Art. 286 ZGB; loss of parental authority upon guardianship after remarriage; admissibility of civil complaint under Art. 86 OG. Where a parent who previously held parental authority remarries, the ordering of guardianship for the children under Art. 286 ZGB entails the loss of parental authority ex lege. The measure does not presuppose the grounds of Art. 285 ZGB and does not require observance of the special procedure applicable to that provision. Decisions applying Art. 286 ZGB, as well as decisions on restoration of parental authority extinguished thereunder, are not open to civil complaint to the Federal Court (consid. 1-2).
den Gläubiger :befriedigt habe oder nicht. In beiden Fällen leitet sich sein Anspruch auf Zahlung aus dem Kaufvertrag her und tritt als Teil des Anspruches auf den Kaufpreis an Stelle des vom Käufer abgegebenen Schuldbefreiungs- versprechens, das durch Nichtannahme des neuen Schuld- ners durch den Gläubiger undurchführbar geworden ist. Da die Klage aus den vorstehenden Erwägungen ge- schützt werden muss, ist es ohne Bedeutung, dass der Kläger aus dem Pfandausfallschein aus den von der Vor- instanz erwähnten Gründen keine Rechte ableiten kann. Demnach erkennt das Bundesgericht : Die Berufung wird gutgeheissen, das Urteil des Kantons- gerichts des Kantons St. Gallen vom 9. März 1939 wird aufgehoben und der Beklagte verpflichtet, dem Kläger Fr. 31,189.10 nebst 5 % Zins seit 29. April 1936 zu be- zahlen. 21. Urteil der ll. Zivilabteiltmg vom 15. September 1939 i. S. Abderhalden gegen VOrllltmdsehaftsbehörde Bremgarten und Kons.
setzt weder einen Grund zum Vorgehen gemäss Art. 285 ZGB noch die Anwendung der für ein solches Vorgehen auf- gestellten besondern Verfahrensvorschriften voraus. 2. Zivilrechtliche Beschwerde an das Bundesgericht (Art. 86 OG) ist nicht zulässig : a) gegen Entscheidungen über die Anwendung von Art. 286 ZGB; b) gegen Entscheidtmgen über die Wiederherstellung einer auf Grund dieser Bestimmung aufgehobenen Elterngewalt.
n'implique ni l'existenced'un fait qui justifierait l'application
de l'art. 285 ce ni l'observation de la procedure prevue pour
cette application.
2. Ne peuvent faire l'objet d'un recours de drait civil (art. 86 OJ):
paternelle supprimoo en vertu de cette disposition.
Applicazione dell'art. 286 00 :
Fam.iliemecht. N0 21. sie die Einränung eines in bestimmter Weise zu ordnen- den Besuchsrenhtes. Das Bundesgericht zieht in Erwägung :
1I9 fenen Verhältnissen die Notwendigkeit vormundschaftli- chen Schutzes ergibt. Je mehr ihm das Wohl dieser Kinder am Herzen liegt, um so leichter wird sich der betreffende Elternteil mit dem Eingreifen der Behörden abzufinden wissen, das seiner Elternehre keinen Abbruch tut, zumal wenn, gemäss Art. 286 Abs. 2 ZGB, er oder der neue Gatte als Vormund bezeichnet wird, wie es hier zunächst auch geschehen ist. Aus dieser Verschiedenheit der VOJ;'- aussetzungen zum Vorgehen nach Art. 285 einer-und nach Art. 286 anderseits erklärt sich, dass im letztern Fall von Bundesrechts wegen weder ein ausdrücklicher Gewaltentzug ausgesprochen noch das allenfalls vom kantonalen Recht vorgesehene besondere Verfahren für die Anwendung von Art. 285 beobachtet zu werden braucht. Die von der Beschwerdeführerin erhobene Rüge, dieses Verfahren sei nicht eingehalten worden und die Vormundschaft daher nicht gültig, geht somit fehl. 2. - Entscheidungen nach Art. 286 ZGB, anders als solche nach Art. 285, unterliegen nicht der Weiterziehung