Bchuldbetreibungs. und KonkUi'8recht. N0 18.
CQnflit entre le droit e propriete revendique et le dtoit
d retention (cf. RO 65 UM). Il dependait uniquement
des justifica.tions
qu la recourante aura.it pu fournir
quant au titre juridique sur lequel elle fondait l'acquisi-
tion de son droit de propriete, et les deux seules voies par
lesquelles elle etait recevable a faire ses preuves etaient
ou l'actiQn en revendica.tion de l'art. 107 LP, si c'etait
a. elle a se porter demanderesse, ou l'action en contestation
de 1a revendication, 'autrement dit l'action de l'art. 109
LP, si, au contra.ire, c'etait a 1a bailleresse a ouvrir l'action.
nest vrai que, supposee exacte l'a:ffirmation d'apres
1aquelle 1es biens revendiques etaient deja en la possession
de 1a recourante Jorsque l'office I'a sommee d'ouvrir
action,
il faudrait convenir qlie ce dernier a mal prooede ;
qu'au lieu de fixer le delai I), la recourante, c'est a 1a
bailleresse .qu'il aura.it du le faire (RO 54 IU 270). Mais
cela. ne serait pas encore une raison pour admettre le
cours, ca.r si la recourante estimait que ce n'etait pas
aelle a ouvrir action, elle aurait du soulever ce moyen
en attaquant la decision de l'Office par la voie de la;
plainte s les dix jours de sa communication. Comme
ell ine l'a pas fait, la decision est devenue definitive et
lui est donc actuellement opposable.
La Okambre dea pcru,r8'u/i,tea et dea !aiZlites fYl'ononce :
Le recours est rejete.
18. Entscheid vom 10. September 1943 i. S. Schild.
F.ortaeWung der Betreibung ohne neuen Zahlungabe/ehl nach Aus-
stellung eines Verlu.stscheins (Art. 149 Aha. 3 SchKG) : kmm
nieht nochmals verlangt werden, wenn solche Fortsetzung
neuerdings zur Ausstellung eines Verlustscheins geführt hat;
-wohl aber bei einem auf nauem Zahlungsbefehl beruhenden
Verlustschein.
DO'JY(Jtilte Betreibung Setzt der Gläubiger eine bereits in Betreibung
stehende Forderung neu in Betreibung, so kmm der Schuldner
Recht vorschlagen (Art. 69 Zifi. 3 SchKG). Bei unbestrittener
Identität . der Forderung hilft auch Beschwerdeführung, und
Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 18.
beiVersäumung des Beschwerderechtes ist immerhin die volle
Tilgung der Forderung, falls .. sie dnr einen Betreibung erfolgt,
auch in der andem zu beruekslChtlgen.
Oontinuation de la pO'Ursuite BanB nO'Ut!6au commandement de 1JaYBr,
a.pres delivra.nce d'un a.cte de defa.ut de biens (art. 149 a.1. 3 LP) :
La. continua.tion de la. poursuite ne peuy pas et dnd6e e
seconde fois lorsque la. seconde pourSUlte a.en -meme aboutl Ei
la. delivra.nce d'un nouvel a.cte de defaut de bIens '; .
iI en est a.utrement qua.nd le second a.cte de defaut de bIenS
repose sur un nouvea.u comma.ndement de pa.yer. ,
)QUble pO'Ursuite: Si le ereancier poursuit en vertu d'un crea.nce
qui fa.it deja. l'objet d'une premiere poursuite, l ?blte a le
droit de faire opposition (art. 69 eh. aLP). SI lldentlte d
crea.nees n'est pas contest6e, le debiteur peutrnurir B: la. VOle
de la. pla.inte et s'il n'est plu.s a. temps pour le fa.Ire utIlez;nept,
iI lui est toujours possible, dans le ca.s Oll la. cnce a.uraat e
entierement payee da.ns une des poursuites, d mvoquer ce falt
dans l'autre.
