Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 35.
qu'en matiere de saisie la loi n'a pas entendu distinguer
entre les debiteurs selon le mode de leur retribution, et
du moment que le pourboire est pour certains employes
une source de revenu normale, il n'y a pas de raison pour
ne pas en permettre la saisie.
Certes, lorsque comme en l'espece, l'employe est unique-
ment retribue par les pourboires et n'a pas l'obligation
de les verser dans une caisse commune, ne sera-t-il pas
possible de proceder a la saisie autrement qu'en lui intimant
l'ordre de payer a l'o:ffice des poursuites une somme egale
a la part de Süll gain qui excMe celle qui aura ete jugee
necessaire pour son entretien et celui de sa famille. Mais
une telle sommation su:ffit pour valider la saisie. En
effet, s'il est possible de saisir un salaire futur et encore
incertain en intimant simplement au debiteur !'ordre
de verser a l'o:ffice une part du gain qu'il viendrait a
realiser a partir du jour ou il trouverait une occupation
(RO 78 III 129), on ne voit pas pourquoi il ne serait pas
egalement possible de saisir une part de la valeur de
ses pourboires en le sommant de ve:rSer a l'o:ffice une
somme determinee. Pour eviter toutefois que cette som-
mation ne demeure sans effet, il importera de l'aviser en
meme temps que, faute par lui de s'executer, il encourra
les sanctions prevues par l'art. 169 du code penal.
C'est donc avec raison en l'espece que l'autorite de
surveillance a
invite l'o:ffice des poursuites a aviser la
debitrice qu'elle aura a lui verser chaque semaine la
somme de 10 fr. 40. II y aura lieu cependant de completer
cette communication par la menace des sanctions de
l'art. 169 CPS en cas d'insoumission.
La Ghambre des poursuites et des faillites prononce :
Le recours est rejete.
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 36.
- Entscheid vom 6. Oktober 1953 i. S. Genossenschaft ost-
sehweizerischer Ziegeleibesitzer und Kalksandsteinfabrikanten.
- Rü?kwirkende Yiederherstellung einer zu Unrecht vom Be-
treibungsarnte widerrufenen Pfändung.
- Der Lauf der Frist f':ll' das Verwertungs begehren (Art. 116
SchKG) wird mcht beruhrt dadurch, dass die Pfiindung anderer
Gegenstände noch streitig ist und die Frist in Bezug auf sie
erst später beginnen kann.
- Retablissement retroactif d'une saisie revoquee a tort par
l'office des poursuites.
- Le delai ,8-uquE'.l est sonse la reqnsition de vente (art. 116 LP)
c:o mene s1, pour d autres obJets dont la saisie est encore
ht1g1euse, il ne peut commencer a courir qu'ulterieurement.
- Ripristino con e:ffetto retroattivo d'un pignoramento revocato
a torto dall'ufficio.
- Non influisce sul termine per presentare la domanda di ven-
c;iita (art. l!J LEF) il fatt-0 ehe il pignoramento di altri oggetti
e ancora htig10so e ehe per questi il termine prendera inizio
soltanto piU tardi.
A. -In der Betreibung der Rekurrentin gegen Frau
Ruf, Gipserei in Klosters, pfändete das Betreibungsamt
Klosters am 4. Oktober 1952 vier Möbelstücke und angeb-
liches Gipsereiinventar. Die Schuldnerin
verzichtete auf
allfällige Kompetenzqualität der Möbel, beschwerte sich
aber wegen Unpfändbarkeit der Inventarstücke (insbe-
sondere Leichtmetallformen .
Mit Entscheid vom 6. Juli
1953 hob die kantonale Aufsichtsbehörde die angefoch-
tene Pfändung J) auf und 1vies das Betreibungsamt zu
näherer Prüfung der Unpfändbarkeitsfrage, wenn nötig
mit Hilfe eines Fachmannes, und zu neuer Pfändung
entsprechend dem Ergebnis der Prüfung an.
B. -Das Betreibungsamt stellte jedoch der Rekurrentin
kurzerhand einen Verlustschein aus und bemerkte dazu,
die Aufsichtsbehörde habe sämtliches Mobiliar, Werk-
zeuge und Material )) als unpfändbar bezeichnet. Darüber
beschwerte sich nun die Rekurrentin mit den Anträgen,
der Verlustschein sei aufzuheben, und es sei festzustellen,
dass die seinerzeit
gepfändeten Möbelstücke nach wie vor
gepfändet und gemäss dem Verwertungsbegehren vom
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 36.
