Deadline for complaint over exempt bankruptcy property

BGE 83 III 20Amtliche Sammlung des Bundesgerichts (BGE) / Band III20.03.1957

Zusammenfassung

The bankrupt's father claimed ownership of a motorcycle. The court stated that the deadline for a complaint against the refusal to release the item as a competence good runs from notification of the bankruptcy office's refusal. The question whether an asset is exempt must be decided before the art. 242 SchKG exclusion procedure; if the estate recognizes the third-party claim, that procedure is omitted under art. 54(2) KV.

Regest

Art. 54 Abs. 2 KV; Art. 242 SchKG; Art. 106-109 SchKG; the admissibility and timeliness of complaints concerning the exclusion of alleged competence items in bankruptcy. The question whether an asset is exempt from execution must be settled before the art. 242 SchKG vindication procedure. If the bankruptcy estate recognizes the third-party ownership claim as a competence item, the vindication procedure falls away. The complaint period against a refusal to release such an object begins upon notification of that refusal, irrespective of a third-party ownership assertion (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

Urteilskopf

83 III 20

  1. Auszug aus dem Entscheid vom 20. März 1957 i.S. Weder.

Erwägungen

ab Seite 20

Der Vater des Gemeinschuldners hatte das streitige Motorrad als sein Eigentum beansprucht. Dies ändert jedoch nichts daran, dass die Frist für die Beschwerde auf Ausscheidung dieses Gegenstands als Kompetenzstück von der Mitteilung der die Freigabe ablehnenden Verfügung des Konkursamtes an lief. Wie bei der Pfändung die Frage der Unpfändbarkeit vor Einleitung des Widerspruchsverfahrens im Sinne von Art. 106-109 SchKGzu lösen ist (JAEGER N. 1 C zu Art. 92 SchKG; BGE 28 I 87 E. 3 = Sep.ausg. 5 S. 35; Entscheide vom 9. Oktober 1954 i.S.

Engler und vom 3. September 1955 i.S. Tornado AG; vgl. auch BGE 77 III 108 /109), muss im Konkurs die Frage der Ausscheidung von Kompetenzstücken (gegebenenfalls unter Beachtung von BGE 60 III 118 f., wonach die Kompetenzansprüche in erster Linie unstreitig mit dem Gemeinschuldner gehörenden Gegenständen zu befriedigen sind) vor Durchführung des Aussonderungsverfahrens nach Art. 242 SchKG erledigt werden. Dies ergibt sich schlüssig aus Art. 54 Abs. 2 KV, wo bestimmt wird, dass das Verfahren nach Art. 242 SchKG unterbleibe, wenn von Dritten zu Eigentum angesprochene Gegenstände von der Masse als Kompetenzstücke anerkannt werden, und wurde übrigens von der Rechtsprechung mit überzeugender Begründung auch schon vor Erlass dieser Vorschrift angenommen (vgl. die von JAEGER in N. 3 zu Art. 224 SchKG angeführten Entscheide, namentlich BGE 26 I 512 und BGE 36 I 764 = Sep. ausg. 3 S. 244, 13 S. 246).

Schlagwörter

bankruptcycompetence itemsdeadlinecomplaintthird-party ownershipexclusion procedure