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Nnchlru;sv 'rfahren ÜOOl' Bank 'n. N° 19.
Bürgschaft in:, Anspruch genommen werden, kann nur
insoweit Rechnung getragen werden, als es durch eine
Rechtsvorschrift zugelassen wird,
was bezüglich der hier
streitigen Punkte eben nicht zutrifft. Insbesondere ist
auch die Beschränkung einer solidarischen Mitbürgschaft
auf den verhältnismässigen Anteil nicht vorgesehen.
Demnach e"rkennt die Schuldbetr.-u. Konlr!urskammer:
Der Rekurs der Bürgen Fravi und das Begehren II des
Rekurses des Dr. Pruppacher werden abgewiesen.
c. Kachlasnerfahren über Banken.
Proc6dnre da concordaL ponr les Banques.
ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULD-
BETREmUNGS-UND KONKURSKAMMER
ARR1tTS
DE LA CHAMBRE DES POURSUITES
ET DES FAILLITES
19. Entscheid vom 19. April 1835 i. S. Sllbarroth und Itons.
Nachlassverfahren übel' Banken (Banken-
ge set zArt. 37, bundesrätliche Vollziehungsverordnung
vom 26. Februar 1935 Art. 45 Abs. 2 und 55 Abs. 2, bundes-
gerichtliche Verordnung vom 11. April 1935 Art. 47):
Die von der vor dem Inkrafttreten des Bankengesetzes ange-
gangenen oberen kantonalen Nachlassbehörde ausgesprochene
Bestätigung des VOll einer Bank vorgeschlagenen N achlass-
vertrages kann nicht a n das B und e s ger ich t w e i -
tel' g e zog e n wer d e ll.
Concordat de8 banques (loi sur les banques, art. 37; reglement
d'execution, du 26 fevrier 1935, art. 45, al. 2 et 55, aI. 2;
ordonnance du TF du 11 avril 1935, art. 47). -L'homolo-
NachlllSSverfa.hren über Banken. N° 19.
gation prononcee par l'autorite cant )nale superieure avant
l'entree en vigueur de la loi sur les banques n'est pas sujette
a recours an TF.
Concordato delle banche (legge sulle banche Art. 37 ; regolamento
d'esecuzione 26 febbrajo 1935. Art. 45 cap. 2 e 55 cap. 2:
regolamento deI Tribunale federale 11 aprile 1935, art. 47).
L'omologazione pronunciata dall'autorita cantonale superiore
prima dell'entrata in vigore della legge sulle banche non e
deferebile al Tribunale federale per via di ricorso.
Die Rekurse richten sich gegen die am 21. Februar
1935 ausgesprochene Bestätigung des von der Bank für
Graubünden vorgeschlagenen Nachlassvertrages durch die
obere
kantonale Nachlassbehörde.
Die Schuldbetreibungs-und Konlr!urskammer
zieht
in Erwägung :
Das am 1. März 1935 in Kraft getretene Bundesgesetz
über die Banken und Sparkassen bestimmt: Art. 37
Abs. 1: Gegen die Verfügungen des Sachwalters kann
innert zehn Tagen nach Kenntnisnahme derselben Be-
schwerde bei der Nachlassbehörde als einziger kantonaler
Instanz erhoben werden. Die Weiterziehung des Beschwer-
deentscheides an das Bundesgericht bleibt vorbehalten.
Abs. 8: Als Nachlassbehörde haben die Kantonsregierun-
gen eine einzige kantonale Instanz zu bestimmen.
Die Vollziehungsverordnung
vom 26. Februar 1935
bestimmt : Art. 45 Abs. 2 : Auf ein bei Inkrafttreten des
Gesetzes hängiges.... Nachlassverfahren können die
Bestimmungen des Gesetzes
und dieser Verordnung,
soweit die Verhältnisse
es rechtfertigen, ebenfalls ange-
wendet werden. Art. 55 Abs. 2: Für die Beschwerde-
führung gegen Entscheide .... der Nachlassbehörde gelten
die Vorschriften
über die Weiterziehung von Entscheiden
der kantonalen Aufsichtsbehörden über Schuldbetreibung
und Konkurs an das Bundesgericht. Alle Entscheide ....
der Nachlassbehörde können auch wegen Unangemessen-
heit an das Bundesgericht weitergezogen werden.
