a Sohuldbetreibungs-und Konkursreoht. N0 21.
3. -Das Konkursamt hätte das Gesuch sogleich dem
Konkursrichter unterbreiten sollen, zumal keine im Be-
schwerdeverfahren
zu erledigende Punkte streitig geworden
waren.
Im. Ermessen des Konkursrichters wäre es gestan-
den, über das Gesuch ohne Aufschub zu entscheiden und
gegebenenfalls eine Nachfrist zur Vorschussleistung fest-
zusetzen
oder aber bloss aufschiebende Wirkung zu ver-
fügen,
um erst später den Entscheid über das Gesuch und
über die Rechtswirksamkeit einer inzwischen etwa er-
brachten Vorschussleistung zu treffen. Nachdem jedoch
einerseits
der Konkursrichter mit dem Begehren der Re-
kurrentin noch nicht befasst worden ist und diese ander-
seits die Sicherheit angeboten hat (und im Beschwerde-und
Rekursverfahren weiterhin anbietet), wird das Konkurs-
amt die Sicherheit entgegenzunehmen und das Begehren
. er Rekurrentin alsdann mit den zugehörigen Akten dem
Konkursrichter zu berweisen haben.
Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkurskammer :
Der Rekurs wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen
und der angefochtene Entscheid insoweit a-ufgehoben.
21. Arr t du 28 novembre 1948 dans la cause Giacobino.
8aisie d'une creanoo inexiBtante. S'il n'y arien d'autre 8. saisir,
l'oBice ne peut refuser de delivrer un acte de deIaut de hiens
(art. 115 LP).
Pfändung einer nicht exi8tierenden Jj' ng. Lässt sich nichts
anderes pfänden, so darf das Amt die Ausstellung eines Verlust-
scheins nicht verweigern (Art. 115 SchKG).
Pignorcvrnento di un c'I'wito inesiBtente. Se non esistono altri heni
pignorabili. l'ufficio non puo rifiutare di rilasciare un attestato
di carenza di beni (art. 115 LEF).
Dans les poursuites n
OS
86645, 86646 et 86647 intentees
par Giacobino A Wacker, I'Office de Geneve a saisi, le
50ctobre 1948, Ala requnte du creancier, une creance au
montant inconnu en mains de J. Leandro. Celui-ci a fait
Schuldbetreibungs-und Konkurarecht. N° 21.
savoir Al'office qu'il ne devait rien A Wacker, qui etait au
contraire son debiteur. Wacker, de son cöte, avait declare
ne possMer aucune creance. Estimant des lors que la
saisie ne portait sur rien, Giacobino a reclame un acte de
defaut de biens. L'office lui a repondu que la saisie sub-
sistait.
Deboute par l' AutoriM genevoise de surveillance, qui
a juge qu'il ne pouvait renoncer a la saisie, le creancier
recourt
au Tribunal federal.
Oonsiderant en droit.-
Pour obtenir un acte de defaut de biens, le creancier
doit mener la poursuite jusqu'a. son terme, soit qu'aucun
objet ne puisse etre saisi (art. 115 LP), soit que, en depit
de la realisation, il ne soit pas paye inMgralement (art. 149) .
S'il renonce a la vente des biens saisis, il ne peut exiger la
delivrance d'un tel document (RO 57 III 137; 48 III 133 ;
I 345 consid. 2 M. sp. XIV p. 174). Cette regle sup-
pose toutefois une saisie effective. Or, il arrive que des
objets
echappent a. la saisie qui les frappait. TI en est ainsi
quand des tiers revendiquent un droit de propriete ou de
gage surtous les objets saisis et que leur revendication
n'est pas contestee par le creancier ni, dans le cas de
l'art. 106, par le debiteur.Alors, la saisie tombe et l'office
est tenu, s'il n'y arien d'autre A saisir, de dresser un acte
de defaut de biens (art. 115).
A
l'hypothese ou des meubles sont soustraits ulMrieure-
ment a une saisie valable, il convient d'assimiler celle ou,
des
le debut, la saisie n'a pas d'objet parce que les biens
mentionnes
dans le pro ces-verbal n'existent pas. Tel est
le cas en l'espece. Il resulte des declarations concordantes
de tous les interesses que Wacker n'a pas de creance
contre Leandro. Subordonner A une realisation infruc-
tueuse
la delivrance d'un acte de defaut de biens pour la
seule raison que le recourant avait requis expressement
la saisie d'une creance a la realite de la quelle il croyait A
tort temoignerait d'un formalisme exagere. Ce mode de
6 AS 74 III -1948
82 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 22.
faire se justifierait d'autant moins que l'art. 26 al. 3 de
l'ordonnance du 24 janvier 1941 permet au prepose de
renoncer a. la vente et d'etablir un acte de defaut de biens
s'il apparait d'emblee qu'une adjudication n'est pas pos-
sible.
