Art. 265 OR; Art. 282 SchKG; debt-enforcement stay and termination warning for rent arrears: the notice fixing a payment period under threat of lease termination is a private-law declaration of will. Even when communicated in the payment order, it does not become an enforcement act and its effectiveness is independent of the validity, continuation, suspension, or annulment of the debt-enforcement proceedings. Service during a legal stay of enforcement does not invalidate the warning if the tenant actually receives it and thereby obtains knowledge of its content (consid. 1).
Aufklärung über seine Vermögenslage, die ungenügende Besteuerung verschuldet hat. Die Rekurskommission stellt jedoch wiederum nicht'etwa fest, dass auf Seite des Rekur- renten ein solches Verschulden vorliege. Es kann denn auch von einem solchen offensichtlich keine Rede sein, da der Rekurrent der kantonalen Steuerverwaltung von ADfang an offen erklärt hat, sein Vermögen übersteige erheblich den für. die Besteuerung angenommenen Betrag (vgl. BGE 34 I S. 28 ; 36 T S. 565 f ; 50 I S. 364 ff ; 52 I S. 12 ff; nicht veröffentlichter Entscheid des Bundes- .gerichtes i. S. Witschi gegen Ob waIden vom 20. Dezember 1943). In der Duplik macht die Rekurskommission aller- dings allgemein geltend, die Veranlagungsbehörde sei verpflichtet,ein Reinvermögen, das bisher nicht ver- steuert worden sei, der Steuer zu unterwerfen, und könne das durch. Zwischenrevision tun, sofern es nicht auf Grund der Art. 55 ff des Steuergesetzes zulässig sei. Aber das könnte doch nur auf Grund einer gesetzlichen Vor- schrift geschehen, die das vorsieht (vgl. die erwähnten bundesgerichtlichen Entscheide und ausserdem 33 I S. 695 ff; 47 I S. 366 f). Die Rekurskommission sagt jedoch nicht, dass Art. 53 des Steuergesetzes ein solches Vorgehen vorsehe, und es ist auch nicht einzusehen, wieso sich aus dieser Bestimmung ableiten liesse, dass Zwischenrevisionen ganz llgemein wegen ungenügender Höhe der bisherigen Einschätzung vorzunehmen seien, da das einer Beseitigung der fünfjährlgen Steuerperiode gleichkäme. 8. - Der angefochtene Entscheid der Rekurskommission ist daher wegen Willkür aufzuheben ; sie hat die Vermö- genstaxation für die in Frage stehenden Steuerjahre 1939/40 und 1940/41 auf Fr. 450,000.-zu ermässigen oder sie aufzuheben in dem Sinne, dass die bei der Haupt- revision vorgenommene Einschätzung weiter gilt. Rechtsgleichheit (Rechtsverweigel'ung). N0 32.
138 Staatsrecht. AuS den Gründen:
Zinsforderung besteht, und dem Gesuche zu entsprechen, wenn der Vermieter diese hinreichend glaubhaft zu machen vermag; dazu gehört auch die Prüfung vom Mieter behaupteter verrechenbarer Gegenforderungen, in dem Sinne, dass die Ausweisung zu gewähren ist, falls der Mieter diese Gegenansprüche nicht sofort wenigstens wahrscheinlich machen kann (13GE 31 I S. 236 E. II; nicht veröffentlichte Urteile des Bundesgerichts vom 12. September 1914 i. S. Rettenmund, vom 18. Oktober 1929 i. S. Zgraggen, vom 20. Juni 1936 i. S. Fischer und wiederholte spätere Entscheidungen). Diese Praxis lässt sich nur damit rechtfertigen, dass die Androhung nnch Art. 265 OR, selbst wenn sie in den Zahlungsbefehl aufgenommen worden ist, nicht einen Bestandteil (oder, wie sich . die staatsrechtliche Beschwerde ausdrückt, ein Akzessorium ) der Betreibung selbst bildet, sondern den Charakter einer gewöhniichen privatrechtlichen Wil- lenserklärung des Vermieters bewahrt und deshalb in ihrer Wirksamkeit nicht durch diejenige der Betreibung bedingt ist. Das nämliche muss folglich für einen Fall, wie den heute vorliegenden, gelten, wo der Zahlungsbefehl wegen Rechtsstillstandes dem Mieter nicht hänte zuge- stellt werden sollen. Ob der Mieter infolgedessen die Urkunde nicht hätte anzunehmen brauchen, ist uner- heblich. Massgebend kann einzig sein, dass er sie tatsäch- lich entgegengenommen und dadurch von der Androhung der Vertragsauflösung Kenntnis erhalten hat. Das trifft aber hler unbestrittenermassen zu. Wnshalb er die Annah- me nicht ablehnte, ob aus Rechtsunkenntnis oder aus einem anderen Grunde, spielt demgegenüber keine Rolle. Keint!lsfalls ist die Rechtsauffassung der kantonalen In- stanzen in dieser Frage willkürlich, utmoweniger als sie auch der Rechtslehre entspricht (OSER-SCHÖNENBER- GER, Kommentar zu Art. 265 OR Nr. 10: Macht der Vermieter von dieser Möglichkeit des Art. 282 SchKG Gebrauch, so ist der Erfolg der Androhung vom weiteren Schicksal der Betreibung unabhängig; Nichtfortsetzung,
