Creditor claim in attachment: proof of assignment and action period

BGE 79 III 159Amtliche Sammlung des Bundesgerichts (BGE) / Band III25.08.1953Dismissed

Von Omnilex extrahiert

Omnilex-Zusammenfassung

In attachment proceedings against Primo Brosi, the office seized two receivables claimed by the debtor's wife to have been assigned to Sergio Filippini. The cantonal supervisory authority held that the office had wrongly proceeded under Art. 109 LP because the alleged assignment was not plausibly shown. The Federal Court confirmed that, in third-party claim proceedings over receivables, the deadline must be set according to the more probable ownership position. A mere allegation of assignment is insufficient; the third claimant must produce the assignment deed or a reliable copy. The appeal was dismissed.

Omnilex-Regeste

Art. 106 and 109 LP; third-party claim in attachment of receivables and assignment proof; in determining the deadline to sue, the authority must proceed according to the more probable titular position of the claim, either in the debtor or in the third claimant. If the third claimant invokes an assignment, he must make a legally valid transfer at least plausible by concrete circumstances. A bare allegation by the claimant, the debtor, or a relative is insufficient. Given the statutory written-form requirement for assignment, production of the deed or a trustworthy copy is normally required (consid. 1).

Gesamter Gesetzestext

Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 35. qu'en matiere de saisie la loi n'a pas entendu distinguer entre les debiteurs selon le mode de leur retribution, et du moment que le pourboire est pour certains employes une source de revenu normale, il n'y a pas de raison pour ne pas en permettre la saisie. Certes, lorsque comme en l'espece, l'employe est unique- ment retribue par les pourboires et n'a pas l'obligation de les verser dans une caisse commune, ne sera-t-il pas possible de proceder a la saisie autrement qu'en lui intimant l'ordre de payer a l'o:ffice des poursuites une somme egale a la part de Süll gain qui excMe celle qui aura ete jugee necessaire pour son entretien et celui de sa famille. Mais une telle sommation su:ffit pour valider la saisie. En effet, s'il est possible de saisir un salaire futur et encore incertain en intimant simplement au debiteur !'ordre de verser a l'o:ffice une part du gain qu'il viendrait a realiser a partir du jour ou il trouverait une occupation (RO 78 III 129), on ne voit pas pourquoi il ne serait pas egalement possible de saisir une part de la valeur de ses pourboires en le sommant de ve:rSer a l'o:ffice une somme determinee. Pour eviter toutefois que cette som- mation ne demeure sans effet, il importera de l'aviser en meme temps que, faute par lui de s'executer, il encourra les sanctions prevues par l'art. 169 du code penal. C'est donc avec raison en l'espece que l'autorite de surveillance a invite l'o:ffice des poursuites a aviser la debitrice qu'elle aura a lui verser chaque semaine la somme de 10 fr. 40. II y aura lieu cependant de completer cette communication par la menace des sanctions de l'art. 169 CPS en cas d'insoumission. La Ghambre des poursuites et des faillites prononce : Le recours est rejete. Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 36.

