BGE 64 I 107
BGE 64 I 107Bge18.03.1937Originalquelle öffnen →
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Verwaltungs-und Disziplinarreehtspflege.
der Helvetik n den Staat verloren und seither nicht
wiedererlangt. 'Mit diesem Einwand sind sie wie gesagt
nicht zu hören: Bei dieser Sachlage besteht auch keine
Veranlassung,
vom Stift den Nachweis einer Ersitzung zu
verlangen und ein AuskÜlldigungsverfahren gemäss Art.
662 ZGB anzuordnen.
4. -
Der Streit über den Verlauf der Grenze zwischen
den Ufergrundstücken und dem Frauenwinkel steht dessen
Aufnahme in das Grundbuch auch nicht entgegen. Ebenso
wie die Abgrenzung des Frauenwinkels ist die Abgrenzung
der Ufergrundstücke selbst dadurch ·betroffen. Wollte
man um dieses Streites willen den Frauenwinkel nicht für
genügend abgegrenzt halten, so müsste man auch die be-
reits vollzogene Aufnahme der Ufergrundstücke als unge-
rechtfertigt erklären. Sodann ist es widerspruchsvoll, die
bei
der Vermessung herbeizuführende Grenzfeststellung
deshalb zu verweigern, weil das eine Grundstück (der
Frauenwinkel)
nicht im Grundbuch aufgenommen sei,
und anderseits die Aufnahme in das Grundbuch abzu-
lehnen,
eben weil es an einer genügenden Grenzfeststellung
fehle.
Vielmehr hat die Aufnahme unter Vorbehalt der
für den Frauenwinkel gleich wie für die Ufergrundstücke
vorzunehmenden Grenzziehung
stattzufinden. Ist als
deren Nordgrenze « der See » oder « der Zürichsee )) ange-
geben, so
muss es für das Seegrundstück genügen, die Süd-
grenze durch die Ufergrundstücke zu bezeichnen. Art. 1
Abs. 2
GBV verlangt keinen unbestrittenen Grenzverlauf,
sowenig wie bei
nachträglichem Grenzstreit ein schon
vorhandenes
Grundbuchblatt hinfällig wird. Zur Eröff-
nung eines Grundbuchblattes genügt die Bestimmbarkeit
der Lage des Grundstücks an hand natürlicher Grenzen
oder bestehender bezw. bezeichneter Grenzpunkte, sowie,
gegenüber bereits eingetragenen oder miteinzutragenden
andern Grundstücken, anhandder Angabe eben dieser
Grundstücke, die
es umgrenzen sollen.
5. -
Der Beschwerde ist somit stattzugeben. Der Eigen-
tümer eines zur Eintragung tauglichen Grundstückes hat
Anspruch auf ungesäumte Aufnahme in das Grundbuch,
Registersachen. N0 18.
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'um die mit der Eintragung verbundene Rechtsstellung zu
erlangen. Seinem Begehren lässt sich auch nicht entgegen-
halten,
er könne später immer noch anlässlich einer
Grundbuchbereinigung (hier gemäss
§§ 252 Abs.2 und 264
des schwyzerischen
EG zum ZGB) berücksichtigt werden.
Der Zweck solcher Bereinigungsverfahren ist, wie gerade
aus dem erwähnten § 264 erhellt, die bis dahin nicht ein-
getragenen
Berechtigten « bei Rechtsverlust » zur Anmel-
dung der Rechte binnen bestimmter Frist zu veranlassen.
Keineswegs soll
dadurch jemand gehindert sein, eine An-
meldung schon vorher einzureichen und zur Geltung zu
bringen. Das dem eidgenössischen gleichgestellte schwy-
zerische
Grundbuch steht von Bundesrechts wegen jedem
Eigentümer zur Verfügung, der sich über sein Recht aus-
weist.
Demnach erkennt das Bundesgericht .-
Die Beschwerde wird gutgeheissen und das Notariat
Höfe angewiesen, die nachgesuchte Eintragung vorzu-
nehmen.