7. Januar 1953 umgehend zu verwerten seien ; eventuell
seien sie neu zu pfänden. Ferner seien die 24 Formen
aus Leichtmetall unverzüglich zu pfänden. Die kantonale
Aufsichtsbehörde hiess die Beschwerde mit Entscheid vom
15. September 1953 dahin gut, dass der Verlustschein
aufgehoben werde
und das Betreibungsamt die Pfändung
im Sinne der Erwägungen unverzüglich durchzuführen )),
d. h. die Gegenstände Nr. 1-4 (Möbel) ohne weiteres, die
andern nach näherer Prüfung der Unpfändbarkeitsfrage
und Ausscheidung der Kompetenzstücke, zu pfänden
habe.
0. -Die Rekurrentin hält mit vorliegendem Rekurs
hinsichtlich der vier Möbelstücke an den Hauptanträgen
ihrer Beschwerde fest.
Die Schuldbetreibungs-und Konkurskammer zieht
in Erwägung :
- -Der Rekurs bezieht sich nur auf die vier Möbel-
stücke, weshalb der angefochtene Entscheid, soweit er
die Berufsgerätschaften betrifft, nicht zu überprüfen ist.
Die Rekurrentin nimmt mit Recht den Standpunkt ein,
es
bedürfe keiner nochmaligen Pfändung der Möbel. Zwar
kann nicht einfach festgestellt werden, die Pfändung vom
- Oktober 1952 habe nie zu bestehen aufgehört. Denn
das Betreibungsamt hat sie mittlerweile, wenn auch nicht
ausdrücklich, so doch eindeutig durch Ausstellung eines
Verlustscheins widerrufen.
Darüber hat sich aber die
Rekurrentin mit Recht beschwert, denn die Pfändung der
Möbel war von der Schuldnerin nicht angefochten worden
und daher rechtskräftig geworden. Wenn die kantonale
Aufsichtsbehörde am 6. Juli 1953 die angefochtene
Pfändung )J aufhob, so konnte sich dies nur auf die Berufs-
gerätschaften beziehen, deren Pfändung allein angefochten
war. Nun sind aber die Möbel nicht neu zu pfänden, wie
es
der angefochtene Entscheid anordnet, sondern es ist
die Pfändung der Möbel rückwirkend auf den 4. Oktober
1952, so wie sie damals vollzogen wurde, wieder herzu-
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 36. 161
stellen. Nur so kommt die Rekurrentin in den unge-
schmälerten Genuss ihrer Pfändungsrechte und läuft nicht
wie bei einer neuen Pfändung Gefahr, dass sich wiederum
andere Gläubiger anschliessen könnten.
- -Auf Grund der wiederherzustellenden Pfändung
der Möbel bleibt auch das Verwertungsbegehren vom
- Januar 1953 hinsichtlich dieser Gegenstände vollzieh-
bar. Dem steht nicht entgegen, dass über die Pfändung
anderer Gegenstände, nämlich der Berufsgerätschaften
(insbesondere der Leichtmetallformen) noch nicht end-
gültig verfügt ist, indem das Betreibungsamt nach dem
(insoweit vor Bundesgericht nicht angefochtenen) Ent-
scheide der Vorinstanz darüber neu zu befinden hat. Der
Beginn der Fristen für das Verwertungsbegehren (nach
Art. 116 Abs. 1, eventuell Abs. 2 SchKG oder, wenn es
zu Pfändungsergänzungen kommt, von der letzten dieser
Pfändungen an, vgl. BGE 22 S. 319, was nun auch Art.
25 Abs. 2 VZG anerkennt) ist zwar grundsätzlich für die
ganze
Pfändungsgruppe einheitlich. Doch kann sich unter
Umständen ein anderer Fristbeginn für einzelne Gegen-
stände ergeben. So, wenn später auf Begehren eines
Gläubigers
neue Gegenstände nachgepfändet werden (BGE
III 171). Dasselbe muss gelten, wenn ein Gläubiger
sich erfolgreich über die Belassung von Kompetenz-
stücken beschwerte, während die Pfändung, wie sie das
Betreibungsamt im übrigen vornahm, vom Schuldner nicht
angefochten wurde. In diesem Falle laufen die Fristen
des Art. 116 SchKG für die erst auf Anordnung der Auf-
sichtsbehörde
zu pfändenden Gegenstände -aber nur
insoweit -erst von dieser künftigen Pfändung an. Be-
schwert sich umgekehrt der Schuldner über eine Pfändung,
so berührt dies an und für den Lauf der Fristen des Art.