Proseguimento del1,' esoouzione senza nuooo 'precet'tO esecutivo, dopiJ
rilaBeio d'un aJ;teBtat() di carenza di beni (art. 149 ep . 3 LEF).:
TI proseguimento dell'esoouzione non pub essere ehiesto uns.
seconda. volta. a.llorche la. sooonda. esoouzione e terminata col
rilascio
d'un uovo attestato di ca.renza. di ;. .
a. meno ehe il sooondo attestato di ca.renzadl beni POggI su un
nuovo precetto esecutivo. .
D"oppia esoouzione: Se iI creditor promuov . esoonone per ll!1
eredito gi8. in eseussione i1 debltore ha diritto dl fare 0PPOSI-
zione (art. 69 eifra 3 LEj!'). Se l'identita dei credini non e. con-
iestata, i1 debitore puo inoltra.re reclno 6
se.i1 tene ,e
spiratO,
puo sempre invoca.re, qua.lora l! Ito SI!" stato mte-
graImente paga.to in uns. de!le. esecUZlo . un siffa.tto pa.ga-
mento per quanto concerne I a.ltra. esoouzIone.
A. -Die Firma Ernst Erni (J1e erhielt am 23. Januar
1940 in der Betreibung Nr. 349 gegen Schild einen defini-
tiven Verlustschein für Fr. 2793.85. Sie setzte' diesen
Betrag am 19. Oktober 1940 mit dem Zahlungsbefehl
Nr.
384 neu in Betreibung. Der Zahlungsbefehl blieb unbe-
stritten. Am 12. Juli 1941 wurde Lohn auf ein Jahr und
am 15. Dezember 1941 zudem ein Radioapparat Orlon
gepfändet. Dessen
Verwertung fand nach, Durchführung
eines Widerspruchsverfahrens erst a.m 17. April 1943 statt.
Am 19. Mai 1943 schloss das Betreibungsamt die Betreibung
Nr.
384 durch Ausstellung eines Verlli.stscheines für
Fr 2570.-ab.
B. -Schon am 25. Juli 1942 hatte der Glälibigerauf
Grund der als provisorischer Verlustschein ' ausgestellten
Schuldbotreibungs-und KonkurSrecht. No 18.
Pfändungsurkunde der Betreibung Nr. 384 Lohn des
Schuldners auf eIn weiteres Jahr arrestieren lassen, den
Arrest dann mit dem Zahlungsbefehl Nr. 597 prosequiert,
d6r gleichfalls unbestritten blieb, und am 1. Oktober 1942
eine Lohnpfändung erlangt.
O. -Ohne Rücksicht hierauf verlangte er auf Grund des
in der Betreibung Nr. 384 erhaltenen Verlustscheins am
21./24. Mai 1943 Fortsetzung der Betreibung im Sinne von
Art. 149 Abs. 3 SchKG. Diesem Begehren wurde am
28. Mai 1943 durch Anschluss an eine Pf'andungsgruppe
entsprochen.
D. -Der Schuldner beschwerte sich über diese Pfan-
dung mit Hinweis auf die noch laufende Arrestbetreibung
Nr.
597 ; die Fortsetzung der andern Betreibung laufe auf
die Geltendmachung einer zusätzlichen Forderung:' von
Fr. 2570.-hinaus. Die untere Aufsichtsbehörde hob die
angefochtene
Pfändung auf, nicht aus dem vom Schuldner
geltend gemachten Grunde, sondern weil der Verlusts(;hein
vom 19. Mai 1943, als zweiter für die nämliche Forderung,
den Gläubiger gar nicht zur Fortsetzung der Betreibung
ohne neuen Zahlungsbefehl berechtigte. Die obere
Auf-
sichtsbehörde
entschied am 20. August 1943 zugunsten
des Gläubigers, wogegen der Schuldner mit dem vorlie-
genden Rekurs am Beschwerdebegehren festhält.
Die Sckuldbetreifntnga-und Konhurakammer
zieht in Erwägung :
- -Mit Recht erkennt die Vorinstanz dem Verlust-
schein vom 19. Mai 1943 die Wirkungen des Art. 149 Aha. 3
SchKG
zu, obwohl dem Zahlungsbefehl der betreffenden
Betreibung bereits ein Verlustschein zugrunde lag. Die
Vergünstigung des
Art. 149 Abs. 3 kann vom Gläubiger
für die betreffende Forderung nicht schlechthin nur einmal,
für den ersten Verlustschein, in Anspruch genommen wer-
den. Eine Einschränkung dieses Rechtes ist freilich längst
anerkannt: Führt die gemäss Art. 149 Abs. 3 fortgesetzte
Betreibung nochmals
zur Ausstellung eines definitiven
Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N° 18.