  1. Entscheid vom 6. Oktober 1953 i. S. Genossenschaft ost- sehweizerischer Ziegeleibesitzer und Kalksandsteinfabrikanten.
  2. Rü?kwirkende Yiederherstellung einer zu Unrecht vom Be- treibungsarnte widerrufenen Pfändung.
  3. Der Lauf der Frist f':ll' das Verwertungs begehren (Art. 116 SchKG) wird mcht beruhrt dadurch, dass die Pfiindung anderer Gegenstände noch streitig ist und die Frist in Bezug auf sie erst später beginnen kann.
  4. Retablissement retroactif d'une saisie revoquee a tort par l'office des poursuites.
  5. Le delai ,8-uquE'.l est sonse la reqnsition de vente (art. 116 LP) c:o mene s1, pour d autres obJets dont la saisie est encore ht1g1euse, il ne peut commencer a courir qu'ulterieurement.
  6. Ripristino con e:ffetto retroattivo d'un pignoramento revocato a torto dall'ufficio.
  7. Non influisce sul termine per presentare la domanda di ven- c;iita (art. l!J LEF) il fatt-0 ehe il pignoramento di altri oggetti e ancora htig10so e ehe per questi il termine prendera inizio soltanto piU tardi. A. -In der Betreibung der Rekurrentin gegen Frau Ruf, Gipserei in Klosters, pfändete das Betreibungsamt Klosters am 4. Oktober 1952 vier Möbelstücke und angeb- liches Gipsereiinventar. Die Schuldnerin verzichtete auf allfällige Kompetenzqualität der Möbel, beschwerte sich aber wegen Unpfändbarkeit der Inventarstücke (insbe- sondere Leichtmetallformen . Mit Entscheid vom 6. Juli 1953 hob die kantonale Aufsichtsbehörde die angefoch- tene Pfändung J) auf und 1vies das Betreibungsamt zu näherer Prüfung der Unpfändbarkeitsfrage, wenn nötig mit Hilfe eines Fachmannes, und zu neuer Pfändung entsprechend dem Ergebnis der Prüfung an. B. -Das Betreibungsamt stellte jedoch der Rekurrentin kurzerhand einen Verlustschein aus und bemerkte dazu, die Aufsichtsbehörde habe sämtliches Mobiliar, Werk- zeuge und Material )) als unpfändbar bezeichnet. Darüber beschwerte sich nun die Rekurrentin mit den Anträgen, der Verlustschein sei aufzuheben, und es sei festzustellen, dass die seinerzeit gepfändeten Möbelstücke nach wie vor gepfändet und gemäss dem Verwertungsbegehren vom

Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 36. 7. Januar 1953 umgehend zu verwerten seien ; eventuell seien sie neu zu pfänden. Ferner seien die 24 Formen aus Leichtmetall unverzüglich zu pfänden. Die kantonale Aufsichtsbehörde hiess die Beschwerde mit Entscheid vom 15. September 1953 dahin gut, dass der Verlustschein aufgehoben werde und das Betreibungsamt die Pfändung im Sinne der Erwägungen unverzüglich durchzuführen )), d. h. die Gegenstände Nr. 1-4 (Möbel) ohne weiteres, die andern nach näherer Prüfung der Unpfändbarkeitsfrage und Ausscheidung der Kompetenzstücke, zu pfänden habe. 0. -Die Rekurrentin hält mit vorliegendem Rekurs hinsichtlich der vier Möbelstücke an den Hauptanträgen ihrer Beschwerde fest. Die Schuldbetreibungs-und Konkurskammer zieht in Erwägung :