116 SchKG gar nicht (vgl. BGE 22 S. 659 :ff. ; JAEGER,
Nr. 6 zu Art. 116 SchKG ; BLUMENSTEIN, Handbuch,
S. 420 Anm. 12). Gewiss kann der Beschwerde nach Art. 36
SchKG aufschiebende Wirkung beigelegt werden. Richtet
sie sich aber, wie hier, nur gegen die Pfändung einzelner
11 AS 79 III -1953
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht N° 37.
Gegenstände, so kann auch diese Wirkung nicht weiter
reichen. Für die Möbel, deren Pfändung nicht angefochten
war, blieb es daher beim Lauf der Fristen des Art. 116
SchKG, gleichgültig welches der Enderfolg der nur die
Berufsgeräte betreffenden Beschwerde sei. Das Verwer-
tungsbegehren vom 7. Januar 1953 besteht somit in bezug
auf die Möbel zu Recht. Der Grundsatz, dass Streitigkei-
ten über einzelne gepfändete Gegenstände nicht über den
Rahmen des Streites hinaus die Betreibung hemmen
sollen, liegt auch dem Art. 107 Abs. 2 SchKG zugrunde,
wonach die Widerspruchsklage die Einstellung der Betrei-
bung nur in Hinsicht auf den streitigen Gegenstand
nach sich zieht.
Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkurskammer.
Der Rekurs wird dahin gutgeheissen, dass der kantonale
Entscheid, soweit angefochten, aufgehoben und das Be-
treibungsamt Klosters angewiesen wird, die Pfändung der
Gegenstände 1-4 wiederherzustellen und deren Verwertung
vorzunehmen.
37. Estratto della sentenza 29 settembre 1953
nella causa Filippini.
Procedura di rivendicazione in caso di pignoramento di crediti.
Criterio per l'assegnazione del termine per agire giudizialmente.
Prova dell'asserta cessione del credito al terzo rivendicante.
Widerspriwhsverfahren bei Pfändung von Forderungen.
Kriterium für die Klagefristansetzung nach Art. 107 oder 109
SchKG.
Nachweis der behaupteten Abtretung der Forderung an den Dritt-
ansprecher.
Saisie de creances. Tierce revendication.
Critere applicable a l'assignation du delai pour introduire action.
Preuve de l'allegation selon laquelle la creance a ete cedee au tiers
revendiquant.
A. -In tre esecuzioni promosse dal Cantone Ticino e
dalla Confederazione svizzera contro Primo Brosi l'Ufficio
di Lugano pignoro in data 27 giugno 1953 due crediti
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 37.
vantati dall'escusso verso Roberto Forni a Cassarate e
Tiziano Molinari a
Lugano.
All'atto del pignoramento, la moglie dell'escusso dichiaro
ehe i crediti
staggiti erano gia stati ceduti all'avv. Sergio
Filippini. L'ufficiale esecutore ne fece menzione nel ver-
bale e
assegno in seguito ai creditori procedenti il termine
per promuovere l'azione giudiziaria a norma dell'art. 109
LEF.
Contro tale provvedimento insorse la Commissione di
tassazione del circondario di Lugano, in nome dei credi-
tori, chiedendo ehe l'ufficio avesse a procedere conforme-
mente all'art. 106 LEF.
Con decisione 25 agosto 1953 l' Autorita cantonale di
vigilanza accolse il reclamo, pel motivo ehe l'asserta ces-
sione dei
crediti pignorati non era stata provata.
B. -Questa decisione e stata deferita dall'escusso e dal
terzo rivendicante alla Camera di esecuzione e dei falli-
menti del Tribunale federale, ehe ha respinto il ricorso
per i seguenti
motivi:
La precedente giurisdizione ha rettamente giudicato
ehe nella procedura di rivendicazione in easo di pigno-
ramento di crediti il termine per agire giudizialmente
dev'essere assegnato tenuto eonto della maggiore verosi-
miglianza
della qualita di creditore nella persona del
debitore escusso o in quella del terzo rivendicante (RU 67
III 50 sgg.). Se il terzo rivendicante pretende di essere
cessionario
di un credito dell'escusso deve almeno indicare
le cireostanze ehe rendano verosimile l'esistenza di una
cessione giuridicamente valida. A quest'uopo non basta
evidentemente la semplice allegazione del terzo o dell'e-
scusso, o
anche solo quella di sua moglie. Si puo pretendere
dal terzo rivendicante ehe presenti l'atto di cessione o ne
produca una copia attendibile, atteso ehe la validita della
eessione
e subordinata per legge alla forma scritta ...