Aus diesen
Bestimmungen ergibt sich, dass das Bundes-
Nachlaasverfahren
über Banken. No 19.
gericht als obere Nachlassbehörde für das Nachlassver-
fahren
über Banken und Sparkassen eingesetzt ist, wogegen
eine obere
kantonale Nachlassbehörde nicht bestehen
darf. Dementsprechend rechtfertigen
es die Verhältnisse
nicht, dass der Entscheid einer oberen kantonalen Nach-
lassbehörde, an die der Entscheid der gewöhnlichen
dezentralisierten Nachlassbehörde
über den Nachlass-
vertrag einer Bank noch vor dem Inkrafttreten des
Bankengesetzes weitergezogen worden
war, nachher an
das Bundesgericht als Nachlassbehörde dritter Instanz
weitergezogen werde. Das ordentliche Rechtsmittel der
Beschwerde an das Bundesgericht im Nachlassverfahren
über Banken hat nur im Zusammenhang mit der Unter-
drückung des kantonalen Instanzenzuges eingeführt werden
wollen
und ist daher nicht mehr zulässig, nachdem der
kantonale Instanzenzug schon vor dem Inkrafttreten des
Bankengesetzes erschöpft worden war.
Nicht zur Entscheidung steht, ob nach Art. 47 der vom
Bundesgericht am Il. April 1935 erlassenen Verordnung
betreffend
das Nachlassverfahren von Banken und Spar-
kassen deren Bestimmungen auf das gemäss dem von der
Bank für Graubünden abgeschlossenen Nachlassvertrag
zu eröffnende Liquidationsverfahren anwendbar seien.
Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konkurskammer .-
Auf die Rekurse wird nicht eingetreten.
Lang Druck AG 3000 Bern (Schweiz)
- Schuldbetreibungs-und Konkursrecht.
PonrsuiLe et Faillite.
I. ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULD
BETREIDUNGS-UND KONKURSKAMMER
ARR1tTS DE LA CHAMBRE DES POURSUITES
ET DES FAILLITES
- EntEoheid vom 29. März 1935 i. S. Dell Santa..
Gleich wie bei der P f ä nd u n g und der P fan d ver wer.
tun g (Art. 9 Abs. 2 und 99 Abs. 2 VZG) kfllm auch im
Na chI ass ver f a h ren binnen der Beschwprdefrist (die
hier von der Auflage der Akten an läuft; Art. 300 fleh KG) bei
der Aufsichtsbehörde eine Neu s c h ätz u n g dur c h
S ach ver s t än d i g e verlangt werden. Zu einem solchen
Begehren ist auch der S c h u 1 d n e r 1 e g i tim i e I' t. Es
kann a u c h für be weg 1 ich e S ach engestellt werden,
namentlich im Hinblick auf Pfandbelastungen, und bedarf
keiner näheren Begründung. Der K 0 s t e n v 0 I' S c h u s s
ist von der Auf s ich t s b e hör d e unter kurzer Fristan
setzung zu bestimmen.
Dans la procedure de concordat, comme dans la poursuite par voie
de saisie ou la poursuite en realisation de gage (art. 9 al. 2 et
99 al. 2 OR1), l'autorite de surveillance peut etre requise
d'ordonner une nouvelle !3stimation par des expert !; cette
requete doit etre formulee dans le delai de plainte (qui court
des le depot des pieces ; art. 300 LP). Le d6biteur a nQtamment
qualit6 pour requerir ce procooe. Il peut 1e demander mbne a
propos de biens mobiliers, notamment de creances hypothecaires,
et n'a pas besoin de motiver sa requete. L'autorite de sur
veillance fixera le montant des frais dont le debiteur devra
faire I'avance et lui impartira un bref delai aces fins.
Nella procedura di concordato come in quella in via di pignoramento
e di realizzazione di pegno (art. 9 cap. 2 e 99 cap. 2 RRF),
l'autoritil. di vigilanza PllO essere richiesta di ordinare una
AS 61 III -1935 5