BGE 66 I 286
BGE 66 I 286Bge05.06.1940Originalquelle öffnen →
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Verwaltungs. und Disziplinarrechtspflege.
Schutzvorschriften für nationale Bezeichnungen noch
nicht vorhanden waren oder noch nicht mit Strenge
gehandhabt wurden. Inzwischen hat sich das National-
gefühl in der Schweiz durch die Zeitumstände allgemein
vertieft und verstärkt, und dieser Wandlung muss von
den Behörden im Bewilligungsverfahren nach Art. 45 H.
HRegV Rechnung getragen werden (vgl. HIs, Kommentar
zu Art. 944 OR, Nr. 127).
Durch den angefochtenen Entscheid sind somit recht-
liche Grundsätze nicht verletzt; das Amt hat das ihm
zustehende Ermessen nicht übechritten, sondern von
seinen Befugnissen pflichtgemässen Gebrauch gemacht.
Demnach e;rkennt das Bundesgericht :
Die Beschwerde wird abgewiesen.
49. Urteil der II. Zivilabteilung vom 14. November 1940
i. S. Gysi und Niiesch gegen Zivilstandsamt Bern.
Einspruch gegen die Ehesckliessung (Art. 108 ff. ZGB): bedarf
bloss der Angabe eines gesetzlichen Einspruchsgrundes, während
die Begründg erst vor dem Richter vorgebracht zu werden
braucht. -über rechtzeitige Klaganhebung (Art. 111/112
ZGB) weisen sich die Einsprecher genügend aus, wenn sie eine
Bescheinigung über die binnen der Klagefrist erfolgte Ein-
leitung des amtlichen Aussöhnungsverfahrens vorlegen. Der
richterliche Entscheid darüber, ob wirksam geklagt worden
sei, bleibt vorbehalten.
Oppositicm au mariage (art. 108 ss. CC). Il suffit a l'opposant
d'alleguer l'une des causes d'opposition admises par la loi.
La motivation concrete, en revanche, peut n'avoir lieu que
devant le juge. -Pour prouver qu'il a int.ente action en t.emps
utile (art. 111-112 CC), l'opposant produit une piece attestant.
qu'il a ouvert la procedure en conciliation dans Ie delai fixe.
Le prononce du juge demeure reserve en ce qui concerne la
validiM de l'ouverture d'action.
OppCWJizicme al matrimonio (art. 108 e seg. CC). Basta che l'oppo-
nente alleghi una delle cause di opposizione ammesse dalla
legge. La motivazione concreta puo invece aver luogo
davanti al giudice. Per provare ehe Ia causa e stat.a promossa
t.empest.ivamente (an. lll-Il2 CC), basta ehe l'opponente
produca un documento attestante eh' egli ha iniziato entro il
Register. )<0 49.
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termine stabilito Ia procedura di conciIiazione. Resta riservata
la decisione deI giudice per quanto conceme Ia validita del-
l'apertura delI' azione.
A. -Die Beschwerdeführer liessen am 5. April 1940
ihr Ehevorhaben durch das Zivilstandsamt Bern ver-
künden. Am 11. April erhoben die Eltern der Braut
schriftlich Einspruch mit der Angabe, der Bräutigam sei
nicht urteils-und damit nicht ehefähig. Der,. Einspruch
wurde nicht anerkannt und die Nichtanerkennung den
Einsprechern am 23. April mitgeteilt. Diese liessen innert
zehn Tagen zum Aussöhnungsversuch vorladen über das
Begehren, der Eheabschluss sei den Brautleuten richterlich
zu untersagen. Am 3. Mai 1940 erliess der Richter die
Ladung zum Aussöhnungsversuch. Mit Rücksicht hierauf
verweigerte der Zivilstandsbeamte die Ausstellung des
von den Brautleuten verlangten Verkündscheins. Deren
Beschwerde gegen diese Verfügung wurde von beiden
kantonalen Aufsichtsbehörden über das Zivilstandswesen
abgewiesen.
