BGE 61 III 213
BGE 61 III 213Bge21.06.1935Originalquelle öffnen →
212 Pfandnachlaasverfahren. No 58. teils wegen der schlechten Vorsaison und den in der Hochsaison erzielten äusserst bescheidenen Preisen. B. -Die Obergerichtliehe Justizkommission Obwalden ist am 31. Oktober 1935 auf das Gesuch « zur Zeit nicht eingetreten ». O. -Diesen Entscheid hat die Rekurrentin an das Bundesgericht weitergezogen mit dem Antrag auf Rück- weisung der Sache an die Vorinstanz z ur vollständigen Durchführung des Eröffnungsverfahrens. Die Schuldbetreibungs-und Konkurskammer zieht in Erwägung : Um die Eröffnung des Pfandnachlassverfahrens zu erlangen, muss der Schuldner nach der neuen Vorschrift des Art. 1 Abs. 2 litt. c des Bundesbeschlusses vom 21. Juni 1935 glaubhaft machen, dass er sich ohne Erfolg um eine gütliche Verständigung mit den Pfandgläubigern bemüht hat. Die Vorinstanz hat den beiden einsprechen- den Kantonalbanken eingeräumt, « dass die Korrespondenz mit der Obwaldner Kantonalbank ... in der Tat kaum als eine Bemühung im Sinne der erwähnten Vorschrift aufgefasst werden kann », und « dass Bemühungen um eine gütliche Verständigung mit den übrigen Pfandgläubigern gemäss Zugabe der Schuldnerin überhaupt keine statt- gefunden haben ». Damit hat die Vorinstanz das neu aufgestellte Erfordernis auf nicht zu rechtfertigende Weise überspannt. Die Rekurrentin ist keineswegs unversehens mit ihrem Gesuch um Eröffnung des Pfandnachlassver- fahrens hervorgetreten, sondern hat die beiden Banken -andere Pfandgläubiger haben ihr keine Schwierigkeiten gemacht -über die Gründe ihrer Zahlungsschwierigkeiten auf dem Laufenden gehalten. Insbesondere hat die Rekur- rentin die Banken nicht etwa mit leeren Worten hinzu- halten versucht, sondern auch noch in letzter Zeit, wenn auch mit erheblicher Verspätung, Zahlungen an sie geleistet und ist damit den an sie gestellten Anforderungen zum Teil nachgekommen. Es ist nicht ersichtlich, wie anders Pfandnachlassverfahren. No 59. 213 als durch weitere Zahlungen die Rekurrentin sich um eine gütliche Verständigung mit der Obwaldner Kantonal- bank hätte bemühen können. Dass sie etwa aus Renitenz Zahlungen zurückgehalten hätte, ist nicht dargetan; namentlich ist nur zu billigen, dass sie sich nicht bis auf den letzten Rappen von Mitteln entblösste. Wenn die Rekurrentin deswegen nicht zu einer gütlichen Verstän- digung mit der Obwaldner Kantonalbank gelangt ist, weil sie nicht imstande war, die von dieser Bank gesetzten Bedingungen zu erfüllen, so ist dies noch kein Beweis dafür, dass sie sich um eine Verständigung nicht bemüht habe. Stund ihr kein Geld zur Verfügung -und das Gegenteil ist nicht bewiesen -, so erwies sich bei der Stellungnahme der Bank jedes weitere Bemühen um eine gütliche Verständigung von vorneherein als fruchtlos. Gegenüber der Nidwaldner Kantonalbank stand der Rekurrentin auch kein anderes Verständigungsmittel zu Gebot als ein Gesuch um private Stundung. Dass dieses nicht mehr ausdrücklich gestellt wurde, nachdem die Verständigung mit dem Hauptgläubiger gescheitert war und deshalb die Verständigung mit den kleineren Gläubi- gern nichts mehr nützen konnte, darf der Rekurrentin nicht weiter zur Last gelegt werden. Demnach erkennt die SchUldbetr.-u. Konkurskammer : Der Rekurs wird dahin begründet erklärt, dass der angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache zur weiteren Behandlung . des Gesuches der Rekurrentin an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 59. Arret du 4 decemlDre 1936 dans la causa Bagnoud. Concordat hypothooaire. Les creanciers n'ont pas qualiU pour-:recourir au Tribunal federnl contre Ia decision par laquelle l'autorite de ~oncordat refuse d'homologuer 1e concordat. (ArreM federal du 21 juin 1935, art. 45 aI. 2.)
