BGE 57 II 423
BGE 57 II 423Bge02.08.1931Originalquelle öffnen →
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Obligationenrecht. No 63.
3. -, 4. -... (Schadensberechnung) ...
5. -Die Voraussetzungen
für die Zusprache einer
Genugtuungsumme gemäss Art. 47 OR sind nach den
genannten Tatumständen ohne weiteres gegeben. Dabei
rechtfertigt die Erheblichkeit der dem Kläger zugebrachten
Verletzungen einerseits, sowie die brutale, feige Art, auf
welche die Beklagten den Kläger zur Nachtzeit, aus
einem Hinterhalt überfallen haben, anderseits, den Betrag,
entgegen der Vorinstanz auf über 1000 Fr. zu bemessen.
Die Vorinstanz glaubte,
dem Umstande, dass die Strei-
kenden zufolge der langen Dauer des Streikes erregt
gewesen seien, und dass auf beiden Seiten mit Erbitterung
gekämpft worden sei, Rechnung tragen zu müssen. Dieser
Auffassung
kann nicht beigetreten werden. Dem Kläger
stand es vollständig frei, der Streikaktion, wenn er diese
nicht für gerechtfertigt erachtete, fernzubleiben; es
geht nicht an, in der blossen Nichtbefolgung der Streik-
paroIe eine
Provokation zu der von den Beklagten an
ihm verübten Misshandlung zu erblicken. Unter Berück-
sichtigung
sämtlicher Umstände erscheint es daher ange-
messen, die Genugtuungssumme
auf 2000 Fr. zu erhöhen.
Auch
für diesen Anspruch haften die Beklagten dem
Kläger solidarisch; denn es sind keinerlei Gründe erfindlich,
warum, wie die
Beklagten glauben, die in Art. 50 OR
festgesetzte Solidarhaft sich nicht auch auf die Ersatz-
pflicht für immateriellen Schaden -als welche sich die
Zusprache einer Genugtuungssumme
darstellt -erstrek-
ken sollte (vgl. auch BEoKER, Kommentar zu Art. 47
Note II S. 208).
Prozessrecht. Ne 64.
IV. PROZESSRECHT
PROCEDURE
.64. l1rteU der I. ZivilaDteilung vom S. Septembr 1931
i. S. S. gegen C.
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Eine in Abweichung von der Vorschrift des Art. 67 Abs. 1 OG
direkt beim Bundesgericht eingereichte Berufungserklänmg ist
rechtsunwirksam.
tons Zürich mit Urteil vom 5. Mai 1931 -den Parteien
zugestellt am 11. 'Juni 1931 -erkannt, « dass die vom
Beklagten der Klägerin im Conto ordinario belasteten
Beträge von zusammen 80,801 Fr., nebst den für diese
Beträge berechneten Zinsen, Kommissionen und Spesen
zu stornieren sind ».
B. -Hiegegen hat die Vertreterin des Beklagten am
424 Prozessrecht. N° 64. Das Bundesgericht zieht in Erwägung :
426 Prozessrecht.. N° 65. eingereicht worden sei, die Beschwerdefrist als eingehalten gelte. Allein daraus kann nicht hergeleitet werden, dass dasselbe auch für die Einreichung der Berufung gelte. Die Einführung der Vorschrüt des Art. 194 Abs. 3 OG erfolgte im Hinblick auf die Schwierigkeiten, die die Abgrenzung der Zuständigkeit des Bundesrates einerseits und des Bundesgerichtes andererseits zur Beurteilung staats-bezw. verwaltungsrechtlicher Beschwerden oft bieten, ein Motiv, das für die Einreichung der Berufung nicht in Frage kommt. Hätte der Gesetzgeber die bisherige Praxis des Bundesgerichtes bezüglich Art. 67 Abs. 1 OG verpönt, so wäre nicht verständlich, warum er den in Art. 194 Abs. 3 OG neu aufgestellten Grundsatz nicht ganz allgemein ausgesprochen hat. Solange dieser aber nicht ausdrücklich im Gesetz zum allgemeinen Prinzip erhoben ist (über dessen WÜllschbarkeit hier nicht zu entscheiden ist), muss an der bisherigen Praxis festgehalten werden. Demnach erkennt das Bundesgericht : Auf die Berufung wird nicht eingetreten. 65. Bentenza. 17 settembre 1931 della. IIa lenone einte in causa Comune di Ba.gno o. Bpinelli. A stregua delI' art. 54 OGR gli interessi delle somme richieste in pagamento non entrano irr lines. di conto per il computo deI valore litigioso anche quando essi sono accumulati e formano oggetto di pretesa speciale. A. -Con petizione 29 febbraio 1928 il Comune di Sagno citava in giudizio il M. R. Don Giuseppe Spinelli in Salorino in pagamento delle somme seguenti : Capitale . . . . . . . . . . . . . . . . fchi. 6228,70 Interessi legali su questo capitale fino a11925 » 2831,70 Da questa data fino al 1927 » 622,85 Altra somma. . . . . . . » 130,50 Interessi su questa somma » 52,20 fchi. 9865,95 Prozessrecht. ",,0 65. 427 B. -Con giudizio 12 marzo 1931 i1 Pretore di Mendrisio statuiva: « La petizione 29 febbraio 1928 e alllmessa. limitatamente a 7924 fchi. 85 eon gli interessi deeorrenti dalla data della retizione. ») C. -Da questa sentenza si appellava l'attore domau- dando, in via principale, ehe 180 petizione fosse alllmessa in toto, mentre il convenuto ne proponeva 180 reiezione. D. -La sentenza 25 giugno 1931, colla quale il Tribu- nale d'appello riduceva a 5859 fehi. 20 eogli interesSl apartire da11a data della petizione di causa 180 somllla aggiudieata all'attore, fu dal convenuto deferita al Tri- bunale federale eon diehiarazione di ricorso deI 2 agosto 1931, co11a quale egli domanda, in via principale, la reiezione della petizione 29 febbraio 1928. Considerando in diritto : a) A stregua dell'art. 59 OGF, l'appello e ammesso solo quando il valore dell'oggetto litigioso, secondo le conclusioni delle parti innanzi l'ultima istanza cantonale, raggiunge almeno 4000 fchi. E l'art. 67 OGF, ultimo eapoverso, aggiunge: « Quando il valore dell'oggetto litigioso non raggiunge 8000 fchi. l'attore aggiungera aHa sua diehiarazione una memoria ehe motiva il ricorso. ,. D'altro canto l'art. 54 ibidem dispone, ehe nel eomputo deI valore litigioso non possono esser presi in considerazione « gli interessi ", i frutti, le spese giudiziarie, ecc. b) Nel caso in esame, deducendo dalla somma totale di 9865 fehi. 95 chiesta colla petizione (rimasta totalmente litigiosa anche in sede d'appello) l'importo degli interessi (2831 fchi. 70 piu 622 fchi. 85 piu 52 fchi. 20), si ottiene un va lore di 6359 fchi. 20, eioe inferiore all'importo di 8000 fchi. c) La parte rieorrente avrebbe quindi dovuto accom- pagnare il suo rieorso con una memoria ehe 10 motivasse. A questa condizione essenziale di rito la ricorrente non ha adempiuto. Le osservazioni da essa fatte nell'atto di ricorso deI 2 agosto 1931, sollevano solo delle critiche
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