BGE 67 III 142
BGE 67 III 142Bge21.06.1941Originalquelle öffnen →
142 Schuldbetreibungs:' und Konkursrecht. N° 45. vorschlages wä.r:e. Das Betreibungsamt muss wissen, für welchen Forderungsbetrag gegenüber dem einzelnen Schuldner eine J:?fändung vollzogen werden soll, wie dies anderseits auch für die Aufnahme einer Retentions- urkunde gelten muss. Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkur8kammer : In Gutheissung des Rekurses und Aufhebung des ange- fochtenen Entscheides werden die Betreibungen Nr. 96, 97 und 272 sowie die Retentionsurkunde Nr. 1 (vom 13. August 1941) aufgehoben. 45. Auszug aus dem Entseheid vom 14. Oktober 1941 i. S. Lenggenhager. Lohnp/ändung (Art. 93 SchKG) : Bezieht der Schuldner Barlohn neben freier Station, so ist diese nicht in Geld zu werten, son- dern es ist zu prüfen, wie weit sie den notwendigen Bedarf des Schuldners deckt und wie weit er noch auf Barmittel ange- wiesen bleibt. . Saisie de salaire (art. 93 LP) : Lorsque le debiteur re90it deson employeur la pension et un salaire en espooes, il n'y a pas lieu de convertir en argent les prestations en nature, mais il faut rechercher dans quelle mesure ces prestations couvrent le minimum indispensable au debiteur et dans quelle mesure celui-ci doit eneore faire face ades depenses necessaires. Pignoramenw di salario (art. 93 LEF): Se il debitore riceve dal suo padrone vitto e alloggio corne pure un salario in contanti, non si debbono convertire in denaro le prestazioni in natura, ma devesi esaminare in quale misura queste prestazioni coprano il minimo indispensabile al debitore e in quale misura quest'ul- timo debba ancora fare fronte a spese necessarie. AU8 dem Tatbestand: Vom Monatslohn von Fr. 125.-, den der als Landar- beiter in einer Anstalt angestellte Schuldner neben freier Station bezieht, pfändete das Betreibungsamt für teilweise im letzten Jahr vor der Betreibung aufgelaufene Unter- haltsansprnche der Rekurrentin, einer Tochter, monatlich Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 45. Fr; 20.-auf die Dauer eines Jahres. Auf Beschwerde der Rekurrentin erhöhte die obere kantonale Aufsichtsbehörde die pfändbare Quote auf Fr. 30.-: Das monatliche Existenzminimum des Schuldners betrage Fr. 180.-und dasjenige der drei Kinder Fr. 108.-. Diesem Existenz- minimum der ganzen Familie von Fr. 288.-, das aus dem Lohn des Schuldners· bestritten werden sollte, stehe das tatsächliche Lohneinkommen von Fr. 245.-gegenüber, indem die zum Barlohn von Fr. 125.-tretenden Natural- bezüge auf monatlich Fr. 120.-zu werten seien. Für die . 245 Rekurrentin pfändbar seien somit Fr. 36.-X 288 = ca. Fr. 30.-. Die Rekurrentin hält mit dem vorliegenden Rekurs an weitergehender Erhöhung der pfändbaren Lohnquote fest ; sie beantragt Rückweisung an die kantonale Instanz zu neuer Beurteilung. A U8 den Erwägungen: Wenn die Vorinstanz von einem Existenzminimum des Schuldners von monatlich Fr. 180.-ausgeht und ander- seits die ihm vom Arbeitgeber gebotene freie Station nur auf Fr. 120.-im Monat wertet, so übersieht sie, dass der als Existenzminimum angenommene Geldbetrag üblicher- weise die Notwendigkeit, den Lebensaufwand durch Aus- gabe von Geld zu bestreiten, voraussetzt. Beziet r Schuldner Naturallohn, geniesst er insbesondere WIe hier freie· Station, so ist es nicht zutreffend, das ihm damit Gebotene in Geld umzuwerten, etwa damach, was es den Arbeitgeber kostet, um dann mit dem gefundenen Geld- betrag rechnen zu können, als würde er in bar ausbezahlt. Vielmehr ist zu prüfen, welche Elemente des Zwangs- bedarfs durch die freie Station gedeckt werden, ob. nicht ausser Nahrung und Wohnung ganz oder teilweise noch Kleidung (einschliesslich Schuhe und Leibwäsche),. Ge- sundheitspflege, sowie dringliche Kulturbedürfnisse. BIetet doch die freie Station in manchen Fällen ein eigentliches
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Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. N0 46.
