BGE 66 III 49
BGE 66 III 49Bge22.10.1940Originalquelle öffnen →
48 Sehuldootreibungs_ und KonknmrechL No 13. (BGE 42 III 58,ß2 III 137). Dies ist jedoch an die Voraus- setzung geknüpft worden, dass die betreffenden Gegen- stände im Gebrauch des Beschwerdeführers stehen und für ihn selbst unentbehrlich seien, dass also der Grund der Unpfändbarkeit in seiner eigenen Person gegeben sei. Auf die Lohnpfändung nach Art. 93 lässt sich eine solche Ausdehnung des Beschwerderechts nicht übertragen. Es fehlt die tatsächliche Beziehung zum Pfändungsgegenstand, da am Dienstverhältnis und demgemäss am Lohngut- haben andere Personen nicht beteiligt sind. Das mittelbare Interesse an einer möglichst weitgehenden Beschränkung der Lohnpfändung genügt nicht zur Zuerkennung eines Beschwerderechtes an die vom Schuldner zu unterstüt- zenden Angehörigen, zumal die Pfändung ihnen mitunter erst lange hinterher zur Kenntnis gelangt und es nicht angeht, die Pfändung solch nachträglicher Anfechtung auszusetzen. Gegenüber der Lohnpfändung muss es daher beim ausschliesslichen Beschwerderecht des Schuldners - abgesehen vom entgegengesetzten des Gläubigers -sein Bewenden haben. Der Schuldner hat ja auch alle Ver- anlassung, eine übersetzte Lohnpfändung anzufechten; verringert sich doch im selben Verhältnis wie der unpfänd- bare Betrag insgesamt auch sein Anteil daran gleich wie der Anteil jedes von ihm zu unterstützenden Familien- genossen. Die Ehefrau des Schuldners konnte demnach nur als dessen Stellvertreterin oder Geschäftsführerin Beschwerde führen. Erhoben sich Zweifel am Willen des Schuldners, der Beschwerdeführung zuzustimmen, so war eine Voll- macht oder Genehmigung von seiner Seite nachzuverlangen. Das erübrigte sich jedoch, da die Beschwerdeführung offenkundig auch in seinem Interesse lag und angesichts der ersten, von ihm persönlich eingereichten Beschwerde ohne Zweifel von ihm gebilligt wurde. Demzufolge kann auch auf den vorliegenden Rekurs an das Bundesgericht ohne weiteres eingetreten werden. • .. .. .. .. .. 4 .. ~ .. .. • .. .. .. .. .. .. • .. .. .. • • .. Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N0 14. 19 14. Auet elu 24 O4ltobre 1940 dans Ia cause Stromeyer S.l. Suspension de.s poursuite.s a raison du service miUtaire (art. 57 LP, modifie par art. 16 ordonnance du Conseil fedcral du 17 octobre 1939 attenuant a titre temporaire le regime de l'exe- cution foreee).
5U Schuldhetrl'ibungs-und Konkursrecht. Xo 14. -quando, dlJ.lla mobilitazione, la persona morale ha affidato la sua rappresentanza unicamente apersone soggette al servizio miIitare, allo scopo di sottrarsi in tale modo ad aUi e,:;peut!vi. A. -Pierre Henry est Ie membre unique du Conseil d'administration de la S. A. ?es Charbonnages Reunis, a Geneve. La S. A. Stromeyer, a Bille, a requis une pour- suite contre la so eiere genevoise. Le commandement de payer d'abord notifie a ere annule par I'Office des pour- suites de Geneve, en raison du fait que l'administrateur unique de la sociere etait au service militaire et qu'ainsi la societe beneficiait de la suspension des poursuites. B. -La creanciere a porte plainte contre cette decision, en soutenant que la societe debitrice cherchait a tourner Ia loi : Avant la guerre, Ia sociere avait deux administra- teurs, a savoir, outre Pierre Henry, son pere, Fran90is Henry. Celui-ci s'est depuis retire. Trois semaines apres que Pierre a ete Iicencie du service militaire, la creanciere a requis la notification du commandement de payer, ensuite de quoi l'administrateur a repris du service comme volontaire. Il y a la un abus de droit manifeste. La debi- triee n'a d'ailleurs pas suspendu son exploitation; elle continue son activite par les soins d'un employe qui passe les commandes a d'autres maisons, qui etabIit des factures et d6livre des quittances. t Dans sa reponse, l'Office releve qu'au cours de son service actuel Pierre Henry peut consacrer chaque jour quatre heures a travailler pour Ia societe. L'Autorite cantonale de surveiIlance a rejete la plainte. O. -La soeiete creanciere a defere cette decision au Tribunal federal. Oonsiderant en droit :