214 Pfandnachlassverfahren. N° 59. P fan d na c h La s s ver fa h ren. Die Gläubiger sind nicht legitimiert, einen die Bestätigung des Nachlassverttages ver w e i ger nd e n Entscheid der Nach- lassbehörde ans Bundesgericht weiterzuziehen. (Bundesbeschluss vom 21. Juni 1935, Art. 45 Abs. 2). Concordato ipotecario. I creditori non hanno veste per ricorrere al Tribunale federale contro la decisione mediante la quale l'autoritit deI concordato rifiutö d'omologare il concordato. (Decreto fed. 21 giugno 1935, art. 45 cp. 2.) Vu la decision en date du 7 novembre 1935, par laquelle le President du Tribunal du district d'Aigle a refuse d'homologuer le concordat presenM par Dame Arnold- Kipfer, proprietaire de la clinique « les Fleurettes», a Leysin; Vu le recours forme par L. Bagnoud, negociant a Leysin, qui conclut a l'annulation de cette decision et a l'homo- logation du concordat ; Considerant que l'art. 45 al. 2 de l'arreM federal du 21 juin 1935 « instituant des mesures juridiques tempo- raires en faveur de l'industrie höteliere et de la broderie » dispose que « la decision de l'autoriM de concordat peut etre deferee au Tribunal federal par le debiteur ou la SocieM fiduciaire dans toute son etendue, et en outre par chaque creancier et caution dans la mesure OU elle le concerne» ; qu'il ressort de la forme de ce texte et notamment des mots « dans la mesure ou elle le concerne» que le legis- lateur n'a pas entendu accorder le meme droit de recours aux creanciers et aux cautions qu'au debiteur et a la SocieM fiduciaire ; que ces mots doivent s'interpreter en ce sens que seules peuvent faire l'objet d'un recours de la part d'un creancier les decisions qui portent atteinte a ses droits (cf. art. 19 de l'ordonnance du II avril 1935 concernant la procedure de concordat pour les banques et les caisses d'epargne) ; que s'il peut en etre ainsi d'une decision d'homolo- gation, soit qu'elle ait eM rendue au mepris de la loi, Staatsverträge 215 soit encore qu'elle consacre une situation qui meconnaisse les droits des creanciers les uns envers les autres, il n'en est pas de meme de la decision par laquelle l'autoriM cantonale refuse d'homologuer le concordat ; que ce refus peut sans doute avoir pour consequence de faire perdre a certains creanciers le benefice du divi- dende promis, mais qu'il n'en resulte cependant aucune atteinte aleurs droits, puisque ]e droit de proposer un concordat est un privilege reserve au debiteur et qu'il n'appartient pas aux creanciers de substituer a la proce- dure ordinaire d'execution une liquidation amiable par voie de concordat. La Ohambre des PouTsuites et des Faillites prononce : Le recours est irrecevable. C. Staatsverträge. Traites interDationaux. ENTSCHEIDUNGEN DER SCHULD- BETREIBUNGS-UND KONKURSKAMMER ARR1tTS DE LA CHAMBRE DES POURSUITES ET DES FAILLITES ABKOMMEN ÜBER DEN DEUTSCH-SCHWEIZERISCHEN VERRECHNUNGSVERKEHR ACCORD POUR LA COMPENSATION DES PAIEMENTS GERMANO-SUISSES Siehe Nr. 57. -Voir N° 57.
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