BGE 63 III 113
BGE 63 III 113Bge17.07.1937Originalquelle öffnen →
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Schuldbetreibungs_ und Konkursrecht. No 31.
auch entstand~ sein, weil der Ehemann frühere Beiträge
der Ehefrau ihrem Zweck entfremdet hat, in welchem
Falle die
Erhöhung der gegenwärtigen wegen Haushalt-
schulden aus vergangener Zeit eine zweifache Heran-
ziehung der Ehefrau bewirken würde. Überhaupt ist
sei n erN a t u r g e m ä s s der Beitrag nach den
gegenwärtigen Lebensbedürfnissen der Familie, nicht nach
zurückliegenden (Schulden) zu bemessen.
3. -Diesen Grundsätzen gemäss
ist von der Aufsichts-
behörde
der Beitrag, den der Schuldner von der Ehefrau
verlangen kann, festzusetzen. Sein Betrag ist vom Existenz-
minimum dr schuldnerischen Familie abzuziehen; was
verbleibt, ist der aus dem Lohne des Schuldners zu
deckende Zwangsbedarf. Soweit sein Lohn denselben
übersteigt,
ist er pfänd.bar. Die Festsetzung dieser Lohn-
quote durch die Aufsichtsbehörden wird definitiv sein.
Es könnte nicht in Frage kommen, dass der Gläubiger
eine höhere Beitragspflicht
der Ehefrau als die von den
Aufsichtsbehörden ihrer Rechnung zugrundegelegte und
dementsprechend eine höhere freie Lohnquote behaupten
und die letztere als bestrittene pfänden und verwerten
lassen würde. Denn streitig ist ja nicht die Höhe des
Lohnes, den der Dienstherr zu zahlen hat und den der
Erwerber des Lohnguthabens anstelle des Lohnberechtig-
ten gegen den Dienstherrn geltend machen könnte, son-
dern streitig ist das Mass der ehegüterrechtlichen Beitrags-
pflicht. Diese kann aber der-Richter nur im Verfahren
zwischen
den Ehegatten festsetzen (Art. 246 Abs. 2 ZGB)
Soweit im Entscheide BGE 60 In 58 eine andere Auffassung
vertreten ist, wird sie aufgegeben.
Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkurskammer :
Der Rekurs wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der
angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache zu
neuer Beurteilung im Sinne der Erwägungen an die
Vorinstanz zurückgewiesen wird.
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Schu1dbetreibungs-und Konkursrecht. N° 32.
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32. met du 22 octobre 1937 dans la causa Buffat.
POU1'8Uite exercee par un etablissement de:prt8 8'1'1' gagea. Irreceva-
billte d'un recours au Tribunal federal concemant les mesure.
prises par l'office au cours d'une teHe poursuite (an. 45 et
11) LP).
Nicht an das Bundesgericht weiterziehbar
sind Entscheidungen der kantonalen Aufsichtsbehörde über
Beschwerden gegen Verfügungen des Betreibungsamtes in den
von ein e r Ver s atz ans tal t g e m ä s s Art. 4 5
SchKG an geh 0 ben e n Be t r e i b u n gen. (Art. 19
SchKG).
Non possono essere oggetto di ricorso al Tribunale jederale le deci-
sioni dell'Autorita cantonale di vigilanza concementi reclami
contro provvedimenti presi dall'Ufficio neUe esecuzioni pro-
mosse
da un istituto di prestito a pegno (an. 45 e 19 LEF).
A. -A la requisition de la Banque de prets sur gages
et Mont-de-Piete S. A., creanciere d'Eugene Buffat,
l'oflice de Lausanne a procooe a une « poursuite periodi-
que», conformement aux art. 39 ss de la loi du 16 mai 18.91
concernant la. mise en vigueur dans le Canton de Vaud
de la loi federale sur la poursuite pour dettes et la faillite.
Il adresse un commandement de payer collectif, portant
notamment le num6ro de la reconnaissance etablie par la
Banque all nom de Buffat, commandement de payer
publie le 25 mai 1937 et adresse au debiteur. L'avis de
vente, faisant egalement mention de la· reconnaissance,
a
ete notifie de la meme manrere. Le 17 juillet 1937,
l'oflice a vendu aux encheres six rideaux deposes par
Buffat a la Banque de prets.
B. -Par plainte du 20 juillet, ·le debiteur a requis
l'annulation de Ia vente et la restitution des objets. Il
soutenait qu'il n'avait re~lU de l'office ni commandement
de payer ni avis de vente, et que les encheres etaient, en
consequence, entachees d'irreguIarites.
