BGE 68 II 40
BGE 68 II 40Bge16.12.1941Originalquelle öffnen →
40 Prozessrecht. N0 8. IV. ~ PROZESSRECHT PROCEDURE 8. Urteil der I. Zivilabteilung vom 23. April 1942 i. S. KappeIer gegen Kanton Un. Berujung. Klagen aus dem Dienstverhältnis eines kantonalen Angestellten sind, wenn dieses Verhältnis dem öffentlichen Rechte des Kantons untersteht, keine Zivilrechtsstreitigkeiten im Sinne von Art. 56 OG. Das gilt au.ch dann, wenn der kan- tonale Richter su.bsidiär, als Bestandteil des kantonalen Rechtes, die Vorschriften des OR über den Dienstvertrag angewendet hat. Recours en rejorme. Les litiges relatifs a l'engagement d'un employe wntonal ne sont pas des causes civiles selon l'art. 56 OJ, lorsqu'il s'agit d'un rapport de droit pu.blic. Il en est ainsi meme si la ju,ridiction cantonale a applique, a titre de droit cantonal supp16tif, les dispositions du code federal des obliga- tions sur le contrat de travail. Ricorso in O!ppello. Le contestazioni concernenti un impiego wnto- nale non sono cause civili a'sensi delI 'art. 56 OGF, quando si tratti di un rapporto d'impiego di diritto pubblico. Cib vale anche se Ia giurisdizione cantonale ha applicato, a titolo di diritto cantonale suppietivo, le disposizioni ehe il codice fede- rale delle obbligazioni prevede in materia di contratto di lavoro. A. -Der Kläger Johann Kappeier war seit 1931 Auf- seher der Strafanstalt des Kantons Uri. Am 14. September 1933 wurde er von einem Gefangenen überfallen und verletzt. In der Folge traten gestmdheitliche Störungen bei ihm ein, die im Juli 1937 zur Entlassung als Straf- anstaltsaufseher führten. B. -Mit Klage vom 20. Mai 1938 belangte Kappeier den Kanton Uri auf Ersatz der Heilungskosten und des InvaIiditätsschadens, die ihm duroh den Unfall vom 14 September 1933 erwachsen seien. Der Beklagte beantragte Abweisung der Klage. Das Landgerioht Uri wies die Klage durch Urteil vom 20. Mai 1941 in Anwendung der Vorschriften des Obliga- tionenrechts über den Dienstvertrag (Art. 319 ff., spez. Art. 339) als unbegründet ab. ProzeBSl'echt. N° 8. 41 Das Obergericht Uri bestätigte am 19. November 1941 das erstinstanzliche Urteil. C. -Gegen das Urteil des Obergerichtes hat der Kläger die Berufung an das Bundesgericht erklärt mit dem Antrag auf Gutheissung der Klage. Der Präsident der I. Zivilabteilung des Bundesgerichts hat durch Schreiben vom 10. März 1942 den Regierungsrat des Kantons Uri angefragt, ob Kappeier nach kantonalem öffentlichen Reoht oder naoh privatem Dienstvertrags- reoht als Strafanstaltsaufseher angestellt gewesen sei. Der Regierungsrat hat in seiner Antwort vom 18. April 1942 mitgeteilt, dass das Anstellungsverhältnis des Straf- anstaltsaufsehers der Verordnung über die Entschädigung der kantonalen Behörden und die Besoldungen der Beam- ten und Angestellten vom 30. Mai 1923 (der sog. Beamten- verordnung) unterstehe. Die Anstellung und Entlassung erfolge auf Grund dieser Verordnung durch den Regierungs- rat, ein Anstellungsvertrag bestehe nicht. Neben der Verordnung gelte für den Strafanstaltsaufseher im beson- dern das Reglement über die Strafanstalt. Er werde jeweilen im Staatskalender aufgeführt. Der Antwort sind die genannte Verordnung, das Strafanstaltsreglement, Staatskalender, Regierungsrats- beschlüsse und Korrespondenzen beigelegt. In Erwägung: dass nach Art. 56 OG die Berufung zulässig ist in Zivil- streitigkeiten, welche von den kantonalen Gerichten unter Anwendung eidgenössischer Gesetze entschieden worden oder nach solchen Gesetzen zu entscheiden sind, dass der Kläger gegen den Beklagten Ansprüche geltend macht aus seinem Angestelltenverhältnis als Strafanstalts- aufseher, dass dieses Angestelltenverhältnis nach den Auskünften des Regierungsrates und ihren Unterlagen nioht auf einem vom eidgenössischen Obligationenrecht beherrschten Dienstvertrag beruhte, sondern der sogenannten Beamten-