Verlustscheines, so kann nicht auf Grund des letztem
wiederum ohne neuen Zahlungsbefehl fortgefahren werden
(Archiv 5 Nr. 5 BGE 22 S. 272, BGE 24 I 537 8ep.-
Ausg. 1 S. 269). Wenn als Grund hiefür angegeben wurde,
die gesetzliche
Frist von sechs Monaten wolle den Sohuld-
ner vor späterer Betreibung ohne neuen Zahlungsbefehl
sohützen, so will dies jedoch
nicht sagen, jeder später für
die betreffende Forderung ausgestellte Verlustschein sei
von den Wirkungen des Art. 149 Abs. 3 SohKG ausge-
nommen. Es handelt sich gar n1cht um die Wirkungen des
Verlustscheines
als solchen, sondern des ihm zugrunde
liegenden Zahlungsbefehls. Dessen
Kraft als Vollstreckungs-
titel überdauert die Ausstellung des Verlustsoheins noch
sechs Monate,
und nicht länger, so dass nur während dieSer
Frist die Fortsetzung der Betreibung ohn neuen ZahlUngs-
befehl verlangt werden kann, dagegen nicht nochmals,
wenn eine solche Fortsetzung wiederum zur Ausstellung
eines Verlustscheines führt.
In diesem Falle ist der Gläu:..
biger, gleichwie wenn er die Frist gar nicht benutzt hat,
darauf angewiesen, den Schuldner mit neuem Zahlungs-
befehl zu betreiben. Der Deue Zahlungsbefehl hat dann
aber die nämlichen Wirkungen wie der alte. Kommt. es
in der auf ihm beruhenden Deuen Betreibung zur Ausstel-
lung eines neuen Verlustscheines, so kann daher neuer-
dings die Vergünstigung des Art. 149 Abs. 3 in Ans.pruch
genommen werden: nicht auf Grund des frühem, ver-
wirktel;l.,
sondern eben des neuen Zahlungsbefehls. Etwas
Abweichendes folgt auch nicht aus der Natur der Verlust-
scheinsfordemng. Die fruchtlos gebliebene Betreibung hat
die in Art. 149 SchKG vorgesehenen Folgen für den mate-
riellen Bestand der Forderung. Deren Vollstreckbarkeit
ist aber nicht beschränkt, insbesondere nicht für den Fall,
dass eine neue Betreibung wiederum nicht volle Tilgung
ergibt.
-
Der Schuldner erachtet sodann die auf dem Ver-
lustschein der Betreibung Nr. 384 beruhende Fortsetzung
deshalb als unzulässig, weil für die gleiche Forderung noch
72 Schuldbetraibungs-und Konkursrecht. N0 18.
die Betreibung Nr. 5"97 läuft. In der Tat ist der Gläubiger
nicht befugt, nebeneinander mehrere Betreibungen für
dinselbe Forderung durchzuführen. Die Einwendung des
Schuldners
ist jedoch verspätet. Sie hätte erhoben werden
müssen, als neben der bis zum 19.
Mai 1943 hängig geblie-
benen Betreibung Nr. 384 am 31. Juli 1942 die Arrest-
betreibung Nr. 597 angehoben wurde. Und "zwar wäre
hiefür in erster Linie nicht der Beschwerdeweg, sondern
ein Rechtsvorschlaggegen die Arrestbetreibung in Frage
gekommen (Archiv 5 Nr. 130,BGE 39 1469 Sep.-Ausg. 16
S. 171). Die Identität der Forderung zu beurteilen, steht
nicht den Betreibungsbehörden, sondern nur dem Richter
zu.
Bei feststehender und" unbestrittener
Identität lässt sich
die
Korrektur allerdings auch auf dem Beschwerdeweg
erzielen.