Les autorites cantonales ont rejete la plainte, l'autorite
superieure, par le motif que, la vente etant irrevocable,
il serait en tout etat de cause impossible de remeruer aux
pretendus manquements de l'oflice.
ll4 Schuldbetreiblmgs. und Konkursrecht. No 33. C. Contre la decision de la Cour des poursuites Buffat a recouru au Tribunal federal, en reprenant ses. conclusions. En droit: La poursuite, qui a pour objet une creance d'un etablis- sement de prets. sur gages, se fonde sur le droit cantonal, soit sur les art. 39 ss de la loi vaudoise d'introduction de la LP. Ces dispositions n'ont pas ete touchees par la pro- mulgation du ce, attendu qu'elles rentrent dans le cadre de la reglementation a la quelle les cantons peuvent, en vertu de l'art. 915, soumettre la profession de preteurs sur gages (cf. art. 45 LP). L'autorite superieure, il est vrai, a porte Ba decision sans declarer que c'etait le droit can- tonal qui s'opposait a la revocation de la vente et qui enlevait par consequent a la plainte tout interet pratique. Mais il n'est pas douteux -les art. 41 a 43 de la loi d'intro duction reglant la procooure d'encheres -, qu'elle a, en fait, applique le droit cantonal. Or on ne peut recourir a.u Tribunal federal que pour violation de la loi fooerale (art. 19 LP) ; la Chambre des poursuites ne saurait donc entrer en. matiere sur le present recours. Par ces moti/s, la Chambre des Poursuites et des Faillites declare le recours irrecevable. 33. Entscheid vom la. Noyember 1937 i. S. Deplu. Die gegen einen im Ausland wohnenden Schuldner in der Schweiz von einem örtlich unzuständigen Betreibungsamt wigehobene Betreibung ist dann nichtig, wenn auch der betreibende GläU. biger im Ausland Wohnsitz hai (Art. 46 SchKG). La. poursuite introduite en Suisse par un office incomp6tent quant au lieu contre un debiteur domicilie a I'etranger doit etre declaree nulle d'office lorsque le creancier poursuivant est aussi domicilie a l'etranger (an. 46 LP). Un' esecuzione promossa in Isvizzera da un ufficio incompetent ratione 10m contro un dehitore domiciliato all'estero e nulla se il creditore escutente e pure domiciliato all'estero (an. 46 LP). Schuldbetreibungs. und Konkursrecht. No 33. 115 Der in Singen wohnende, für eine Bündner Firma rei- sende Rekurrent wurde von einer . Münchner Bank unter seiner ständigen Adresse in Zürich, Josefstrasse 73, wo er monatlich 1-2 mal bei Bekannten übernachtet, betrieben; er erhob dagegen nicht Beschwerde, und es kam zu einer Lohnpfändung im Betrage von Fr. 100.-im Monat, gegen die der Schuldner rekurriert mit dem Antrag auf Erhöhung seines Existenzminimums Init Rücksicht auf den infolge der Abwertung geringeren Kurswert des Frankens in Deutschland. Die 8chuldbetreilntngs-und Konkurskammer zieht in Erwägung : Wie die Vorinstanz zutreffend ausführt, geht die Recht- sprechung des Bundesgerichts hinsichtlich des Orts der Betreibung dahin, dass· die Vorschriften über den Betrei- bungsort nicht zwingend und daher die am unrichtigen Orte angehobene Betreibung nicht nichtig ist, wenn der Schuldner seinen Wohnsitz im Auslande hat, da in diesem Falle eine Benachteiligung anderer Gläubiger durch Vereitelung ihres Anschlussrechts am gesetzlichen (schwei- zerischen) Betreibungsorte und daInit eine Schädigung öffentlicher bezw. dritter Interessen durch die Betreibung am ungesetzlichen Orte nicht stattfindet (BGE 59III 6). Diese Praxis geht jedoch davon aus, dass es sich um einen in· der S c h w e i z w 0 h n h a f t e n Betreibungs- gläubiger handelt, sodass immerhin insofern ein schwei- zerisches Interesse an der Möglichkeit der Durchführung der Betreibung in der Schweiz gegeben ist. Im vorliegenden Falle dagegen hat nicht nur der Schuldner, sondern auch der Gläubiger in Deutschland Wohnsitz, sodass es auch an diesem Interesse fehlt, weshalb die Aufrechterhaltung der Betreibung am ungesetzlichen Betreibungsorte nicht mehr gerechtfertigt erscheint. Sie ist deshalb, ohne dahinge- henden Antrag und ohne Rücksicht auf die Beschwerde- frist, von Amtes wegen aufzuheben. Die weiter sich stellende Frage, ob die eventuell gepfändeten Lohnbeträge
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