BGE 63 I 204
BGE 63 I 204Bge19.01.1937Originalquelle öffnen →
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Strafrecht.
Objekte befinde,n, die daraus angeschafft wurden, sei es,
dass Schulden getilgt wurden, die, wenn noch bestehend,
abzuziehen
wären ....
Demnach erkennt das Bundesget'icht :
Die Klage wird in dem Sinne gut,geheissen, dass der
Kläger für das Steuerjahr 1936 neu zu veranlagen und dass
dabei die Steuerfreiheit der Kapitalabfindung der l\filitär-
versicherung im Sinne der Erwägungen zu berücksichtigen
ist.
PROTECTION DES MARQUES DE FABRIQUE
Vgl. Nr. 40. -Voir n° 40.
II. MUSTER-UND MODELLSCHUTZ
PROTECTION DES DESSINS ET MODELES
INDUSTRIELS
40. Auszug aus dem Urteil des Xassationshofs vom
a5. Oktober 1937 i. S. S. Masson '" OIe gegen G. und W. SanClmeier.
M ar k e n s c hut z : Be w u s s t sei n der Re c h t s w i dI-
r i g k e i t ist Voraussetzung der Strafbarkeit.
Mus t e r -und Mo delI s c hu t z: Neu h e i t s zer s t ö -
ren d ist auch der G e b rau c h des Musters durch· den
I n hab e r vor der Hin t e r 1 e gun g; MMG Art. 12
Ziffer 1.
A. -Die Firma Masson & Cie hat am 12. Juli 1934 für
eine von ihr fabrizierte schwarze Zigarre mit hellem Mund-
stück im schweizerischen Markenregister eine kombinierte
Wort-und Bildmarke eintragen lassen, die neben der Be-
zeichnung
c( Masson Negerli» eine Abbildung der Zigarre
I
Muster-und Modellschutz. No 40.
20ä
enthält, bei der das helle Mundstück angedeutet ist. Für
die besondere Form der Zigarre hatte der Rechtsvorgänger
der Herstellerin am 29. Juni 1934 den Muster-und Modell-
schutz erwirkt.
B. -Die Firma Sandag, Cigarrenfabrik A.-G. in Bein-
wiI,
hat eine Zigarre gleicher Form und Farbe unter der
auf den Zigarrenkistchen aufgedruckten Bezeichnung
« Negerli» in den Verkehr gebracht. Da Masson & Cle
sich dadurch sowohl in ihrem Recht auf die Marke, wie
auf das Muster verletzt fühlten, erhoben sie gegen die
verantwortlichen Organe der Sandag Strafklage gemäss
Art. 24 MSchG und Art. 24 ff. MMG.
O. -Sowohl das Bezirksgericht Kulm, wie das Ober-
gericht des Kantons Aargau haben jedoch die beiden
Angeklagten freigesprochen ...
D. -Gegen das Urteil des Obergerichtes vom 11. Juni
1937 hat die Firma Masson & Cle die Kassationsbeschwerde
an das Bundesgericht ergriffen mit dem Antrag auf Auf-
hebung des angefochtenen Entschejdes
und Verurteilung
der Angeklagten gemäss den vor der ersten Instanz ge-
stellten Begehren ...
Die Beschwerdegegner haben Abweisung der Beschwerde
beantragt.
Der Kassationshof zieht in Erwägung :
Auch die behauptete strafbare Verletzung von
206 I::Itrahecht. Musterschutzrec1;1tell ist von der Vorinstanz mit Recht abgelehnt worde,n. Nach den verbindlichen Feststellungen des angefochtenen U rteiIs waren Zigarren nach dem hinter- legten l\luster bereits vor der Hinterlegung in Händler- kreisen und beim rauchenden Publikum bekannt. Dies genügt, um dem hinterlegten Muster die Neuheit abzu- sprechen, obne die es von Anfang an nicht schutzlahig war. Insbesondere ist die Ansicht der Beschwerdeführerin rechtsirrtümlich, dass eine der Eintragung vorgängige Verwendung des Musters durch sie selbst nicht neuheits- schädlich sein könne. Massgebend ist nach dem klaren Wortlaut und Sinn des Art. 12 Ziffer I MMG einzig, ob das betreffende Muster im Publikum oder in beteiligten Verkehrskreisen tatsächlich b e k a n n t gewesen ist. Unter welchen Umständen diese Bekanntheit zustandege- kommen ist, hat keine Bedeutung (vgl. BGE 54 II S. 60 ff., wo die Neuheit eines Modells verneint wurde, das lediglich durch Vertrauensmissbrauch in den beteiligten Kreisen bekannt geworden war, sowie BGE 56 II S. 236, wo die Neuheit eines Musters verneint wurde, weil der Inhaber es vor der Hinterlegung in erheblichem Umfang verwen- det hatte). Fehlt es aber an einem geschützten Muster oder Modell, so ist eine Verletzung begrifflich ausgeschlos- sen. Demnach erkennt der Kassationshof : Die Beschwerde wird abgewiesen. ID. ORGANISATION DER BUNDESRECHTSPFLEGE ORGANISATION JUDICIAIRE FEDERALE 41. Arrit da 1& Cour de cassatlon penale du 24 mai 1937 dans la cause Eisanegger contre Tribunal d'accusatlon du canton da Vaud. Dans les causes penales de droit federal deferees aux tribunaux cantonaux en conformiM de la loi federale sur la procedure penale du 15 juin 1934, la question de la condamnation de Organisation der Blmdesrechtspflege. N0 41. 207 l'inculpe aux frais de procooure et d'execution estregie dans tous les cas par le droit cantonal, que la delegation emane du Conseil federal ou soit prevue par une loi. A. -Par decision du II aont 1936, le Departement federal de justice et police a defere au Canton de Vaud la cause penale Fleischhauer, Eisenegger et consorts pre- venus d'avoir viole l'art. 2 de l'arreM federal du 21 juin 1935 tendant a garantir la snrete de la Confederation. L'en- quete s'est terminee par un non-lieu; les frais ont eM mis pour les deux tiers a la charge de Fleischhauer et pour le tiers a la charge d 'Eisenegger . B. -Les prevenus ont recouru contre ce prononce, en tant qu'illes condamnait aux frais. Statuant le 19 janvier 1937, le Tribunal d'accusation du Canton de Vaud a d6clare le recours de Fleischhauer irrecevable et a rejete le recours d 'Eisenegger. O. -Par acte du 12 ferner, Eisenegger s'est pourvu en nullite contre cet amt aupres de la Cour de cassation du Tribunal federal, en demandant a etre liMre des frais mis a sa charge. Le recourant pretend que les juges des deux instances cantonales ont, « par leurs decisions, vi()Ie le droit federal applicable en l'espece ... » Oonsiderant en droit : Le recourant invoque, pour justifier la recevabilite de son pourvoi, l'arret Birkhäuser, RO 60 I 64 SB, clans lequel le Tribunal. federal avait, a la suite d'arrets anMrieurs, declare que, dans les causes penales qui doivent etre jugees d'apres les lois federales et que le Conseil f6deral defere aux tribunaux cantonaux, le droit federal etait egalement applicable a la question des frais. Cette jurisprudence se fondait sm l'al'tf. 156 OJ qui prescrivait que l'accuse devait payer les frais de procedure et d'execution a teneur des 10is cantonales ; s'il ne pouvait le faire, s'iI etait acquitM ou s'll n'etait pas donne suite a l'action penale, la Caisse federale remboursait les frais au canton, a l'exception de certaines indemniMs et taxes. Le Tribunal federal a con- sidere que cette disposition reglait la questiOll des frais, non
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