BGE 67 III 103
BGE 67 III 103Bge09.06.1941Originalquelle öffnen →
Schuldbetreibungs-und Konknrsrecht. N° 31. ein Verzicht auf; den Anfechtungsanspruch nicht vor. Die Konkursmasse hat vielmehr den Anfechtungsprozess angehoben und im kantonalen Verfahren gewisse Summen • zugesprochen erhalten. Das Urteil des Obergerichts ist freilich zur Zeit nicht rechtskräftig. Es liegt aber nur an der Konkursmasse selbst, die Berufung zurückzuziehen, worauf die Anschlussberufung der Beklagten dahinfällt und jene Summen rechtskräftig zugesprochen bleiben. Dieses Prozessergebnis darf durch eine Abtrehmg des Prozessführungsrechtes an einzelne Konkursgläubiger nicht zum Nachteil der Konkursmasse beeinträchtigt werden. Der Masse steht frei, die Berufung aufrechtzuerhalten und so einerseits die Möglichkeit einer Erhöhung des Prozessgewinns auszuwerten, anderseits das Risiko einer Gutheissung der Anschlussberufung zu laufen. Zieht sie es aber vor, sich mit dem bereits Erzielten zu begnügen und den Prozess nicht weiterzuführen -was in der Macht der Klägerschaft steht, wenn seitens des Gegners keine Berufung oder nur eine Anschlussberufung vorliegt -, so muss ihr zugestanden werden, Abtretungsbegehren einzelner Gläubiger, wenn überhaupt, so nur unter der Bedingung zu berücksichtigen, dass ihr das im kantonalen Verfahren erzielte Prozessergebnis gesichert bleibe. Bei solcher Prozesslage kommt ein Verzicht auf den Anspruch als solchen gar nicht in Frage, sondern nur ein Verzicht auf den allenfalls im Weiterziehungsverfahren erzielbaren Mehrgewinn. Art. 260 SchKG lässt sich auf diesen Tat- bestand nur analog anwenden, in dem Sinne, dass mit einer Abtretung die Möglichkeit geboten werden darf, ein noch günstigeres Prozessergebniszu erzielen und den Mehrgewinn dem Art. 260 Abs. 2 zu unterstellen, wogegen das von der Konkursmasse bereits erstrittene Ergebnis ihr vorweg zukommen muss und das Risiko einer Ver- schlechterung des Prozessergebnisses von den Zessionaren zu tragen ist. (V gl. auch BGE 52 III 63 betreffend die Bedingungen einer Abtretung, wenn die prozessführende Konkursmasse ein Vergleichsangebot des Gegners anneh- Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N0 32. 103 men will.) Im vorliegenden Falle wären übrigens Konkurs- verwaltung und Gläubigerausschuss nach den ihnen zu- stehenden Vollmachten ohne weiteres berechtigt gewesen, die Berufung zurückzuziehen. . 2. -Der Rekurs der Solothurner Handelsbank ist als missbräuchlich mit den Kanzleikosten zu belegen (Art. 63 Abs. 2 des Gebührentarifs) ; verfolgt sie doch damit nicht ihr Interesse als Konkursgläubigerin noch ein Interesse der Konkursmasse, sondern das entgegen- gesetzte Interesse als Anfechtungsbeklagte. Demnach erkennt die Schuldbet1·.-u. Konhurskammer: Die Rekurse werden abgewiesen. 32. Sentenza 13 giugno 1941 nella causa BuUoni. Non solo i termini ehe il debitore deve osservare, ma anehe quelli imposti al ereditore sono prorogati dalle ferie a' sensi dell'art. 63 LEF (cambiamento di giurisprudenza). Nicht nur die vom Schuldner, sondern auch die vom Gläubiger einzuhaltenden Fristen werden durch die Betr.eibungsferien nach Massgabe von Art. 63 SchKG verlängert (Änderung der Rechtsprechung). Les feries de poursuites visOOs a l'art. 63 LP prolongent non seule- ment les delais que le debiteur doit observer, mais encore ceux que le creancier est tenu de respecter (changement de juris- prudence). Estratto dai considerandi : La querelata decisione dell'Autorita cantonale di vigi- lanza e stata intimata al Bulloni il 21 maggio 1941. TI cre- ditore ricorrente pretende ehe il termine per ricorrere non spirava il 31 maggio, ma il 10 giugno, giorno in cui egli inoltro il ricorso. Infatti, cosl argomenta, il 31 maggio cadeva nelle ferie di Pentecoste e, in virtu dell'art. 63 LEF, il termine di ricorso restava prorogato sino all'undici giugno. Secondo l'attuale giurisprudenza (RU 54 III 113; 51 III 139), solo i termini ehe il debitore deve osservare e non quelli imposti al creditore sono prorogati dalle ferie
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a' sensi dell'art. 63 LEF. Ne seguirebbe in concreto l'irri-
cevibilita deI ricorso, perche tardivo. Ma, dopo nuovo
esame, il prineipiö ehe i1 creditore e escluso dal beneficio