Hier ergibt sich die Identität aus den eigenen
Vorbringen des Gläubigers,
der ja den Arrest eben für die
Forderung
der Betreibung Nr. 384 verlangte, auf GrUnd
des in dieser Betreibung erhaltenen provisorischen Verlust-
scheins. Weil die Betreibung Nr. 384
hängig blieb, hätte
es keiner nauen zur Prosequierung des Arrestes bedurft
(Art. 278 SchKG). Indessen ist das Beschwerderecht längst
versäumt.
Die beiden Betreibungen bleiben daher neben-
einander
bestehen. Immerhin wird das Betreibungsamt
darauf Bedacht zu nehmen haben, dass sie auf Vollstrek-
kung der nämlichen Forderung gerichtet sind. Führt die
eine Betreibung zu voller Befriedigung, so
ist auch die
andere erledigt und gegebenenfa.1ls ein in ihr ausgestellter
Verlustschein aufzuheben.
Demnach erkennt die 8ch'lildbetr.-'U. Kon,k'Ur8kammer :
Der Rekurs wird abgewiesen.
Schuldbetraibungs. und Konkurarecht. N0 19.
19. Auszug aus dem Entscheid vom 23. September 1M3
i. S. Aiutana.
Lohwp/änilAmg, Art. 93 ScbKG. Wird dem Betreibungsamt eine
vom Schuldner vor dem Pfändungsvollzug vorgenommene
Lohna.btretung gemeldet, sei es auch erst längere Zeit nach
der Pfändung, so ist na.ch BGE 65 m 129 und 66 m 42 vorzu-
gehen; Art. 107 IV SchKG. Das Betreibungsa.mt hat jedoch
festzustellen, wann die Abtretung dem Drittschuldner (Arbeit-
geber) angezeigt wurde"und die damals bereits verfallenen und
auch beglichenen LohngQthaben amser acht zu lassen. Art. 167
OR.
8aMie de salaire. Art. 93 LP. Si l'oftice apprend que la. creance
da salaire a fait l'objet d'une cession, il procedera. selon les
principes
poses da.ns les arrllts RO 65 In 129 et 66 m 42,
meme s'il n'a etS informe de"la. cession qu'apres I'execution
da Ia saisie. "TI lui incombe toutefois de fixer Ja date a. la.quelle
Ja cession 80 6tS portSe a. Ja conna.issa.nce du tiers d6biteur
(emp.loyeur) et de faire abstraction des parts de sala.ire d6ja.
60hues
et payees: Art. 167 CO.
pignoramento
di aaZario (m. 93 LEF). Se l'uftlcio viene a sapere
che il credito a dipendenza. di salario e stato ceduto. procedera.
secondo i principi posti nelle sentenze RU 65 Irr 129 e 66
m 42, anche se e stato edotto deIla" cessione soltanto dopo
i1 pignoramento. L'ufticio e tuttavia tenuto a.d a.ccertare la
data. alla qua.le la cessione e stata comunica.ta a.l terzo debitore
(ossia 801 padrone) e a non tener conto deI salario allora. gia.
sca.duto e pa.ga.to. Art. 167 CO.
A'UB dem Tatbestand :
A. -Die Rekurrentin liess sich am 17. Juli 1942 von
ihrem Schuldner monatlich Fr. 20.-aeineskünftigen
Lohnes abtreten. Von dieser Abtretung war kein Gebrauch
zumachen, solange der Schuldner monatliche Abzahlungen
von
Fr. 20.-leiste. Im Mai 1943 hörte er damit auf.
Er war bereits von verschiedenen andern" Gläubigern be-
trieben, die Lohnprandungen erwirkt hatten. Am 20.
Mai 1943 zeigte die Rekurrentin die Lohnabtretung dem
Arbeitgeber des Schuldners
und am 1. Juni dann auch
dem Betreibungsamt an, mit dem Ersuchen, das Nötige
vorzukenn, da der Lohnabtretung Jie absolute Priorität
vor jedem andern Zugriff auf den Lohn zukomme. Das
Betreibungsamt antwortete, die LohnpfändUngen gehen
einer
vom Schuldner vorgenommenen Abtretung vor; auf