Schuldbetrpibungs. nnd Konkursrecbt. Ko 12.
d'admettre que le jugement la prive du droit de statuer
elle-meme sur rexistence du privilege et de la possibiliM,
e.n le contest.ant, d'obliger Dame Gilland a ouvrir action
it Ja masse. Le jugement ne lui aurait pas 13M opposable,
pas plus qu'iln'aurait eM opposable aux creanciers indivi-
duellement. Mais, a !'inverse, il ne Iui etait pas opposable
non plus en tant qu'il ne prevoyait qu'une collocation en
V" classe. Et s'il est vraL comme il a eM dit plus haut,
que retat de collocation etait incompIet, tant qu'il ne
renfermait pas de disposition au sujet du privilege, il va
de soi qu'il n'appartenait pas au juge d'en combier Ia
Iacune.
Les actions en contestation de I' etat de. collocation,
intentees par un creancier a un autre ne peuvent avoir
pour objet que de farre reformer une decision de l'admi-
nistration de la faillite.-Elles ne sauraient avoir pour resul-
tat d'eniever a celle-ci Ia faculM de prendre une decision
qu'il demeure dans ses attributions de prendre.
Cela etant, il est indifferent que Dame Gilland n'ait pas
recouru contre le jugement.
3. -Il resliite de ce qui precede que l'administration
n' a commis aucune illegaliM en admettant la production
tardive de Dame Gilland eten deposant son etat de
eollocation complementaire.
Quant a l'argument que Cherpillod tire des consequences,
facheuses
pour lui, que l'admission des creances de Dame
Gilland en IVe classe, ponI' Ia moitie, peut avoir sur le
gain
de son proces, il suffit d'observer que s'il a droit,
saus doute, au gain qui peut resulter de Ia suppression
des hypotheques de Dame Gilland, puisqu'il a reussi a
les faire revoquer, il n'a pas droit au gain qui resulterait
de Ia suppression du privilege, a. moins qu'il ne l'attaque
et obtienne gain de cause.
La Ghambre des PouTsuites et des Faillites pronmwe :
Les deux recours sont rejeres.
Schuldbetreibungs. und KOllkur.recht. X" 1:1.
13. Entscheid vom 14. April 1932 i. S. Stadlin.
Ge w ö h n I ich e s tat t B e t r e i b u n gau f P fan d-
ver w er t ung. Art.41 SchKG.
Der Schuldner einer pfandgesicherten Forderung braucht sich
eine gewöhnliche Betreibwlgunter keinen Umständen gefallen
zu lassen, bevor das Pfand verwertet ist (und sieh dabei ein
Ausfall ergeben hat.).
Poursuite ordinaire intentie en lieu et p ace d'une pour8uite eil.
realiBation de gage. Art. 41 LP.
Le debiteur d'une creance garantie par gage pent s'opposer a la
poursuite ordinaire, a moins que le gage n'ait 13M realise
(laissant un decouvert).
Esecuzione in via ordinaria iniziata invece di un' esecuzione in
via di realizzazion6 deI pegno. Art. 41 LEF.
Il debitore di un credito garantito da pegno PUÖ opporsi ad uns
esecuzione in via ordinaria. tranne nel easo in cui il pegno iu
realizzato lasciando lill saldo scoperto.
A. -Die Zuger Kantonalbank hat an W. Stadlin- Veiss
ein Kontokorrentguthaben im Betrage von 176,569 Fr.
zuzüglich 5 % Zins seit 31. Dezember 1931, wofür 387
Aktien der Untermühle A.-G. Zug zu nominell 500 Fr. als
Sicherheit
hinterlegt sind. Der PIandvertrag bestimmt
u.a. :
... Sollte die Bank später finden, dass eine Verh -er-
minderung der Faustpfänder eingetreten sei, so ver-
pflichtet sich der Schuldner, auf vorherige, durch einge-
schriebenen Brief ergangene Anzeige hin die verlangte
Nachdeckung oder Abzahlung zu leisten. Bei Nichtbeach-
tung dieser Aufforderung, oder wenn solche nicht zuge-
stellt werden konnte, ermächtigt der Faustpfandgeber die
Bank, auf jede Einsprache verzichtend, die Pfänder
-auch wenn ihr Guthaben noch nicht fällig ist -nach
freiem Ermessen zu verkaufen und den Erlös an Zahlung
zu nehmen.
Im Februar 1932 leitete die Bank für 56,000 Fr. und
5 % Zins seit 31. Dezember 1931 gewöhnliche Betreibung
ein. Der Zahlungsbefehl wurde am 13. Februar zugestellt.
