BGE 64 III 33
BGE 64 III 33Bge15.12.1937Originalquelle öffnen →
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 9.
gleich wie ee von der Gläubigerversammlung bestellte
Konkursverwaltung, jedenfalls wenn er im behördlich
bestätigten Nchlassvertrag bezeichnet oder doch von der
Nachlassbehörde ernannt worden ist. Diese Rechtsstellung
des Liquidators ruft der Anwendung des Gebührentarifs
zum SchKG mit Entscheidungsbefugnis der Aufsichts-
behörden. Besondern Verhältnissen kann dabei unschwer
Rechnung getragen werden bei Bestimmung der Pauschal-
gebühr gemäss Art_ 53. Nichts zwingt dazu, dem Liqui
dator wi auch der Liquidationsmasse und damit jedem
einzelnen Gläubiger den Schutz des Tarifrechtes zu ver-
sagen, der sich angesichts des dem Gang eines Konkurses
nachgebildeten Verfahrens der Liquidation aufdrängt.
Die Verweisung an die Zivilgerichte wäre nicht nur kaum
vereinbar mit der Stellung .des Liquidators, sondern auch
unzweckmässig. Namentlich liegt viel daran,dass die
Verteilung des Erlöses nicht zu lange hinausgeschoben
werden mus. Der Verteilung vorgängig aber sind die
noch unbeglichenen Kosten der Liquidation, die aus dem
Erlös vorweg gedeckt werden· sollen, zu bereinigen. Das
kann durch Entscheid der Aufsichtsbehörden im allge-
meinen rascher geschehen als auf dem Wege· eines Zivil.-
prozesses. Es ist auch· zu bedenken, was die Rekurrentin
vorbringt, dass die Fragen nach der örtlichen Zuständig-
keit des Richters und nach der Klagelegitimation nicht
abgeklärt wären, wie übrigens auch der mit einem Zivil-
prozess verbundene KostenaUfwand die rechtliche Erle-
digung erschweren müsste. Die Zuständigkeit der Auf-
sichtsbehörden ist also gegeben.
Demnach erkennt die Sckuldbetr.-und Konkurskammer :
Der Rekurs wird in dem Sinne gutgeheissan, dass der
angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache zu
materieller Beurteilung an die kantonale Aufsichtsbehörde
zurückgewiesen wird.
A. SchuldhetreiIJungs-und Konkursrecht
Poursuit.e et Faillite.
ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULD-
BETREIBUNGS-UND KONKURSKAMMER
ARRTS DE LA CHAMBRE DES POURSUlTES
ET DES FAILLITES
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10. A.rrit du 5 mars 1938 dans la causa Petitpierre S. A.
Oertificat d'insuffisance de gage. -Art. 158
2
LP. -Le delai d'un
mois pendant lequel Ie creancier gagiste peut reprendre la
poursuite sans nouveau commandement de payer court des
Ia reception du certificat.
P fan d aus fall s ehe in; Art. 158 A b s. 2 S c hKG. -
Die Monatsfrist, binnen deren der Gläubiger die Betreibung
ohne neuen Zahlungsbefehl fortsetzen kann, läuft vom Empfang
des Pfandausfallscheines an.
Attestato d'insufficienza di pegno. Art. 158 cp. 2 LEF. -II termine
di un mese, durante il quale il creditore pignoratizio puo pro-
cedere senza un nuovo precetto esecutivo, decorre dal ricevi-
mento dell'att.estato.
A. -Le 15 novembre 1937, I'Office des poursuites de
Neuchatel adelivre au CrOOit suisse a Neuchatei un cer-
tificat d'insuffisance de gage dans une poursuite exercee
contre la S. A. Charles Petitpierre. Le 15 decembre sui-
vant, le Credit suisse a fait notifier a la socieM poursuivie
une commination de faillite en vertu de l'art. 158
2
i. f. LP.
B. -La S. A. Charles Petitpierre a porte plainte contre
cette notification. Elle demande que la commination de
faillite soit annulee et fait valoir, en bref: Le delai d'un
AS 64 III -1938
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34 Schuldbetr!'ibungs-und Konkursrecht. Xo 10. mois de rart. :158 2 i. f. LP court, non pas des la reception du certificat, mais bien des le moment ou le creancier a connu l'insuffisance du gage. Il courait donc, en I 'espece , des le 2 novembre 1937, date de la vente aux encheres et le Credit suisse n'etait plus au benefice de l'art. 158 2 LP, le 15 decembre 1937, lotsqu'il a rep~ la poursuite. G. -L'Autorite cantonale neuchateloise a rejeM la plainte en seconde instance et la S. A. Charles Petitpierre a recouru au Tribunal federal en maintenant son point de vue. Gonsiderant en droit :
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