Heim, so dass der Betreffende nur noch in geringem Mass
auf Geld angewiesen bleibt ; anderseits sind freilich auch
solche notwendige Ausgaben zu berücksichtigen, die, so
geringfügig sie erscheinen,
im Lauf eines Jahres doch
einen beachtlichen Betrag ausmachen. Ein Bericht des
Arbeitgebers wird die Grundlage
für die zu treffende Ent-
scheidung abzugeben vermögen. Insbesondere wird noch
zu prüfen sein, was für eigentliche Zwangsausgaben, die
nicht einmal verhältnismässiger Kürzung unterliegen,
allenfalls
dem Schuldner erwachsen, wie Beiträge an die
Lohnausgleichskasse, Versicherungen (ausser
Lebensver-
sicherungen) und dergleichen (vgl. BGE 51 III 68 ff.).
Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkurskammer :
Der Rekurs wird gutgeheissen, der angefochtene Ent-
scheid aufgehoben und die Sache zu neuer Beurteilung an
die kantonale Aufsichtsbehörde zurückgewiesen.
46. Arrt du 31 oetobre 1941 dans la cause Hgger.
Saisie. Tierce-opposition.
Lorsque la chose saisie et revendiquee par un tiers n'est pas en
la possession du debiteur, c'est, en regle generale, au creancier
poursuivant a ouvrir action contre le revendiquant.
La regle selon Iaquelle, en cas de saisie d'une automobile, le titu-
lake du permis de circulation doit etre repute possesseur de
la voiture dans le sens des art. 106 et suiv. LP (cf. RO 60 In 219
ev 64 In 138) ne presente d'interet que si l'automobile est
effectivement utilisee par plusieurs personnes dont le debiteur
lui-meme.
JViderverlahren.
Befindet sich der von einem Dritten angesprochene Pfändungs-
gegenstand nicht im Gewahrsam des Schuldners, so kommt
die Klägerrolle grundsätzlich dem betreibenden Gläubiger zu.
Die demgegenüber angenommene Sonderregel, dass ein gepfän-
detes Motorfahrzeug sich im Gewahrsam desjenigen befinde,
auf dessen Namen der Fahrzeugausweis ausgestellt ist (BGE
60 III 219, 64 III 138), greift nur dann Platz, wenn mehrere
Personen, . worunter der Schuldner selbst, das Fahrzeug tat-
sächlich benutzen.
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Pignoramento, rivendicazione.
Se l'oggetto pignorato c rivendieato da un terzo non si trova in
possesso deI debitore, ineombe, in massima, al creditore proce-
dente di promuovere aziono contro il rivendieante.
La norma, secondo eui, in easo di pignoramento d'un'automobile,
iI titolare della licenza di circoiazione dev'essere ritenuto
possessore deI veicolo a'sensi dell'art. 106 e seg. LEF (cfr. RU
60 In 219 0 64 In 138), e applicabile soitanto so l'automobile
e effettivamente utilizzata da piil persone, tra le quaIi i1 debi-
tore stesso.
A. -Le 21 juin 1941, a la requisition de la Societ6 ano-
nyme Garage Bel-Air Metropole, l'office des poursuites
de Lausanne a sequestre au prejudice de Charles Jan une
voiture automobile, marque Morris, qui etait garee chez
Un nomme Oswald a Reneus. La proprieM de cette voi-
ture a 15M revendiquee par DUe Egger. Celle-ci soutenait
que la voiture n'avait jamais appartenu au debiteur seques-
tre et que si elle avait bien eMla proprieM d'un nomme
Aime Jan, son locataire, qui etait titulaire du permis de
conduire, elle la lui avait cependant acheree en novembre
1939 deja, ainsi qu'il resultait, d'apres elle, des pieces
qu'elle produisait (acte de vente et quittance du prix).
Si elle n'avait pas fait transferer le permis a son nom,
c'etait a cause de la penurie de l'essence. L'auto n'avait
du reste plus roule depuis :/in 1939 et les plaques avaient
15M rendues. Quant au garage, c'est elle qui en etait loca-
taire et non Aime J an.
La creanciere ayant conteste la revendication, I'office a
assigne
a Dlle Egger Un delai de dix jours pour faire valoir
ses
droits en justice.
Le 29 juillet, en temps utile, DUe Egger aporte plainte
contre cette decision en demandant que le delai fftt fixe
a
la creanciere.
B. -Quelques jours auparavant, soit le 23 juillet, la
meme voiture avait ere saisie au prejudice, cette fois-ci,
d'un sieur Aime J an, dans une poursuite intentee contre
ce dernier par un autre creancier, la SocieM anonyme
Auto-Port. DUe Egger en revendiqua de nOuveau la pro-
prieM pour les memes motifs que lors du sequestre. La
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