dass die Rekurskommission INUM zu Recht festgestellt hat, dass die in Art. 37n des Bundesgesetzes über die Luftfahrt (LFG; SR 748.0) umschriebene Projektierungszone kein rechtliches Instrument zur Sicherung von An- und Abflugwegen eines Flughafens sei und vielmehr nach den Bestimmungen über die Luftfahrthindernisse und die Sicherheitszonen vorgegangen werden müsse (vgl. Art. 41 und Art. 42 Abs. 1 lit. a LFG; Art. 59 ff. und Art. 71 ff. der Verordnung über die Infrastruktur der Luftfahrt vom 23. November 1994 [VIL; SR 748.131.1]),
dass zur Begründung im Einzelnen im Sinne von Art. 36a Abs. 3 OG auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden kann,
dass auch kein Anlass für die Rückweisung der Sache zur Neubeurteilung besteht, liegt doch darin, dass die Vorinstanz den Argumentationen des BAZL und der Beschwerdeführerin nicht gefolgt ist, keine Verweigerung des rechtlichen Gehörs,
dass die bundesgerichtlichen Kosten dem Ausgang des Verfahrens gemäss der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 156 Abs. 1 OG) und
dass keine Beschwerdeantworten eingeholt worden und daher auch keine Parteientschädigungen zuzusprechen sind.

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.
3.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) und der Eidgenössischen Rekurskommission für Infrastruktur und Umwelt schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. Dezember 2006
Im Namen der I. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Schlagwörter

project zoneairport approach pathobstacle limitationsafety zoneright to be heardcourt costssummary proceedings

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Whether a project zone under Art. 37n LFG may be used to secure airport approach paths.

Extrahierter Entscheid

No. The project zone is not the legal instrument for safeguarding approach and departure paths; the relevant rules on obstacle limitation and safety zones must be applied instead.

Extrahierte Begründung

The court upheld the appellate commission's view that Art. 37n LFG serves a different purpose and that the special provisions in Art. 41 and Art. 42(1)(a) LFG together with Arts. 59 ff. and 71 ff. VIL govern this subject.

Kernrechtsfrage

Whether the case had to be remitted for a new decision because of an alleged denial of the right to be heard.

Extrahierter Entscheid

No. The lower authority's disagreement with the appellant's arguments did not amount to a denial of the right to be heard.

Extrahierte Begründung

There was no procedural defect requiring remand; the appellant's arguments had been considered, even though rejected.

Kernrechtsfrage

Allocation of court costs and party compensation.

Extrahierter Entscheid

Costs were charged to the losing appellant, and no party compensation was awarded because no response briefs were obtained.

Extrahierte Begründung

Costs follow the outcome of the proceedings; absent exchange of responses, no compensation was justified.

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