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verordnung vom 30. Mai 1923 und damit dem kantonalen
öffentlichen Rechte unterstand,
dass die Vorschriftc:in des eidgenössischen Obligationen-
rechts von der Vorinstanz demnach nur subsidiär, als
Bestandteil des kantonalen Rechtes, angewendet worden
sein
können (vgl. BGE 55 TI 210),
dass
der Kläger sich für seine Ansprüche allerdings
.auch noch auf Art. 41 ff. OR berufen hat,
dass jedoch nach den für das Bundesgericht gemäss
Art. 81 OG verbindlichen Feststellungen der Vorinstanzen
ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Unfall und
den gesundheitlichen Störungen des Klägers nicht besteht,
dass schon durch diese Feststellungen die Berufung
auf Art. 41 ff. OR ohne weiteres erledigt ist,
dass die Frage,
ob eine Oberexpertise hätte angeordnet
werden sollen, die Beweiswürdigung und das kantonale
Prozessrecht beschlägt und deshalb vom Bundesgericht
als Berufungsinstanz
nicht überprüft werden kann,
Mt das Bundesgericht erkannt :
Auf die Berufung wird nicht eingetreten.
9. Arrt de la Ire sectIon eivile du 6 fevrier 1942 dans la cause
Wanner contre Fritzell.
Recours en reforme. Valeur litigieuse. (Art. 59 OJ.) N'entre pas
en comJ?te le chef de demande tendant au paiement d'une
indemmte pour honoraires d'avocat.
Berufung, Streitwert (Art. 59 OG).
Das Begehren auf Bezahlung einer Prozessentschädigung (An-
waltskosten) fällt nicht in Betracht.
Ricorso in appello. Valore litigioso (art. 59 OGF).
La domanda tendente al pagamento di ripetibiIi non entra in
lines. di canto.
Par exploit du 7 juillet 1939, le demandeur Frizell a
actionne
le defendeur Wanner en payement de 3510 fr.
Prozessl'echt. N0 9.
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de dommages-interets. Le defendeur a conclu a liberation
des fins de Ia demande.
Le tribunal de Ire instance de Geneve ayant rejete
l'action par jugement du 1 er novembre 1940,le demandeur
a recouru an appel a la Cour de Justice civila du Canton
da Geneve en ajoutant a son chef de conclusions principal
un second chef tendant au payement de 500 fr. a titre
de « contribution aux frais d'honoraires ».
Pa,r arret du 16 decembre 1941, Ia Cour, admettant
l'appel, a condamne le defendeur a payer au demandeur
3000 fr. avec interet de droit plus 150 fr. pour contribu-
tion aux frais d'appel de son conseil.
Contre
cet arret, le defendeur a recouru en reforme
au Tribunal federal, en reprenant ses conclusions libe-
ratoires.
Oonsiderant en droit :
La recevabilite du recours depend en l'espece de la
valeur pecuniaire de l'objet du litige (art. 59 OJ).
Selon le recourant, cette valeur depasserait le chiffre
de 4000 fr. fixe par l'art. 59 OJ, etant donne que les deux
chefs de conclusions formes par le demandeur dans la
demiere instance cantonale (3510 fr. et 500 fr.) devraient
s'additionner conformement a l'article 60 OJ.
Cette maniire de voir est erronee. D'apres la jurispru-
dence,
sur laquelle il n'y a aucun motif de revenir (RO
41 TI 318 c. 1), entrent seuls en consid~ration pour le
calcul
du montant litigieux les chefs de conclusions dont
le Tribunal federal peut connaitre ratione materiae.
Tel
n'est pas le cas de la reclamation d'une ({ contribution
aux honoraires d'avocats )) ou d'une « indemniM judiciaire »,
cette demande relevant du domaine de la procedure
regi
par le droit cantonal. Le debat au fond ne porte
que sur la somme de 3510 fr.
Par ces moti/s, le TrilYunal /ederol
d6clare le recours irrecevable.
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