Art. 354 Abs. 1 StGB; Art. 252 BStrP: Die Zuführung eines Verhafteten an die Behörde eines andern Kantons ist als Akt der interkantonalen Rechtshilfe unentgeltlich. Ein Anspruch des ersuchenden Kantons auf Ersatz von Transportkosten besteht nicht, auch wenn der ersuchte Kanton die Zuständigkeit verneint und die Person zurückweist.
Handelsreisende. N° 60. Reisenden auch in den genannten dringenden Fällen direkt in Walzenhausen und liefern hernach die von dort erhaltene Ware als Ersatzstücke gegen Erstattung des Kaufpreises zur Wiederergänzung des Lagers an den Chefvertreter ab, so dass schliesslich auch diese Geschäfte auf Rechnung von Walzenhausen gehen. Das bringt es denn auch mit sich, dass der Beschwerde- führer bisher in Bern nicht besteuert worden ist und nach. der Praxis des Bundesgerichts über das Doppelbesteue- rungsverbot auch nicht besteuert werden darf, da sich mittels des c Verkaufsdepots in Bern nicht ein qualitativ und quantitativ wesentlicher Teil des (kommerziellen) Betriebes vollzieht. Die gelegentlichen direkten Verkäufe aus diesem Lager durch den Chefvertreter, welche sich monatlich auf nicht mehr als -zehn bis zwanzig Franken belaufen, während der jährliche Gesamtumsatz in der Gemeinde Bern seit dem Kriege zwanzig-bis dreissig- tausend Franken beträgt, sind neben den durch die Rei- senden getätigten Geschäften zu geringfügig, um den Beschwerdeführer in Bern steuerpflichtig zu machen. Hier ist er auch nicht etwa wehrsteuerpflichtig, denn nach Art. 77 des BRB über die Erhebung einer Wehr- steuer vom 9. Dezember 1940 wird er für den gesamten Geschäftsbetrieb an seinem Wohnsitz in Walzenhausen besteuert ; Art. 6 des BRB bezieht sich auf Betriebs- stätten von Unternehmen natürlicher oder juristischer Personen, die ihren Wohnsitz bezw. Sitz nicht in der Schweiz haben und daher gemäss Art. 78 in Verbindung mit Art. 3 Zifi. 3 Iit. d am Orte der Betriebsstätte besteuert werden. 3. - Demnach erkennt der Kassationshof : Die Nichtigkeitsbeschwerde wird abgewiesen. Verkehr mit Edelmetallen. N 51. IV. VERKEHR MIT EDELMETALLEN COMMERCE DES METAUX PRECIEUX
190 Verkehr mit Edelmetallen. No 51. de toutes les montres quelles qu'elles soient. peja le mes- sage du 8 juin 1931, relatif au projet dont est sortie la loi qu 20 juin 1933, ne mentionnait que l'interdiction du colportage des objets en metaux precieux ; il ne disait pas qu'une interdiction plus large ait ete prevue pour les montres (FF 1931 I 924, eh. 5). Les deliherations des 'Chambres fäderales n'ont introduit aucune modification a cet egard; l'art. 22 du projet a passe textuellement dans la loi, dont il constitue l'art. 23. Enfin, l'art. 141 bis du reglement d'execution du 12 mars 1937, tel que l'a redige l'ACF du l6 novembre 1939 (ROLF 55, p. 1489) prooise expressement que le colportage des montres n'est interdit qu' en tant que celles-ci ont des boites en metaux pre- cieux, en double ou en imitation i. Berney ne serait donc punissable en vertu de la loi du 20 juin 1933, que si les montres qu'il a colportees avaient des boites en metaux precieux, en double ou en imitation. Or, sauf une exception, le dossier n'etablit pas que tel soit le cas. L'exception concerne la montre vendue le 8 juin 1944 a Edouard Reber et que Berney a dit lui-meme etre en or. Pour ies autres montres vendues, le dossier ne per- met pas de voir si elles rentraient dans les categories visees par l'art. 141 bis cite ci-dessus. On ne peut donc pas savoir, en l'etat, si le colportage en etait punissable et l'enquete doit etre completee sur ce point. Verfahreu. N 52. V. VERFAHREN PROCEDURE l 91 52. Auszug aus dem Entscheid der Anklagekammer vom 21. No- vember 1944 i. S. Untersuchungsrichter von Balsthal gegen Staatsanwaltschaft des . Kantons Zürich. Art. 354 Abs. 1 StGB, Art. 252 BStrP. Die Zuführung von Ver- hafteten als Akt der Rechtshülfe witer Kantonen erfolgt unentgeltlich. Art. 354 al. 1 OP, art. 252 PPF. Au,tant qu'elle constitu,e un acte d'entr'aide judicia.ll e entre cantons, la remise d'wie personne arretee a l'autorite d'wi autre canton a lieu gra.tu.itement. Art. 354 cp. 1 OP, art. 252 PPF. Qu,ale atto di a.ssistenza. tra can- toni, la consegna d'u,n arreRtato all'a.utorita d'un altro cantone e fatta gratuitamente. Aus dem Tatbestand : Kles hat unter anderem in den Kantonen Solothurn und Zürich strafbare Handlungen begangen. Der Unter- suchungsrichter von Balsthal (Solothurn) war der Ansicht, die zürcherischen Behörden seien zuständig, den Beschul- digten zu verfolgen und zu beurteilen. Er überwies die Akten der Bezirksanwaltschaft Zürich und liess ihr den Verhafteten am II. November 1944 zuführen. Die Be- zirksanwaltschaft lehnte die Zuständigkeit ab und wies Kies nach Balsthal zurück. Mit dem Gesuch an die Ankla- gekammer des Bundesgerichts um Bestimmung dns Ge- richtsstandes verband der Untersuchungsrichter von Bals- thal das Begehren, der Kanton Zürich sei zu verhalten, dem Kanton Solothurn die Transportkosten von Fr. 18.- für die Zuführung des Kles zu ersetzen. Aus den Erwägungen : Ob die Zuführung des Kies an die Bezirksanwaltschaft Zürich vom 11. November 1944 ein Akt der Rechtshülfe war, kann dahingestellt bleiben. Selbst wenn dies zutraf, können die sol .thurnisohen Behörden von den zürcherl-