delle ferie
non dev'essere piu mantenuto. In un primo
tempo, il Tribunale federale, facendo sua la giurisprudenza
deI Consiglio federale, ha ammesso che l'art. 63 LEF con-
cerne soltanto i termini assegnati all'ufficio per compiere
certi atti eseeutivi. Tuttavia, con sentenza 13 settembre
1912 su ricorso Oppliger (RU 38 I 677 = Ed. sep. 15,258)
il Tribunale federale si e dipartito da questa giurisprudenza,
estendendo il benefieio dell'art. 63 LEF ai termini che
deve osservare i1 debitore. Gia allora il Tribunale federale
ha rilevato che, mentre l'art. 56 LEF vieta in generale
all'ufficio di procedere ad « atti eseeutivi» durante un
determinato periodo di tempo, l'art. 63 LEF parIa soltanto
di decorrenza di termini, senza menzionare gli « atti ese-
cutivi » e senz'accennare ehe esso si appliea soltanto ad
une categoria determinata dei termini prevista dalla legge
sull'eseeuzione e
sul fallimento. TI tenore dell'art. 63 LEF
non si oppone quindi a che il ereditore sia messo al bene-
ficio della proroga dei termini ehe vengono a seadere
durante le ferie. Tale soluzione si giustifica anehe in virtu
deI principio della parita di trattamento : in particolare
appare inammissibile esigere dal creditore ch'egli chieda,
sotto pena di caducita dell'esecuzione, certi atti esecutivi,
in un periodo di tempo in cui l'ufficio non pun compierli.
Ne vale obbiettare che le ferie hanno per iscopo di evitare
al debitore, per considerazioni umanitarie, gli imbarazzi
di un'esecuzione durante un perlodo determinato. Infatti
questo scopo non e per nulla pregiudicato, qualora i termini
assegnati al creditore, che vengono a scadere durante le
ferle,
siano prorogati a' sensi dell'art. 63 LEF. DeI resto,
quando il legislatore ha voluto favorire esclusivamente il
debitore, l'ha detto in termini espressi: cosi gli art. 58,
59, 60,
61 LEF prevedono la sospensione soltanto a favore
deI debitore. TI presente ricorso appare adunque tempe-
stivo.
Schuldhetreibungs. und Konkursrecht. N0 33.
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33. Entscheid vom 23. Juni 1941 i. S. Pfister.
Der VoUzug einer Requisitorialpländung darf nicht aus dem
Grunde abgelehnt werden, weil das ersuchende Amt gar nicht
zur Durchführung der Betreibung zuständig sei. Beschwerden
wegen solcher Unzuständ!gkeit sind bei den de,m ersuchenden
Amte vorgesetzten AufslCht<;behörden anzuhrmgen. Art. 89
SchKG.
Executian d'une saisie par delegation. L'office requis ne peut
refuser son concoUr8 par le motif que l'offic~ requerant. ne
serait pas competent pour exercer Ia poUr8mte. La pI,amte
pour incompetence doit etre portee devant les autontes de
surveiIIance dont depend l'office requerant. Art. 89 LP.
EtJettuaziane d'un pignoramento per delga. L'ucio .rice,:to non
pub rifiutare il suo concorso pel motIvo che I UffiClO nchledente
non ha la competenza di pocedere all'esecuzime .. ll .rclamo
per incompetenza dev'essere moltrato alle autorIta dl vlgJlanza.,
da cui dipende l'ufficio richiedente. Art. 89 LEF.
Die Rekurrentin ist in Basel betrieben, wo ihr Ehemann
ein Anwaltsbureau führt. Das Betreibungsamt Basel-
Stadt beauftragte das Betreibungsamt Binningen mit der
Pfändung der. dortigen Liegenschaft der Rekurrentin, in
der die Ehegatten wohnen. Das ersuchte Amt schickte
sich an, den Auftrag auszuführen. Nun führte die durch
den Ehemann vertretene Schuldnerin gegen das Betrei-
bungsamt Basel-Stadt Beschwerde mit dem Antrag, die
Betreibung sei mangels örtlicher Zuständigkeit als nichtig
aufzuheben, und gegen das Betreibungsamt Binningen mit
dem Antrag, dieses Amt sei anzuweisen, den Requisitions-
auftrag, weil vom örtlich unzuständigen Betreibungsamt
ausgehend, als nichtig nicht auszuführen. Die erstere
Beschwerde ist bei der Aufsichtsbehörde von Basel-Stadt
hängig. Auf die letztere trat die Aufsichtsbehörde von
Baselland am 9. Juni 1941 nicht ein, weil Beschwerden
wegen unzulässigen Pf"andungsauftrages bei den dem
ersuchenden Amte vorgesetzten Aufsichtsbehörden anzu-
bringen seien. Demgegenüber verlangt die Schuldnerin
mit dem vorliegenden Rekurs Rückweisung der Sache
an die Vorinstanz zur materiellen Beurteilung, eventuell
unmittelbar Gutheissung des Beschwerdeantrages.
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