Par ces motifs, la Ohambre des pour8'Uites et des faiUites
Admet le recours et reforme la decision attaquee en ce
sens
que l'Office des poursuites de Geneve est inviM a.
delivrer au creancier un acte de defaut de biens dans les
poursuites n
86645 a. 86647.
22. Auszug aus dem Entscheid vom 29. November 1948 i. S.
FlUl'J.
Verwertung 'Von Anteilen an Gf!Ifl'U!Ii,nachajtBvermögen. Ein Freihan.d-
verkauf ist ohne Zustimmung des Schuldners (oder eines sie
ersetzenden Geriehtsurteils) nicht zulässig (Art. 130 Ziff . l
SchKG, Art. 10 Abs. 2 VVAG).
Realisation de
partB de communautes. Elles ne peuvent etre vendues
de gre a. gre qu'a.vec l'assentiment du debiteur ou en vertu d'un
jugement en tenan.t lieu (art. 130 eh. 1 LP, 101.1.1. 2 ord. concer-
nant 11.1. saisie et la. r6a.lisation de parts de communautes).
Realizzazione di diiitti in comunione. Essi non possono essere
oeduti a trsttative private ehe oon il consenso deI debitore 0
in base ad una. sentenza. (art. 130 cifrs 1 LEF, art. 10 cp. 2
deI regolamento concernente il pignoramento e la. reaHzzazione
di diritti in comunione).
In Betreibungen gegen Flury wurlie das Anteilsrecht des
Schuldners an einer einfachen Gesellschaft gepfändet.
Nachdem die Verwertung verlangt worden war, verfügte
die untere Aufsichtsbehörde auf Vorschlag des Mitgesell-
schafters R. im Einverständnis aller übrigen Beteiligten
mit Ausnahme des Schuldners, das gepfandete Anteils-
recht sei freihändig zu verkaufen. Die kantonale Auf-
sichtsbehörde wies die Beschwerde des Schuldners gegen
diese
Verfügung ab. Das Bundesgericht heisst sie gut.
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N0 22.
Begründung:
Art. 10 Abs. 2 VVAG stellt der gemäss Art. 132 SchKG
zur Bestimmung des Verwertungsverfahrens berufenen
Anfsichtsbehörde nur zwei Verwertungsarten zur Wahl:
sie kann verfügen, dass das gepfandete Anteilsrecht als
solches zu versteigern, oder dass die Auflösung der Ge-
meinschaft und die Liquidation des Gemeinschaftsvermö-
gens nach den für die betreffende Gemeinschaft geltenden
Vorschriften herbeizuführen sei. Die Versteigerung durch
den Verkauf aus freier Hand zu ersetzen, ist bei Anteils-
rechten wie bei beweglichen Sachen und Forderungen nur
im Rahmen von Art. 130 SchKG zulässig. Gepfandete
Anteilsrechte können also, da sie nicht zu den in Art. 130
Ziff. 2-4 behandelten Gegenständen gehören, nur im Falle
von Ziff. 1 dieser Bestimmung, d. h. auf Begehren aller
Beteiligten freihändig verkauft werden. Die Zustimmung
des Schuldners ist demnach unerlässlich. Angesichts der
mit dem Freihandverkauf verbundenen Gefahren leuchtet
dies ohne weiteres ein.
Art. 6 Abs. 1 am Ende VV AG, auf den R. sich berufen
hat, erlaubt keinen gegenteiligen Schluss. Diese Vorschrift
betrifft nach ihrem klaren Wortlaut nur Verfügungen über
die zur Gemeinschaft gehörenden Vermögensgegenstände,
wie sie
sich während der Dauer der Pfandung im Interesse
der Mitglieder der Gemeinschaft als notwendig erweisen
können, nicht Verfügungen über das Anteilsrecht des
betriebenen Mitglieds bezw. über seinen Liquidationsan-
teil. I
Ob der Betriebene nach dem unter den Mitgliedern der
Gemeinschaft bestehenden Rechtsverhältnis verpflichtet
sei,
bei einem Freihandverkaufe mitzuwirken, haben die
Betreibungsbehörden nicht zu prüfen, da es sich hiebei um
eine materiellrechtliche Frage handelt. Sie könnten einer
solchen Verpflichtung des Betriebenen mangels Zustim-
mung desselben höchstens dann Rechnung tragen, wenn
sie gerichtlich festgestellt wäre.