18. Estratto della. sentenza 31 marzo 1938
della. IIa Sedone civile neUa causa J'ratelli J'oglia
contro Dipartimento dl gi'l1stizia. deI enten 'ricino.
L'art. 954 cp. 2 ce e a.pplica.bile quando l'iscrizionechiesta. dipende
effettivamente da. un raggruppamento di terrem.
La. questione di sapere quale tassa debbasi percepire per l'isri
zione di un trapasso nel registro fondiario dipende dl dirlt
cantonale e non pub quindi iar l'oggetto di un. rlcorso di
diritto amministrativo al Tribunale federale (art .. 10 cp. 1
GAD).
Ritenuto in fatto .-
A. -Durante illavoro di raggruppamento dei terreni
nel comune di Bioggio, Edmondo Gianinazzi . consentiva
a vendere ai
fratelli Foglia, pel prezzo di 1500 fchi., un
fondo incluso nelcomprensorio. .
Anziehe
far rogare un atto notarile, le parti invitavano
108 Y"rwaltullgR-und Disziplinarl'echtspflege_ il geometra ino.aricato di eseguire il raggruppamento a t.ener conto deI trapasso nel nuovo riparto, il quale otteneva l'approvazione deI Consiglio di Stato con decreto 24 ottobre 1930. Preso possesso deI fondo, i fratelli Foglia vi costruivano, ne11933, una casa d'abitazione. B. -In data 14 agosto 1937, i fratelli Foglia, riferendosi ad un atto notarile celebrato il giorno precedente, chiede- vano che il trapasso deI fondo fosse iscritto nel registro fondiario provvisorio. L'Ufficio dei registri dava corso a questa istanza ed esigeva il pagamento di una tassa ealcolata in base ad un valore di 21 199 fehi. 50 corrispondente alla stima officiale deI fondo al momento dell'iscrizione. 0_ -I fratelli Foglia si aggravavano al Dipartimento eantonale di giustizia, domandando, in via prineipale, l'esonero dalla tassa; in via subordinata, la commisura- zione della tassa al valore di 1500 fchi _ Essi allegano di essere diventati proprietari deI fondo in virtu deI nuovo riparto approvato eon decreto 24 ottobre 1930. Osservano che hanno fatto iserivere·il trapasso nel registro fondiario provvisorio unieamente perehe Ia Banca dello Stato deI Canton Ticino, alla quale si son rivolti per ottenere un mutuo ipoteeario, ha chiesto Ia produzione di un estratto dellibro delle mutazioni attestante che essi sono i Iegittimi proprietari deI fondo. Rilevano infine ehe il valore deI terreno, all'epoea in cui fu pattuita la vendita, era di 1500 fchi. e saU a 21 199 fehi. 50 dopo ehe essi vi costruirono una cassa d'abitazione. Il Dipartimento cantonale di giustizia respingeva il gravame sostanzialmente per i seguenti motivi: Nel fattis- pecie l'iscrizione ha soltanto eftetto dichiarativo. Non ne segue pero eh'essa sia esente dalla tassa. Anehe l'iscrizione di un trapasso successorio soggiace alla tassa, pur non avendo carattere eostitutivo. Quanto al valore, in base al quale la tassa va calcolata, deve far stato il valore deI fondo al momento delI 'iscrizioe. Registersachen. N° 18. 109 0. Contro questa deeisione i fratelli Foglia hanno inoltrato tempestivamente ricorso di diritto amministra- tivo, riconfermandosi nelle loro domande ed allegazioni. Considerando in diritto :
