BGE 60 II 322
BGE 60 II 322Bge19.04.1932Originalquelle öffnen →
Ohlii!'.ttinllenrt',·ht. XO 47. 47. Urteil der I. Zivilabteilung vom 18. September 1934 i. S. Desinfecta. A.-G. gegen Xipfer.
Obligationenrl'Cht. N0 47. Da die Vorinstanz schweizerisches Recht angewendet hat, so müsste an sich gemäss Art. 79 Abs. 2 OG -diese: Bestimmung gilt auch im Verhältnis zum ausländischen, nicht nur zum kantonalen Recht; vgl. WEISS, Berufung, S. 290 -das angefochtene Urteil aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung, nach französischem Recht, zurückgewiesen werden. Tatsächlich besteht jedoch dazu kein Anlass. Nach § 100 Abs. 2 der zürcherischen Zivil- prozessordnung darf nämlich der Richter, der vom Inhalt des anwendbaren fremden Rechtes keine sichere Kenntnis hat, die Übereinstimmung mit dem einheimischen Rechte annehmen, sofern nicht von einer Partei Abweichungen behauptet und nachgewiesen worden sind. Es unterliegt nun keinem Zweifel, dass die Vorinstanz nicht ohne weiteres eine derart einlässliche Kenntnis des französi- schen Reohtes für sich in Anspruch nehmen würde, wie sie für die Entscheidung des vorliegenden Falles erfor- derlich wäre. Anderseits hat keine der Parteien eine Abweichung vom schweizerischen Recht auch nur behaup- tet, geschweige denn nachgewiesen. Es ist deshalb mit Bestimmheit vorauszusehen, dass die Vorinstanz im Falle der Rückweisung Übereinstimmung des französi- schen mit dem schweizerischen Rechte annehmen und infolgedessen bei der neuen Entscheidung zum gleichen Ergebnis kommen würde wie bei der ersten. Unter diesen Umständen wäre die Rückweisung zwecklos, und die Sache ist so zu behandeln, wie wenn die Vorinstanz schon im vorliegenden Urteil den Inhalt des schweizeri- schen als französisches Recht, also richtigerweise ausläIi- disches Recht angewendet hätte, dessen Handhabung vom Bundesgericht gemäss Art. 57 OG nicht zu über- prüfen ist (vgl. BGE 58 II, 436 ff). Das bedeutet, dass auf die Berufung nicht eingetreten werden kann. Demnach erkennt das Bundesgericht: Auf die Berufung wird nicht eingetreten. ObIigationenrecht. No 48. 325 48. Extrait da l'Anet da 1& Ire seetion eivile du 26 sep- tembra 1934 dans la cause B!ondey contre Pellanda.. Reparation du tort moral. MoTt d'!wmme. Art. 47 00. Le 19 avril 1932, vers les 23 heures, Raoul Pellanda revenait en automobile de Martigny a Sierre. A l'entree de la ville de Sion, il heurta avec sa voiture Dame Emma Blondey, nee Rielle, qni, marchant sur le bord droit de Ja route, regagnait son domicile. Mortellement atteinte, Dame Blondey expirait que1ques instants apres son transport a l'höpital. L'enquete a reveIe que l'auto de Pellanda, roulant a Ja rencontre de Dame B10ndey, a qnitte la droite de la route et, coupant le tournant que celle-ci fait a l'endroit Oll l'accident s'est prodnit, est arrivee sur 1a gauche, Oll elle arenverse Dame B10ndey ; la voiture est ensnite sortie de la route, a franchi un petit fosse puis, eraflant un arbre, est entree dans une haie, sans avoir ete freinee. L'auto n'avait qu'un phare allume et circulait a une vitesse de 40 km. h. Le Tribunal pena1 a condamne Pellanda a 200 francs d'amende pour homicide invo10ntaire. Dame B10ndey a 1aisse un veuf et delix :fils mineurs, qni ont reclame a Pellanda la reparation des dommages subis. Extrait des moti/s. Les demandeurs trouvent insuffisantes 1es indemnit6s allouees pour tort moral. On doit leur donner raison. Las chiffres fixes par le Tribunal cantonal sont manifestement trop bas (2000 fr. pour 1e veuf et 1000 fr. pour chacun des deux anfants). On est indiscutab1ement en presence des circonstances particulieres prevues par l'art. 47 CO. Las premiers juges ont reconnu eux-memes que l'accident fut « terrible». Dame Blondey est morte d'une mort tragique; elle a ete tuee brutalement et inopinement, dans la nnit, sur Ja route, 10in des siens, a10rs qu'elle rentrait AS 60 11 -llla~ 22
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