. l:! Stundung für die Hotel· und die Stiekereündustrie. No 15 • centration des pouvoirs dans les mains de Pierre Henry n'etait pas imposee par des circonstances independantes de la volonte des actionnaires, le benefice de la suspension devra etre refuse. S'il ne doit l'etre pour ce motif, l'Auto- rite cantonale recherchera si la societe debitrice n'aurait pas eu la possibilite, le service' militaire de son administra- teur se prolongeant, de charger une autre personne de la representer ; dans ce cas egalement, libre cours devrait etre donne a la poursuite. Par ces motifs, la Chambre des Pmtrsuites et des Faillites prononce : La recours est admis, la decision attaquee est annuIee et la cause renvoyee a l'Autorite cantonale pour qu'elle statue a nouveau dans .le sens des considerants. B. Stundung für dia Hotel-und die Stickereiindustrie. Sursis on faveur da l'industrie hOteliere et de la broderie. BESCHEID DER SCHULDBETREIBUNGS- UND KONKURS KAMMER AVIS DE LA CHAMBRE DES POURSUITES ET DES FAILLITES 15. Bescheid vom 14. Oktober 1940 an die Schuldbetreibungs- und Konkurskommission des Obergerichtes des Kantons Luzern. Stundung für die Hotel· und Stickereiindustrie, Verordnung des Blmdesrates vom 3. November 1939, Vorverfahren .gemäss Art. 17/18: Die Nachlassbehörde oder deren Präsident kann Nlffi ersetzt durch Verordnung vorn 22. Oktober 1940 über vorübergehende rechtliche Schutzmassnahmen für die Hotel-lffid die Stickereiindustrie ; vg1. deren Art. 42 ff. Stundung für die Hotel. und clie StiekereiinduHtrie. :-;0 1;;. .:;3 die Ein8tellung der Betreibungcn in angpm(·s,.;ener Weis!> befristen, in dem Sinne, da8il beim Ausbleiben des Berichtes der Schweizerischen Hotel-Treuhand-Goflellschaft nach Ablauf der Frist unverzüglich die mündliche Vl,rhandlung nach Art. I!} der Verordnung angesetzt werde. 8ursis en faveur de l'industrie hoteliere et de La broderie. Ordonl1ance du Conseil fooeral du 3 novembre 1939. * Procedure prelimi- naire seI on les art. 17 et 18: L'autorite de concordat ou son president peut limiter le surflifl a lffi delai convenable et decidel' en meme temps que les debats oraux de l'art. 19 auront lieu sitöt apres l'expiration du delai lors meme que la Societe fiduciaire suisse de l'indufltrie höteliere n'aurait pas depose son preavis. Moratoria a favore dell'industria alberghiera e dei ricami. Ordinanza 3 novembre 1939 deI Consiglio federale. ** Procedura pre- liminare a'sensi degli art. 17 e 18 : L'autorita dei concordati o il suo presidente pub limitare la 8ospensione degli atti ese- cutivi a lffi termine ragionevole, ordinando che la procedura orale prevista dall'art. 19 avra luogo subito dopo la scadenza deI termine, anche se la Societa fiduciaria svizzera degli alberghi non avra. presentato il suo preavviso. Die eingangs erwähnte Behörde des Kantons Luzern sah sich veranlasst, der Schweizerischen Hotel-Treuhand- Gesellschaft (SHTG) am 17. September 1940 die dieser seit dem 24./27. Januar d. J. zur Vernehmlassung gemäss Art. 17/18 der Verordnung übermittelten Fälle in Erinne- rung zu rufen und auf die Reklamationen zahlreicher Gläubiger hinzuweisen. « Auf alle Fälle wird verhindert werden müssen, dass die einstweilige Sistierung der Betreibungen wegen Verzögerung des Verfahrens auf eine längere Stundung hinausläuft, als sie bei materieller Erledigung der Gesuche bewilligt werden könnte.)) Die SHTG antwortete darauf, die Verzögerung sei der grossen Geschäftslast zuzuschreiben. In dem aus dem Monat Januar stammenden Fall werde voraussichtlich die Ver- nehmlassung in der ersten Hälfte Oktober erstattet
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