110 Verwaltungs-mul Disziplinarrechtspflege. restare indecis. Infatti l'iscrizione non e stata chiesta in forza di quel decreto, ma sulla base di un atto notarile rogato il 13 agosto 1937. Questo titolo da forza legale a quanto le partihanno gia convenuto all'epoca deI raggrup- pamento dei terreni nel comune di Bioggio : esso fa sempli- cemente constarela compra-vendita deI fondo in questione, la quale, per i motivi sopra esposti, e estranea al raggrup- pamento. 2. -In via subordinata, cioe qualora l'esonero non fosse concesso, i fratelli Foglia domandano che la tassa di mutazion6 sia stabilita in base al valore reale dell'atto, che le parti contraenti hanno fissato a 1500 fchi. Questa domanda e irricevibiJe. La questione di sapere quale tassa debbasi percepire per l'iscrizione di un trapasso nel registro fondiario dipende dal diritto cantonale. Come prevede l'art. 10 cp. 1 GAD, il ricorso di diritto amminis- trativo pub essere diretto soltanto contro· una decisione che violi il diritto federale. Il Tribunale federale pronuncia : Il ricorso e respinto in quanto e ricevibile. H. BEFREIUNG VON KANTONALEN ABGABEN EXEMPTION DE CONTIBUTIONS CANTONALES 19. Urteil '10m 5 April 1938 i. S. Frey und Konsorten gegen Regierungsrat des Kantons :Baselstadt. Der Bund ist nicht kompetent, seine Beamten von einer kanto- nalen Feuerwehrsteuer zu befreien, soweit sich eine solche Befreiung nicht schon nach Massgabe der kantonalen Ordnung rechtfertigt. Das Bundesgericht hat vor Anwendung der vom Bundesrat erlassenen eidgenössischen Telegraphenordnung und der entsprechenden Telephonordnung zu prüfen, ob sie nicht gegen jene Kompetenzabgrenzung verstossen. A. -Der Kanton Basel-Stadt hat im Jahre 1935 die Organisation der kantonalen Feuerwehr neu geregelt. Befreiung von kantonalen Abgaben. No 19. BI 'Unter anderem wurde die bis dahin geltende Befreiung unabkömmlicher Bediensteter des Staates und privater Unternehmungen von der Feuerwehrsteuer beseitigt. Die nunmehr geltende Ordnung ist folgende : Der Feuerwehrdienst wird versehen durch a) die ständige Feuerwache, deren Angehörige dem kan- tonalen Beamtengesetz unterstehen, b) die· Feuerwehrkompagnien, c) die vom Regierungsrat anerkannten Privatfeuerwehren (§ 1 des Gesetzes über die Organisation der Feuerwehr, vom 25. April 1935). Feuerwehrpflichtig sind alle männlichen Kantonsein- wohner vom 28AO. Altersjahr (§ 2). Aus ihnen werden die Feuerwehrmänner zum Dienst in den Feuerwehrkom- pagnien ausgeWählt, wobei die Pflichtigen den Vorzug erhalten, die sich durch ihren Beruf besonders für den Dienst eignen (§ 3, Abs. 2). Nicht aufgenommen werden die Bediensteten der öffentlichen Verwaltung, mit deren Dienst es unvereinbar ist, dass sie im Brandfalle ihren Dienst verlassen, ferner für die Abhaltung der Gottes- dienste angestellte Geistliche, die um Befreiung nachsuchen, und die Angehörigen der ständigen Feuerwachen und der anerkannten Privatfeuerwehren (§ 4). Die nicht in die Kompagnien eingeteilten Feuerwehrpflichtigen, die nicht der ständigen Brandwache oder anerkannten Privatfeuer- wehren angehören, entrichten jährlich eine Ersatzsteuer. Von der Steuer befreit ist, wer während wenigstenS 6 Jah- ren bei der ständigen Wache, in den Kompagnien oder bei einer anerkannten Privatfeuerwehr Dienst geleistet hat, ferner wer dienstuntauglich geworden ist infolge einer Verletzung oder Erkrankung, die er sich im Feuerwehr..: dienst zugezogen hat (§ 5). Durch Gesetz vom .18. März 1937 wurde die Steuerbefreiung auf die kantonale Luft- schutzorganisation ausgedehnt. . B. Die eidgenössische Telegraphenordnung bestimmt über ausserördentlichen Dienst im öffentlichen Interesse : cc Wenn das öffentliche Interesse es erheischt, wie bei
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