B. -Gegen
den Entscheid der obern Instanz vom
16. August 1940 führen die Brautleute verwaltungs-
gerichtliche Beschwerde beim Bundesgericht. Sie bean-
tragen, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei das
Zivilstandsamt anzuweisen, ihnen den Verkündschein
gemäss Art. 113 ZGB auszustellen. Zur Begründung wird
ausgeführt: Der auf eine leere Behauptung gestützte
Einspruch hätte von vornherein nicht beachtet werden
sollen. Jedenfalls sei er mangels rechtzeitiger Klagefüh-
rung (Art. 112 ZGB) dahingefallen. Mit Unrecht habe
das Zivilstandsamt die Anrufung des Aussöhnungsrichters
einer Klaganhebung gleichgestellt. Zu einer solchen Ent-
scheidung wäre höchstens der Richter befugt ; es liege
aber keine richterliche Verfügung oder Bescheinigung
solcher
Art vor. Wollte man aber die Zulässigkeit solcher
Gleichstellung
in diesem Verfahren prüfen, so wäre sie
zu verneinen. Nach Art. 144 der bernischen ZPO sei ein
Aussöhnungsversuch gerade mit Rücksicht auf die bun-
288 Verwaltungs_ und Disziplinarrechtspflege. desrechtliche lQagefrist gar nicht notwendig; somit hätte die Klag~ ohne weiteres beim erkennenden Gericht eingereicht werden können und, um die Klagefrist zu wahren, auch müssen. Das Bundesgericht zieht in Erwägung :
290 Verwaltungs-und Disziplinarrechtspflege. weiterer zehn :,Tage nach dem Aussöhnungsversuch an das erkennende Gericht zu gelangen hatten, wie die Beschwerdeführer annehmen. Demnach erkennt das Bundesgericht: Die Beschwerde wird abgewiesen. 50. Sentenza 19 dicembre 1940 della 11 Sezione eivile nella causa Prada contro Dipartimento dell'lnterno deI Cantone TIeino. L'infante illegittimo nato in Francia e riconosciuto conformemente al diritto francese dal padre svizzero, domiciliato in Isvizzera, dev'essere iscritto nel registro delle famiglie deI Iuogo di origine deI padre anche se quest'ultimo rifiuta d'indicare il nome della madre. In Frankreich geborenes aussereheliches Kind eines in der Schweiz wohnenden Schweizerbiirgers. Hat der Vater das Kind nach französischem Recht anerkannt, so ist es im FamiIienregister des Heimatortes des Vaters einzutragen, auch wenn dieser sich weigert, den Namen der Mutter anzugeben. L'enfant illegitime ne en France et reconnu conformement au droit fran9Ris par un Suisse domicilie en Suisse doit etre inscrit au registre des familles du lieu d'origine du pare, meme si ce dernier refuse d'indiquer le riom da la mare. Il27 febbraio 1940, nasceva a Gaillard (Alta Savoia) un infante che, davanti all'Ufficio di stato civile di quel comune, Pietro-Maria Prada, oriundo di Oastel San Pietro (Oantone Ticino) e domiciliato a Ginevra, ricono- sceva come suo, imponendoli i nomi di Jean, Pierre, Gerard, Igin, senza peru indicare come si chiamasse la madre. n padre presentava l'atto relativo alla nascita e al rico- noscimento (atto steso in conformita della legge francese) all'Ufficio di stato civile di Oastel San Pietro per ottenerne l'iscrizione nel registro delle famiglie. Oon decreto 18 aprile 1940, intimato il 6 maggio, il Dipartimento dell'Interno deI Oantone Ticino non auto- rizzava questa inscrizione, adducendo ehe il Prada, quan- tunque espressamente invitato, si era rifiutato d'indicare il nome della madre deI figlio da Iui riconosciuto e aveva Register. No 50. 291 quindi reso impossibile d'accertare se il riconoscimento non fosse contrario all'art. 304 00. Il 5 giugno 1940, Prada si aggravava al Consiglio di Stato deI Cantone Ticino e, 10 stesso giorno, inoltrava al Tribunale federale un ricorso di diritto pubblico, da valere eventualmente come ricorso di diritto civile. Il Presidente della Sezione di diritto pubblico deI Tri- bunale federale sospendeva l'istruzione della causa fino a tanto che il Oonsiglio di Stato non si fosse pronunciato. In data 13 giugno Prada dichiarava di rinunciare al suo gravame al Oonsiglio di Stato e avvertiva il Tribunale federale che il ri(lorso interposto il 5 giugno doveva consi- derarsi come un ricorso di diritto amministrativo ricevibiIe a' sensi della cifra I, cp. 3, dell'Allegato della GAD. Il Dipartimento dell'}nterno deI Oantone Ticino pro- poneva di dichiarare irricevibile il ricorso ; eventualmente di respingerlo nel merito. Anche il Dipartimento federale di giustizia e polizia chiedeva il rigetto deI ricorso. Dei motivi addotti dal ricorrente, come pure degli argomenti invocati dalla controparte asostegno delle loro rispettive conclusioni si dira., per quanto occorra, nei considerandi di diritto. Oonsiderando in diritto :
-Nel fattispecie sorge anzitutto la questione di sapere quale sia il diritto applicabile al riconoscimento di un
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