BGE 69 III 12
BGE 69 III 12Bge12.01.1943Originalquelle öffnen →
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Schuldbetreibungs-und Konkursrecht_ N0 0_
keinen vernünftigen Sinn, dem Schuldner mit der Begrün-
dung die einfachere und billigere Selbstversorgung mit
Flsch zu verunmögllchen, er könne sich auf dem Markt
aus den Barmitteln oder Forderungen eindecken, die ihm
gemäss Art. 92 Ziff. 5 SchKG (in der Neufassung nach
Art. 23 der Verordnung über vorübergehende Milderungen
der Zwangsvollstreckung vom 24. Januar 1941) zur An-
schaffung von Nahrungsmitteln für 2 Monate zu belassen
seien. -Die Sache ist deshalb an die Vorinstanz zur
Entscheidung darüber zurückzuweisen, inwieweit die
Kaninchen zur Ernährung des Schuldners und seiner
Familie
für 2 Monate erforderlich und daher als unpfändbar
zu erklären sind.
ö. Entscheid vom 15. Februar 1943 i. S. Fritz Blaser
& Cle A.-G.
V eung eir im MiteigenilWm Mehrerer stehenden Li6(Jenackaft.
Fur den ae Anteishy'pothek enfallenden Teil des Steige-
rungspreISes 1st (bereIts m den Steigerungsbedingungen) Bar-
zahlung zu verlangen. (Erw. 4). Neuer Grundsatz.
Von. dem für den betreffenden Rang erzielten Erlös aus der
Li!3gnschaft entfällt auf die Anteilshypothek nur der dem
Mitelgentumsrecht entsprechende Bruchteil. (Erw. I und 2).
Das rechtskräftige Lastenverzeichnis ist die massgebende Grund-
lage des VerteiIungsplanes. (Erw. 3).
Art. 646 Abs. 3 ZGB, Art. 73, b 11m Ende und 112 VZG. Art.
36 der Anleitung zur VZG.
Rl-aliBation d'un immeuble en coproprieU.
On e::cigera (dans les conditions de vente deja) que Ja panie du
pnx de vente afferente a. l'hypotheque grevant une part de
copropete soit payee comptant. Principe nouveau (consid. 4).
Le creancler hypothecaire ne peut pretenclre, sur le produit de
la vente obtenu pour le rang considere, qu'a la quote-parü
, correspondante au droit de eopropriete greve (consid. 1 et 2).
L etat des charges passe en force fait regle pour le tableau de
distribution (consid. 3).
Art. 646 al. 3-ce, art. 73 binfine et 112 ORI, art. 36 des Instrue-
tions relatives a. I'ORI.
Realizzazione. d'un jondo in comproprietd.
Gia ;neHe anti. Nuovo prineipio (eonsid. 4).
TI credltore lpotecarlO pub pretendere, sul ricavo della vendite.
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 6.
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ottenuto pel grado in questione, soltanto Ia quota corrispon-
dente al diritto di comproprietA gravato (consid. 1 e 2).
L 'elenco degli
oneri diventato definitivo fa regola per 10 stato
di riparto (consid. 3).
Art. 646 cp. 3 00, art. 73 binfine e 112 RRF, art. 36 delle Istru-
zioni per Ja realizzazione forzata di fondi.
A. -Die im Miteigentum der Frau Marie Westen-
Bohrer und zwölf weiterer Personen stehenden Liegen-
schaften Nr. 512, 1149 und 1252 der Sektion A des Grund-
buchs von Neu-Allschwil gelangten auf Begehren der
Basellandschaftlichen Hypothekenbank am 12. Oktober
1942 zur Grundpfandverwertung. Die erwähnte Bank
war in dem unangefochtenen Lastenverzeichnis aufgenom-
men als Gläubigerin der I. Hypothek auf den drei Liegen-
schaften mit einem Kapitalbetrag von Fr. 28,575.-und
Zinsen von Fr. 1390.-auf den Tag der Steigerung.