  1. -Der Rekurs bezieht sich nur auf die vier Möbel- stücke, weshalb der angefochtene Entscheid, soweit er die Berufsgerätschaften betrifft, nicht zu überprüfen ist. Die Rekurrentin nimmt mit Recht den Standpunkt ein, es bedürfe keiner nochmaligen Pfändung der Möbel. Zwar kann nicht einfach festgestellt werden, die Pfändung vom
  2. Oktober 1952 habe nie zu bestehen aufgehört. Denn das Betreibungsamt hat sie mittlerweile, wenn auch nicht ausdrücklich, so doch eindeutig durch Ausstellung eines Verlustscheins widerrufen. Darüber hat sich aber die Rekurrentin mit Recht beschwert, denn die Pfändung der Möbel war von der Schuldnerin nicht angefochten worden und daher rechtskräftig geworden. Wenn die kantonale Aufsichtsbehörde am 6. Juli 1953 die angefochtene Pfändung )J aufhob, so konnte sich dies nur auf die Berufs- gerätschaften beziehen, deren Pfändung allein angefochten war. Nun sind aber die Möbel nicht neu zu pfänden, wie es der angefochtene Entscheid anordnet, sondern es ist die Pfändung der Möbel rückwirkend auf den 4. Oktober 1952, so wie sie damals vollzogen wurde, wieder herzu- Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 36. 161 stellen. Nur so kommt die Rekurrentin in den unge- schmälerten Genuss ihrer Pfändungsrechte und läuft nicht wie bei einer neuen Pfändung Gefahr, dass sich wiederum andere Gläubiger anschliessen könnten.
  3. -Auf Grund der wiederherzustellenden Pfändung der Möbel bleibt auch das Verwertungsbegehren vom
  4. Januar 1953 hinsichtlich dieser Gegenstände vollzieh- bar. Dem steht nicht entgegen, dass über die Pfändung anderer Gegenstände, nämlich der Berufsgerätschaften (insbesondere der Leichtmetallformen) noch nicht end- gültig verfügt ist, indem das Betreibungsamt nach dem (insoweit vor Bundesgericht nicht angefochtenen) Ent- scheide der Vorinstanz darüber neu zu befinden hat. Der Beginn der Fristen für das Verwertungsbegehren (nach Art. 116 Abs. 1, eventuell Abs. 2 SchKG oder, wenn es zu Pfändungsergänzungen kommt, von der letzten dieser Pfändungen an, vgl. BGE 22 S. 319, was nun auch Art. 25 Abs. 2 VZG anerkennt) ist zwar grundsätzlich für die ganze Pfändungsgruppe einheitlich. Doch kann sich unter Umständen ein anderer Fristbeginn für einzelne Gegen- stände ergeben. So, wenn später auf Begehren eines Gläubigers neue Gegenstände nachgepfändet werden (BGE

III 171). Dasselbe muss gelten, wenn ein Gläubiger sich erfolgreich über die Belassung von Kompetenz- stücken beschwerte, während die Pfändung, wie sie das Betreibungsamt im übrigen vornahm, vom Schuldner nicht angefochten wurde. In diesem Falle laufen die Fristen des Art. 116 SchKG für die erst auf Anordnung der Auf- sichtsbehörde zu pfändenden Gegenstände -aber nur insoweit -erst von dieser künftigen Pfändung an. Be- schwert sich umgekehrt der Schuldner über eine Pfändung, so berührt dies an und für den Lauf der Fristen des Art. 116 SchKG gar nicht (vgl. BGE 22 S. 659 :ff. ; JAEGER, Nr. 6 zu Art. 116 SchKG ; BLUMENSTEIN, Handbuch, S. 420 Anm. 12). Gewiss kann der Beschwerde nach Art. 36 SchKG aufschiebende Wirkung beigelegt werden. Richtet sie sich aber, wie hier, nur gegen die Pfändung einzelner 11 AS 79 III -1953

Schuldbetreibungs-und Konkursrecht N° 37. Gegenstände, so kann auch diese Wirkung nicht weiter reichen. Für die Möbel, deren Pfändung nicht angefochten war, blieb es daher beim Lauf der Fristen des Art. 116 SchKG, gleichgültig welches der Enderfolg der nur die Berufsgeräte betreffenden Beschwerde sei. Das Verwer- tungsbegehren vom 7. Januar 1953 besteht somit in bezug auf die Möbel zu Recht. Der Grundsatz, dass Streitigkei- ten über einzelne gepfändete Gegenstände nicht über den Rahmen des Streites hinaus die Betreibung hemmen sollen, liegt auch dem Art. 107 Abs. 2 SchKG zugrunde, wonach die Widerspruchsklage die Einstellung der Betrei- bung nur in Hinsicht auf den streitigen Gegenstand nach sich zieht. Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkurskammer. Der Rekurs wird dahin gutgeheissen, dass der kantonale Entscheid, soweit angefochten, aufgehoben und das Be- treibungsamt Klosters angewiesen wird, die Pfändung der Gegenstände 1-4 wiederherzustellen und deren Verwertung vorzunehmen. 37. Estratto della sentenza 29 settembre 1953 nella causa Filippini. Procedura di rivendicazione in caso di pignoramento di crediti. Criterio per l'assegnazione del termine per agire giudizialmente. Prova dell'asserta cessione del credito al terzo rivendicante. Widerspriwhsverfahren bei Pfändung von Forderungen. Kriterium für die Klagefristansetzung nach Art. 107 oder 109 SchKG. Nachweis der behaupteten Abtretung der Forderung an den Dritt- ansprecher. Saisie de creances. Tierce revendication. Critere applicable a l'assignation du delai pour introduire action. Preuve de l'allegation selon laquelle la creance a ete cedee au tiers revendiquant. A. -In tre esecuzioni promosse dal Cantone Ticino e dalla Confederazione svizzera contro Primo Brosi l'Ufficio di Lugano pignoro in data 27 giugno 1953 due crediti Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 37.