durch zivilrechtliche Beschwerde (Art. 86 Ziff. 2 OG). Demgemäss sind auch Entscheidungen über Wiederher- stellungsbegehren nach Art. 287 ZGB nur dann an das Bundesgericht weiterziehbar, wenn die elterliche Gewalt gemäss Art. 285 entzogen, nicht auch, wenn sie durch Anordnung einer Vormundschaft gemäss Art. 286 auf- gehoben worden war (BGE 38 II 769 ff.). Die vorliegende Beschwerde erweist sich damit als unzulässig. Dass da- neben auch noch Gründe zu einer Gewaltentziehung nach Art. 285 in Frage standen, hinderte die Behörde nicht, das einfachere Vorgehen zu wählen, das zudem der Eltern- ehre der Gesuchstellerin weniger abträglich war. Auch wenn man zunächst nach Art. 285 vorgegangen wäre, ohne auf diesem Wege zur Entziehung der Elterngewalt zu gelangen, wäre hemach ein Vorgehen nach Art. 286 offen gestanden. Muss es daher bei der rechtsbeständigen Anordnung der Vormundschaft sein Bewenden haben, so ist die neue Ehe der Gesuchstellerin auch nicht etwa für
120 Familienrecht. N° 22. die Beurteilung ihres Wiederherstellungsbegehrens bedeu- tungslos geworden. Zur Behandlung des das Besuchsrecht betreffenden Eventualbegehrens ist das Bundesgericht von vornherein nicht zuständig. Demnach erkennt das Bundesgericht : Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 22. Sentenza 15 settembre 1939 delIa II Sezione civile nella causa Giulietti contro Manzoni.
kann von der Mutter aus eigenem Recht anbegehrt werden, ohne dass das gesetzlich vertretene Kind gleichfalls zu klagen oder als Intervenient aufzutreten braucht. Die Klage der Mutter und die des Kindes sind voneinander unabhängig; die eine fällt durch Verzicht des andern Klageberechtigten nicht dahin.
A. -I1 5 febbraio 1936, Maria Giulietti dava aHa lure un figlio illegittimo, cui fu imposto il nome di Giovanni Antonio. I1 23 luglio 1936, davanti al Giudire conciliatore deI Circolo di Roveredo, Plinio Manzoni dichiarava di rico- noscere per suo questo figlio illegittimo e prometteva altresi di sposare Maria Giulietti nel prossimo autunno. Il 30 agosto 1936, l'Autorita tutoria di circolo nominava tutrice (recte euratrice) dell'infante Giovanni Antonio Giulietti la Commissione pauperile di Roveredo, la quale, con transazione conclusa il 20 gennaio 1937, rinunciava a promuovere ogni azione di paternita e di pensione alimentare deI figlio Giovanni Antonio Giulietti , purcM a quest'ultimo Plinio Manzoni versasse una volta tanto Ja somma di fr. 2100. In data 25 gennaio 1937 I'Autorita tutoria deI Cireolo di Roveredo approvava questa transazione. B. -Con libello 2 febbraio 1937 Maria Giulietti doman- dava ehe l'infante Giovanni Antonio fosse attribuito con effetti di stato civile a Plinio Manzoni. TI 28 febbraio 1938, il Tribunale deI distretto della Moesa respingeva questa domanda, siecome improponibile dato il tenore delle transazione 20 gennaio 1937. L'attrice si e tempestivamente aggravata al Tribunale federale a'sensi degli art. 56 e seg. OGF. Oonsiderando in diritto : 1 ............... . 2. -Nel suo ricorso al Tribunale federale Maria Giu- lietti domanda che il figlio illegittimo Giovanni Antonio sia attribuito con effetti di stato civile a Plinio Manzoni. Sorge il quesito di sapere se questa domanda non gia stata liquidata in virtu della transazione che le parti hanno conclusa il 23 luglio 1936. Tra le parti era controverso se Giovanni Antonio Giulietti dovesse essere attribuito come figlio a Plinio Manzoni. Nessun disposto di legge impediva loro di