Lediglich
den 1/6-Anteil des Miteigentümers Karl Bohrer-
Moser
an den drei Liegenschaften belastet die II. Hypo-
thek der Rekurrentin, die mit einer Kapitalforderung von
Fr. 3720. -und Zinsen von Fr. 625.-auf den Steige-
rungstag aufgenommen war. Die Kapitalforderungen bei-
der Hypotheken waren nach dem Lastenverzeichnis dem
Ersteigerer zu überbinden, die Zinsforderungen dagegen
bar zu bezahlen.
B. -Joseph Stöcklin ersteigerte die drei Liegenschaften
für Fr. 35,500.-. Er nahm bei der Basellandschaftlichen
Hypothekenbank ein neues Darlehen auf und . leistete
Barzahlung. Nach der Abrechnung des Betreibungsamtes
bleibt über den Betrag der Forderungen der I. Hypothek
ein Barbetrag von Fr. 6119.97 verfügbar. Davon wies
es im Verteilungsplan 1/6 = Fr. 1020.-als auf den
Anteil des Karl Bohrer-Maser entfallend der Rekurrentin
zu und bescheinigte ihr einen Pfandausfall für Fr. 3325.-.
O. -== Da.rüber beschwerte sich die Rekurrentin mit den
ljegehrell
j
entsprechend dem Lastenverzeichnis sei ihre
gante Kapitalforderung von Fr. 3720.-dem Ersteigerer
auf Anr€lchnung an den Steigerungspreis zu überbinden,
und ferner sei ihr in bar zuzuweisen der Betrag ihrerndizion! di vdita si esigera. ehe la parte deI prezzo
d! vendita relatIva alilpoteca su una quota di comproprietA
Sla
:pagat in con
14 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 5. Ialligen Zinsforderungen von Fr. 625.-oder doch 1/6 des in bar vorhandenen restlichen Überschusses. Von der kantonalen Aufsichtsbehörde am 12. Januar 1943 abge- wie~n, hält sie mit dem vorliegenden Rekurs an den Beschwerdebegehren fest. Die 8c1vultlbetreibungs-und Kookurskammer zieht in Erwägung:
Hinsichtlioh der Kapita.lforderung beruft sich die Rekurrentin noch speziell auf das rechtskräftige Lastenverzeichnis, das deren Überbindung an den Erwer- ber vorsieht. Das versteht sich jedoch gleichfalls nur für den auf das Anteilspfand der Rekurrentin entfallenden Teil des Liegenschaftserlöses. 3. -In letzterem Umfange hätte die Rekurrentin allerdings auf der Überbindung statt der Barzahlung beharren können. Der Verteilungsplan soll dem Ergebnis der La.stenbereinigung, also dem rechtskräftigen Lasten- verzeichnis entsprechen (Art. 112 VZG). Allein, ein auf Überbindung eines blassen Teilbetrages gerichtetes even- tuelles Beschwerdebegehren fehlt. Der Rekurrentin ist offenbar nur um die ihr vermeintlich auf Grund der Überbindungsklausel des Lastenverzeichnisses zustehende volle Kapitaldeckung zu tun, worin sie nach dem Gesagten irrt. 4. -Übrigens sprechen überwiegende Gründe dafür, bei Verwertung einer im Miteigentum Mehrerer stehenden Liegenschaft nicht Oberbindung der Anteilshypotheken, sondern Barzahlung des auf sie entfallenden Teils des Steigerungspreises zu verlangen. Dies hätte also hier bereits im Lastenverzeichnis so angeordnet werden sollen. Bei Überbindung einer solchen Anteilshypothek auf den Erwerber der Liegenschaft würde sich zunächst die Frage erheben, ob trotz Aufhebung des bisherigen Miteigentums nach wie vor ein blosser Miteigentumsanteil verpfändet bleiben könne. Wird dies verneint, so muss
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dafür gesorgt werden, dass mehrere bisherige Anteilshypo-
theken gleichen Ranges in gleichem Range nebeneinander
bleiben.
Wird jene Frage bejaht, so braucht zwar an den
Pfandrechtseinträgen insoweit nichts geändert zu werden;
doch können sich
Irrtümer und sonstige Misshelligkeiten
daraus ergeben, dass die bisherigen Anteilshypotheken
als solche weiterbestehen, während eigentlich keine Mit-
eigentumsanteile mehr vorhanden sind. All dem ist zweck-
mässig vorzubeugen, indem bei Versteigerung
der Liegen-
schaft als solcher Barzahlung der Anteilshypotheken ver-
langt wird, soweit der Steigerungspreis sie überhaupt
deckt und sie nicht ausfallen.
