BGE 59 III 207
BGE 59 III 207Bge16.10.1933Originalquelle öffnen →
206 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N0 49. schriften, gelten aber nur da, wo die Begünstigung nicht mit einem vertraglichen Pfandrecht in Kollision gerät, In diesem Falle erlöscht zwar die Begünstigung nicht ; allein sie muss hinter das Pfandrecht zurücktreten und bleibt bestehen, sofern und soweit letzteres erlischt (vgl. ,lAEGER, Kommentar zum WG, Noten 60 und 61 zu Art, 79/80); durch die Verpfändung wird, soweit das Pfandrecht reicht, die Begünstigung verdrängt, und lebt erst wieder auf, wenn das Pfandrecht erlischt (vgl. KÖNIG, Familienfürsorge im schweiz. WG, in Festgabe für Prof. Moser, Sep.-Ausg. S. 18), Die Ehefrau des Rekurren- ten ist also nicht berechtigt, gestützt auf die Begünstigung das Pfandrecht der Gläubigerschaft an der Police zu bestreiten ; ihre Rechte beschränken sich lediglich auf die Übernahme des Versicherungsanspruches im Sinne des Art. 86 VVG. Sie hiezu in die Lage zu versetzen, war das Betreibungsamt in vorschriftsgemässer Weise dadurch im Begriffe, dass es ihr in Verbindung mit der Steigerungs- publikation die in Art. 16 Abs. 2 der mehrerwähnten Ver- ordnung vorgesehene Frist ansetzen wollte, » Endlich geht es schlechterdings nicht an, aus dem W ort- laut des Art. 15 der Verordnung darauf zu schliessen, dass in der Pfandverwertungsbetreibung in eine Lebensver- sicherungspolice eine Pfändung derselben zu vollziehen sei, weil es ein Unding, geradezu eine begriffliche Unmöglich- keit wäre, eine Pfändung, die ihrem Begriffe nach ja zur Bestimmung des zu verwertenden Gegenstandes dienen soll, in die Lebensversicherungspolice zu vollziehen, nach- dem diese durch das abgeschlossene Einleitungsverfahren in der Pfandverwertungsbetreibung schon lange vorher als Verwertungsgegenstand bestimmt worden ist. Es kann daher nur einer missverständlichen "Ausdrucksweise zuzuschreiben sein, wenn das Attribut ({ gültig gepfändet» . nicht ausdrücklich auf die Prandungsbetreibung einge- schränkt worden ist. Wo aber keine Pfändung vollzogen wird, erweisen sich die Art. 4 ff. der Verordnung überhaupt als unanwendbar. Ganz unbehelflich ist der Hinweis Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 50. 207 darauf, dass gemäss Art. 11 der Verordnung auch im Konkursverfahren trotz der Verpfändung auf die Gültig- keit der Begünstigung etwas ankomme. Damit wird keineswegs in Frage gestellt, dass die gültige Begünstigung vor dem Pfandrecht zurücktreten müsse, sondern nur die Admassierung verboten, weil in diesem Falle doch nicht die Konkursmasse vom Überschuss des Pfanderlöses über die Pfandsumme profitieren könnte (vgl. Art. 12 der Verordnung). In der Betreibung auf Pfandverwertung aber kann das Schicksal eines allfälligen Überschusses dem Pfandgläubiger gleichgültig sein, weshalb er deswegen nicht behelligt werden darf. Demnach erkennt die Schuldbetr.-u. Konku1'skammer: Der Rekurs wird abgewiesen. 50. Arret du a2 septembre 1933 dans la causa Levy, dit .I..ansac, et Jeanmairet. L'ordonnance par laquelle l'autorite cantonale ou son pr9sident accorde ou repousse une demande de suspension fondoo sur l'art. 36 LP n'est pas susceptible de rooours au TF. Gegen die Gutheissung oder Abweisung eines Gesuches um Ertei· lung des Suspensiveffektes nach Art. 36 SchKG kann nicht an das Bundesgericht rekurriert werden. D decreto con cui un'autorita cantonale, 0 il suo presidente. ammette 0 respinge una domanda di sospensione fondata sull'art. 36 LEF, non puo essere impugnato mediante ricorso al Tribunale federale. A. -Par acte du 12 septembre 1933, Lucien Levy, dit Lansac, et Marcel J eanmairet, anciens administrateurs de la Societ6 generale d' entreprises cinematographiques, a Geneve, ont porte plainte contre une decision prise le 8 du meme mois par la commission de surveillance de la faillite de cette societ6. Provisionnellement, ils deman- daient au President de l'Autorite cantonale de surveillance
208 Schuldbetreibungs. und Konkursreeht. N° 50.
de suspendre l'execution de la decision attaquee jusqu'a
droit connu sur la plainte.