Einstellung oder Aufhebung der Betreibung ändert nichts, so wenig wie die Erhebung einer Aberkennungsklage. ) Vgl. auch Nr. 34. -Voir aussi n° 34. H. HANDELS-UND GEWERBEFREIHEIT LIBERTE DU COMMERCE ET' DE L'INDUSTRIE 33. Arrnt du 15 ruai 1944 dans la cause Anbiseher et eonsortlii contre Je eanton de J "ribourg. Libert1 du comm:erce et, de l'indu.stri : Les cantons ne peuvent obhger les COiffeurs a se mu,mr d lUle patente pour l'exercice independant de leur profession. Gewerbefreiheit. Die Kantone dürfen die Ausübung des Coiffeur- gewerbes nicht von einer Polizeierlaubnis (Patent) abhängig machen. Liberttl di oommerciQ e d'industria: i cantoni non possono obbligare i parrucchieri a mu,nirsi d'u,na patente per l'esercizio indipen- dente della loro professione. A. ,.----, Le 3 fevrier 1944, le Grand Conseil du canton de Fribourg, donnant suite a un vreu exprime par un certain nombre de maitres coiffeurs etablis dans le canton, a promulgue une loi' concernant la profession de maltre coiffeur, qui a ete publiee dans la Feuille officielle du canton de Fribourg; numero du 12 fevrier 1944. Cette loi oblige les maitres coiffeurs, c'est-a-dire les personnes qui exploitent a leur compte un salon de coiffure dans le canton de Fribourg a se munir d'une patente delivree par la Direction de l'interieur, Departement de l'industrie et du commerce (art. I et 2). Elle prevoit que, pour ohtenir la patente, le requerant doit :
Etre titulaire du diplome federal de maitrise (art. 3), 3. Avoir l'exercice des droits ciVils et civiques (art. 4:), Handels-lmd Gewerbefreiheit. N° 33.
N'etre pas atteint d'une maladie comportant un danger pour le public. Les personnes qui,lors de l'entree en vigueur de la loi, exploitent, depuis moins de deux ans, un salon de coiffure sans avoir de diplome federal de maitrise doivent obtenir le diplome dansun delai de deux ans (art. 9). Lors du deces d'un maitre coiffeur, sa patente peut etre transferee a sa veuve a condition que celle-ci ait a son service une persOIine remplissant les conditions fixees pour l'obtention de la patente (art. 5). La loi prevoit en outre que le salon de coiffure doit satisfaire aux exigences de l'hygiene et que le salon a l'etage doit etre separe du logement et avoir une entree distincte (art. 6). B. -Le 8 mars 1944, Aebischer, Bulliard, Florio, Geinoz, Jonin et Müller ont forme un recours de droit public contre la loi precitee, dont ils demandent l'annu- lation pour violation des art. 31 et 4 CF notamment. Les l'ecourants argumentent en bref comme suit : La loi du 3 fevrier 1944 est contraire a I 'art. 31 CF dans presque toutes ses parties; en tout cas 'ses disposi- tions vont au-dem de ce qui est admissible selon l'art. 31 lit. e.11 resulte de l'art. 5, selon lequella patente d'un maitre coiffeur decede peut etre transferee a sa veuve, que cette patente constitue une veritable concession, ce qui n'est pas admissible du point de vue de l'art. 31. Mais' cette disposition est aussi vioIee si 1'0n considere la patente comme une simple autorisation de police, car l'autorisation ne peut etre exigee, selon l'art. 31 lit. e, que dans les cas ou l'exercice d'une profession donnee justifie une surveillance dans l'interet de 1'0rdre public ou pour empecher les procedes deloyaux propres a tromper le consommateur. Tel n'ast pas le cas de la profession de coiffeur, dont l'exercice n'a jamais donne lieu a des plaintes de cet ordre. Les differentes conditions auxquelles la loi a subordonne