Demnach erkennt die Sehuldbetr.-'U. Kon,k'Urs'kammer :
Der Rekurs wird abgewiesen.
6. Extrait de l'arrt du 23 man 1943 dans la cause Bulliard.
Same de 8alaire. Oeeeicm all6guee par le debiteur. -L'office ne doit
ou.vrir la. procedure de saisie des cr6a.nces contestees prescrite
par 10. jQrisprudence (RO 65 m 132, 66 m 4) que lorsque.
a. SB. connaissance. la. cession 0. 13M notifiee A l'employeur.
Lokwpländtung bei behaupteter Abtretung. -Solange die Abtretung
nach den dem Betreibu,ngsamt vorliegenden Meldungen dem
Arbeitgeber nicht angezeigt ist, brau.cht darauf nicht gemäss
BGE 65 III 132, 66 III 42 Rücksicht genommen zu werden.
Pignoramento di ealario in 0080 di '[Reteea ceeeione da parle del
debitore. -L'ufficio non deve aprire la. procedura. di pignora-
mento dei crediti contestati prevista. da.lla giurisprudenza
(RU 65 III 132, 66 III 42) se non quando gli consta. che 10.
cessione e stata. notmcata. 0.1 datore di lavoro.
L'office des poursuites de Geneve a d6cide de retenir
3 fr. par semaine sur le salaire de Bulliard. Celui-ci a porte
plainte contre cette saisie, alleguant en particulier des
oossions de salaire qu'il aurait consenties a deux de ses
crea.nclers.
L'Autorite genevoise de surveillance a rejete
Ja plainte. Elle arrete le salaire net du debiteur a 318 fr. 60
par mois. Elle evalue ses charges, comprenant l'entretien
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des epoux Bulliard et le loyer, a. 285 fr. Elle refuse de tenir
compte des cessions de salaire alIeguees.
Bulliard defere cette decision au Tribunal federal.
OO'n8iderant en Mait:
La recourant invoque les autres engagements auxquels
il doit encore faire face ; mais la circonstance que le debi-
teur a d'autres dettes que celle pour laquelle il est pour-
suivi est sans influence sur la determination de la quotite
saisissable du salaire. En revanche, les autorit6s de pour-
suite ne peuvent en principe ignorer les cessions que le
debiteur
dit ayoir consenties sur ses gains. Si ces cessions
sont valables, 181 partie oorrespondante du salaire n'appar-
tient plus au debiteur et ne peut etre l'objet de saisies. En
'ce cas, 181 jurisprudence presorit (RO 65 III 132, 66 III 42)
que l'office
ne peut saisir, sur ce qui exoMe le salaire
d6clare insaisissable,
que le montant qui n'est pas indique
comme ayant 6t6 oMe·; les montants mentionnes comme
c6des ne peuvent etre saisis qJle si le creancier poursuivant
conteste
181 validite de la cession et, dans ce cas-la., 'comme
creance
litigieuse, l'employeur etant informe que jusqu'a.
nouvel avis, il ne doit plus faire aucun versement en mains
des cessionnaires, mais peut s'acquitter par consignation
en justice (art. 168 CO).
En l'espece toutefois, il resulte des explica.tions du
recourant que les delegations n'ont pas 6t6 notifiees a.
l'employeur et que les oossionnaires ne font done, du moins
pour l'instant, pas usa.ge du dtoit que leur confere la ces-
sion de demander paiement au debiteur c6de. Or, tant que
ce
droit n'est pas xerce et que l'employeur contb.ue a
verser
au poursuivi le sttlaire integral, il n 'y a pas lieu de
tenir compte de la oossion. Celle-ei est en elle-meme
va.1a.ble, mais ne devient operante, en ce qui conceme la
saisie, que lorsqu'elle est portOO ala connaissance du d6bi-
teur du salMre. L'office ne doit done pas ouvrir la proOOdure
da saisie des· cr6anoos contestees sur la seule declaration
du debiteur poursuivi, annon9&nt qu'une partie de son
2 AB 69 m -19'1
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