B. -Le 13 septembre 1933, le President de l'Autorite
de surveillance pour le canton de Geneve a repousse
cette demande, ainsi qu'il resulte d'une mention apposee
sur le memoire de plainte.
C. -Par acte depose en temps utile, les plaignants
ont recouru a la Chambre des Poursuites et des Faillites
du Tribunal federal en concluant a ce qu'il lui plaise :
« Revoquer et mettre a neant la decisin de Monsieur
le President de I' AutoriM de surveillance des Offices de
poursuites et faillites de Geneve rendue en date du 13
septembre 1933, decision par laquelle la demande de
suspension de la decision de la Commission de surveillance
de la Faillite de la SM. Gen. d'Entr. Cin. du 8. 9. 33 a eM
repoussee.
» Prononcer la suspension de l'execution de la susdite
decision du 8. 9. 33 jusqu'a ce qu'il ait ete dit droit sur
le fond du recours du 12 septembre 1933.»
Considerant en droit :
Aux termes de l'art. 36 LP., la plainte, I'appel et le
recours
ne suspendent la decision que s'il en est aiusi
ordonne par l'autoriM appeIee a statuer ou par son presi-
dent. L'acte par lequelle president accorde la suspension
ainsi
demandee est une orqonnance et non une decision,
au sens de l'art. 19 LP. (c'est-a-dire un prononce statuant
sur les conclusions formuIees par le plaignant contre
une mesure des autorites de poursuite ou de faillite).
Il suit de la qu'elle ne peut faire l'objet du recours au
Tribunal federal qui est precisement prevu par ledit
art. 19.
D'ailleurs,
l'alinea premier de cette disposition n'accorde
au plaignant le droit de recourir que contre les decisions
contraires a la loi. Or l'ordonnance rendue par le president
de l'AutoriM genevoise le 8 septembre 1933 ne peut etre
consideree comme teIle. En effet aucune prescription
Sehuldbetreibungs. und Konkursreeht. N0 öl. 209
legale n'indique dans quels cas l'autorite de surveillance
soit
son president, doit accorder ou refuser de suspen
la procedure. Cette question est laissee a leur entiere
appreciation.
La Chambre des Poursuites et des Faillites prononce .-
Il n'est pas entre en matiere sur le present recours.
51. Entscheid vom 16. Oktober 1933. i. S. Inkassogesellschaft
Zürich.
Unzulässig, das Ver wer tun g s erg e b n i s statt dem be.
treibenden Gläubiger ein emD r i t t e n a b z u I i e f ern,
selbst wenn sich der betreibende Gläubiger im Betreibungs-
begehren als Zessionar dieses Dritten bezeichnet hat und der
Dritte den Bestand einer Abtretung bestreitet.
Art. 144 Abs. 4 SchKG.
Le produit de la realisation ne peut etre remis d un tier8 au lieu
du creancier poursuivant, meme lorsque, clans sa requisition
de poursuite, celui-ci s'est designe comme cessionnaire du tiers,
lequel conteste la cession. Art. 144, aI. 4, LP.
None lecito versare ü ricavo della realizzazione ad un terzo, in luogo
e vece deI creditore escutente. Questa norma vale auche per
il caso in cui nella domanda d'esecuzione il creditore escu-
tente s'a designato quale cessionario deI terzo, il quale con-
testa la cessione. Art. 144 cp. 4 LEF.
A. -Beim Betreibungsamt Stein a. Rh. sind 4 Betrei-
bungen der Rekurrentin gegen die Eheleute Greminger als
Solidarschuldner anhängig (No. 5964 und 5986 gegen die
Ehefrau und No. 5965 und 5985 gegen den Ehemann).
für welche das Betreibungsamt einen Erbanteil der Frau
Greminger bis zur Höhe von insgesamt 435 Fr. pfändete.
In den Betreibungsurkunden ist als Gläubiger die Rekur-
rentin aufgeführt; die Zahlungsbefehle enthielten ausser-
dem den Vermerk « aus Abtretung von Herrn Dreifuss-
Picard, Kreuzlingen ... )). In der Folge gingen beim
Betreibungsamt auf Rechnung des gepfändeten Gut-
habens 321 Fr. 75 Cts. ein. Als der Zedent der Rekur-
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