vantati dall'escusso verso Roberto Forni a Cassarate e Tiziano Molinari a Lugano. All'atto del pignoramento, la moglie dell'escusso dichiaro ehe i crediti staggiti erano gia stati ceduti all'avv. Sergio Filippini. L'ufficiale esecutore ne fece menzione nel ver- bale e assegno in seguito ai creditori procedenti il termine per promuovere l'azione giudiziaria a norma dell'art. 109 LEF. Contro tale provvedimento insorse la Commissione di tassazione del circondario di Lugano, in nome dei credi- tori, chiedendo ehe l'ufficio avesse a procedere conforme- mente all'art. 106 LEF. Con decisione 25 agosto 1953 l' Autorita cantonale di vigilanza accolse il reclamo, pel motivo ehe l'asserta ces- sione dei crediti pignorati non era stata provata. B. -Questa decisione e stata deferita dall'escusso e dal terzo rivendicante alla Camera di esecuzione e dei falli- menti del Tribunale federale, ehe ha respinto il ricorso per i seguenti motivi: La precedente giurisdizione ha rettamente giudicato ehe nella procedura di rivendicazione in easo di pigno- ramento di crediti il termine per agire giudizialmente dev'essere assegnato tenuto eonto della maggiore verosi- miglianza della qualita di creditore nella persona del debitore escusso o in quella del terzo rivendicante (RU 67 III 50 sgg.). Se il terzo rivendicante pretende di essere cessionario di un credito dell'escusso deve almeno indicare le cireostanze ehe rendano verosimile l'esistenza di una cessione giuridicamente valida. A quest'uopo non basta evidentemente la semplice allegazione del terzo o dell'e- scusso, o anche solo quella di sua moglie. Si puo pretendere dal terzo rivendicante ehe presenti l'atto di cessione o ne produca una copia attendibile, atteso ehe la validita della eessione e subordinata per legge alla forma scritta ...

Schlagwörter

debt enforcementattachmentthird-party claimreceivablesassignmentburden of proofaction deadline

Von Omnilex extrahiert

Kernrechtsfrage

Which deadline applies in a third-party claim over attached receivables when assignment is alleged?

Extrahierter Entscheid

The deadline for filing suit must be set according to the greater plausibility of ownership of the claim, whether in the debtor or in the third claimant.

Extrahierte Begründung

In claim proceedings over attached receivables, the authority must assess which title appears more probable. If the third claimant asserts assignment, he must at least state circumstances making a valid assignment plausible.

Kernrechtsfrage

What proof is required to make an alleged assignment of the receivable plausible?

Extrahierter Entscheid

A mere assertion by the third claimant, the debtor, or even the debtor's spouse is insufficient; the claimant must produce the deed of assignment or a reliable copy, since written form is legally required.

Extrahierte Begründung

Because the validity of an assignment depends by law on written form, the alleged assignee must substantiate the claim with the document itself or a trustworthy copy.

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