:5chuldbetreihul1!:s-llIUt KOllkursrcl'ht. X L .
B. Der Schuldner erhoh Beschwerde lind verlangte
Aufhehung der Betreihung, weil sie auf Pfandverwert.ung
hätte gehen müssen. Die Kantonalbank berief sich in
ihrer Vernehmlassung auf die oben angeführte Bestim-
mung des Pfandvertrages. Darnach stehe ihr zu, die
Pfänder neu zu schätzen, was an Hand eines von dritter
Seite gemachten Kaufangebotes geschehen sei unu ergeben
habe, dass ein Betrag von über 58,000 Fr. ungedeckt sei.
Zur Nachdeckung aufgefordert, habe der Schuldner keine
Folge geleistet. Demgemäss sei gewöhnliche
Betreibung
zulässig.
Die
kantonale Aufsichtsbehörde schützte in ihrem Ent-
scheid vom 2./3. März den Standpunkt der Gläubigerin
und wies die Beschwerde ab.
- .m 5. März teilte die Gläubigerin dem Schuldner mit,
dass sie die Faustpfänder am 12. März auf öffentliche Ver-
steigerung bringen werde.
O. -Gegen den Entscheid der kantonalen Aufsichts-
behörde rekurrierte der Schuldner unter Wiederholung
des Antrages, die Betreibung sei aufzuheben, am 10. März
an das Bundesgericht.
Die Schuldbet1 eibungs-und Konkut"skammer
zieht in Erwägung :
- -.....
- -Der Antrag auf Aufhebung der Betreibung ist
gutzuheissen. Entgegen der' von der Gläubigerin und der
Vorinstanz vertretenen Auffassung braucht sich der
Schuldner eine gewöhnliche Betreibung solange nicht
gefallen zu lassen, als das Pfand noch besteht. Erst wenn
es verwertet ist und sich dabei ein Ausfall ergeben hat,
steht der Weg der gewöhnlichen Betreibung offen. Unter
keinen Umständen kann auch eine noch so zuverlässige
Schätzung die Verwertung ersetzen. Die Gläubigerin
beruft sich daher auch vergebens auf ihr vertragliches
Recht, die Pfänder infolge der eingetretenen Entwertung
und des Ausbleibens einer Nachdeckung zu verkaufen;
Schuldhetreibungs und Konkurs,.", h!. X. 14.
solange sie von diesem Recht nicht Gebrauch gemacht
hatte -und das war auf jeden Fall zur Zeit der Zustellung
des Zahlungsbefehls noch nicht geschehen -blieb eben
Art. 41 SchKG anwendbar.
Demnach erkennt die SclwJdbetr. u. Konku.1"skarnme1" :
Der Rekurs wird gutgeheissen und die Betreibung
aufgehoben.
14.
Entscheid vom 27. April 1932 i. S. Zuber.
Der Schuldner kann den Gläubiger schon vor Anhebung der
Betreibung rechtswirksam ermächtigen, statt der Betreibung
auf Verwertung der bestellten Pfänder die ordentliche Betrei-
bung einzuleiten.
Art. 41 SchKG.
Est licite 1a convention par laguelle Ie debiteur accorde par avance
an creancier gagiste le droit de Ie poursnivre, le cas echeant,
par 1a voie ordinaire, phltöt que par la voie de la poursuite
en realisation de gage.
Art. 41 LP.
E lecita 1a convenzione colla quale il debitore accorda, preventiva-
mente, al creditore pignoratizio 1a facolta di escut.erlo nella
via. di pignoramento invece di agire coll'esecuzione in via di
realizzazione deI pegno. Art. 41 LEF.
A. -Am 29. Dezember 1930 unterzeichnete der Rekur-
rent folgende Schuldanerkennung und Bürgschaftsakt :
Herr Julius Wyler ... anerkennt hiemit, dem Herrn
Dr. X., Luzern, 30,925 Fr. mit Valuta und Fälligkeit
- Oktober 1931 schuldig zu sein ... Als Sicherheit für
obige Schuld haften als Faustpfand ... Für obstehende
Schuld von 30,925 Fr. nebst allfälligen Zinsen und Kosten
übernimmt Herr Otto Zuber die Bürg-und Selbstzahler-
schaft und verpflichtet sich, diesen Betrag nebst allfälligen
Zinsen
und Kosten binnen 30 Tagen nach Verfall, d.
h. bis spätestens 31.0kt.ober 1931 zu bezahlen, sofern
his dahin Herr Julius Wyler nicht selbst bezahlt hat. -
Herr Dr. X. ist im Fa.lI der Nichtzahlung berechtigt,